Stadtnachrichten Biberach
Drei Gruppen teilen sich den Mantel

Neue Satzung erarbeitet
Die Stiftung ist uralt. Sie ist aber nicht mehr im Stiftungsregister eingetragen und bisher nicht rechtsfähig. Nun haben die Stadt und Vertreter der Kirchen eine Satzung erarbeitet. OB Thomas Fettback und der evangelische Dekan Hellger Koepff stellten sie vor knapp zwei Wochen dem Regierungspräsidenten Hermann Strampfer vor: In der Stiftung sollen ein Rat und ein Vorstand über die Belange der Kirche entscheiden.
Zuständig für das tägliche Geschäft wäre ein Stiftungsvorstand. Ihm sollen nach dem bisherigen Konzept der Biberacher OB und je ein Vertreter der katholischen und der evangelischen Gesamtkirchengemeinde angehören. Kontrolliert würde der Vorstand durch den Stiftungsrat, der zugleich Grundsatzentscheidungen treffen würde. Ihm sollen je drei Vertreter der Kirchen und drei der Gemeinde angehören. Beide Kirchen hätten damit in beiden Gremien eine Zweidrittel-Mehrheit.
Eine solche Stiftung sei im Landesrecht nicht vorgesehen, sagt Fettback: Eigentlich gebe es Stiftungen, an denen Gemeinden beteiligt sind, nur „wenn die Gemeinde darin das Sagen hat“. Das RP erkenne mit der Stiftung die Biberacher Besonderheiten an. Schließlich teilen sich Stadt und beide Konfessionen hier schon seit Jahrhunderten die Verantwortung für ihre Kirche. Die Anerkennung des RP sei ein Durchbruch: „Wir wollen gemeinsam diese Kirche für die Zukunft erhalten“, sagt Koepff.
Als nächstes überarbeiten die kirchlichen Gremien und die Stadt den Entwurf für die Satzung. Bisher sieht dieser vor, dass die Mitglieder aus dem Vorstand zugleich dem Rat der Stiftung angehören. Der Rat würde aber den Vorstand kontrollieren – einige Personen würden ihre eigene Arbeit überprüfen. Das RP habe gesagt, es könne die Stiftung mit einem solchen Konzept genehmigen. Aber habe es angeregt, diesen Punkt zu überdenken. „Wir wollen ja eine Stiftung für die nächsten Jahrhunderte auf den Weg bringen“, sagt Fettback. Er rechnet damit, dass die Satzung bis zum Sommer steht.
Welche Heizung St. Martin demnächst wärmen soll, ist noch unklar. Noch immer ringen dieGremien der Kirchen darüber, welche Art Heizung zu welchem Preis sie bevorzugen. Dekan Hellger Koepff will noch nicht einmal eine Vorhersage dazu wagen, wie lange es dauert, bis eine Entscheidung gefallen ist. Derzeit fehlt den Kirchen für eine Sanierung ohnehin noch das Geld – selbst die laufenden Kosten muss beispielsweise die evangelische Gemeinde aus ihren Rücklagen bezahlen. Müsste sie die mehrere Millionen teure Sanierung auch noch mittragen, wären die Rücklagen bald aufgebraucht.
Die neue Stiftung soll Spenden sammeln können, aus denen der Erhalt der Kirche finanziert wird. Bereits 30 000 Euro Spenden hat der Verein Bauhütte Simultaneum gesammelt. Das sei zwar schön, sagt der stellvertretende Vorsitzende Hans Beck, reiche aber bei weitem nicht. „Wir suchen noch neue Mitglieder“, sagt Beck. 35 hat der Verein derzeit. Er habe auch Ministerpräsident Kretschmann einen Antrag auf Mitgliedschaft mitgegeben. „Aber da ist noch nichts zurückgekommen.“
(Erschienen: 01.02.2012 19:55)

Neue Satzung erarbeitet
Die Stiftung ist uralt. Sie ist aber nicht mehr im Stiftungsregister eingetragen und bisher nicht rechtsfähig. Nun haben die Stadt und Vertreter der Kirchen eine Satzung erarbeitet. OB Thomas Fettback und der evangelische Dekan Hellger Koepff stellten sie vor knapp zwei Wochen dem Regierungspräsidenten Hermann Strampfer vor: In der Stiftung sollen ein Rat und ein Vorstand über die Belange der Kirche entscheiden.
Zuständig für das tägliche Geschäft wäre ein Stiftungsvorstand. Ihm sollen nach dem bisherigen Konzept der Biberacher OB und je ein Vertreter der katholischen und der evangelischen Gesamtkirchengemeinde angehören. Kontrolliert würde der Vorstand durch den Stiftungsrat, der zugleich Grundsatzentscheidungen treffen würde. Ihm sollen je drei Vertreter der Kirchen und drei der Gemeinde angehören. Beide Kirchen hätten damit in beiden Gremien eine Zweidrittel-Mehrheit.
Eine solche Stiftung sei im Landesrecht nicht vorgesehen, sagt Fettback: Eigentlich gebe es Stiftungen, an denen Gemeinden beteiligt sind, nur „wenn die Gemeinde darin das Sagen hat“. Das RP erkenne mit der Stiftung die Biberacher Besonderheiten an. Schließlich teilen sich Stadt und beide Konfessionen hier schon seit Jahrhunderten die Verantwortung für ihre Kirche. Die Anerkennung des RP sei ein Durchbruch: „Wir wollen gemeinsam diese Kirche für die Zukunft erhalten“, sagt Koepff.
Als nächstes überarbeiten die kirchlichen Gremien und die Stadt den Entwurf für die Satzung. Bisher sieht dieser vor, dass die Mitglieder aus dem Vorstand zugleich dem Rat der Stiftung angehören. Der Rat würde aber den Vorstand kontrollieren – einige Personen würden ihre eigene Arbeit überprüfen. Das RP habe gesagt, es könne die Stiftung mit einem solchen Konzept genehmigen. Aber habe es angeregt, diesen Punkt zu überdenken. „Wir wollen ja eine Stiftung für die nächsten Jahrhunderte auf den Weg bringen“, sagt Fettback. Er rechnet damit, dass die Satzung bis zum Sommer steht.
Welche Heizung St. Martin demnächst wärmen soll, ist noch unklar. Noch immer ringen dieGremien der Kirchen darüber, welche Art Heizung zu welchem Preis sie bevorzugen. Dekan Hellger Koepff will noch nicht einmal eine Vorhersage dazu wagen, wie lange es dauert, bis eine Entscheidung gefallen ist. Derzeit fehlt den Kirchen für eine Sanierung ohnehin noch das Geld – selbst die laufenden Kosten muss beispielsweise die evangelische Gemeinde aus ihren Rücklagen bezahlen. Müsste sie die mehrere Millionen teure Sanierung auch noch mittragen, wären die Rücklagen bald aufgebraucht.
Die neue Stiftung soll Spenden sammeln können, aus denen der Erhalt der Kirche finanziert wird. Bereits 30 000 Euro Spenden hat der Verein Bauhütte Simultaneum gesammelt. Das sei zwar schön, sagt der stellvertretende Vorsitzende Hans Beck, reiche aber bei weitem nicht. „Wir suchen noch neue Mitglieder“, sagt Beck. 35 hat der Verein derzeit. Er habe auch Ministerpräsident Kretschmann einen Antrag auf Mitgliedschaft mitgegeben. „Aber da ist noch nichts zurückgekommen.“
(Erschienen: 01.02.2012 19:55)

Themendossiers
Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
mehrSchützenfest Biberach
































