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Der letzte Rest Platz wird auch noch Lager

Sie sind als Ausgleichsmaßnahme für die angrenzenden Lagerflächen entstanden: die Flachwässerzonen am Baggersee im Biberacher Sü
Sie sind als Ausgleichsmaßnahme für die angrenzenden Lagerflächen entstanden: die Flachwässerzonen am Baggersee im Biberacher Sü

BIBERACH / sz Die Firmen Liebherr und Handtmann können ihre Lagerflächen im Gebiet „Haken-Tiefenwiesen Teil 1“ weiter ausbauen. Der Bauausschuss jedenfalls hat in seiner jüngsten Sitzung den nötigen Änderungen des Bebauungsplans zugestimmt und die bereits entstandenen Ausgleichmaßnahmen gelobt – mit Ausnahme der Grünen.

Von unserer Redakteurin Franziska Rötzsch

Viel Platz ist nicht mehr im Rißtal im Süden Biberachs zwischen Memminger Straße, Hans-Liebherr-Straße, Arthur-Handtmann-Straße und dem Baggersee mit der neu entstandenen Flachwasserzone. Doch auch das bisschen noch übrigen Platz wollen die Firmen Handtmann und Liebherr nicht ungenutzt lassen, brauchen sie doch jeden nur möglichen Quadratmeter Lagerfläche. So begründete Baubürgermeister Christian Kuhlmann, die Änderung von Bebauungsplan und Bauvorschriften für das Gebiet „Haken-Tiefenwiesen Teil 1“, der der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung – mit Ausnahme der Grünen – zustimmte.

Vorgesehen sind unter anderem folgende Änderungen:

Die Südzufahrt, die ursprünglich als öffentliche Erschließungsstraße vorgesehen war, wird zu einer Privatstraße. Dies sei, so Kuhlmann, zur Sicherung der betrieblichen Belange nötig. „Die Betriebe befürchten Spionage und Störungen.“ Anlieger erhalten jedoch ein Geh- und Fahrrecht.

Die Veränderung eines Leitungsverlaufs der EnBW wird festgehalten, so dass zusätzliche Lagerflächen ausgewiesen werden können.

Bisher private Grünflächen zwischen Riss und den Produktionshallen werden ebenfalls zu Lagerflächen.

Auf der Nordseite des Gebiets sollen „aufgrund von betrieblichen Zwängen“ doch keine Laubbäume und Hecken gepflanzt werden.

Für diese Änderungen sind weitere ökologische Ausgleichsmaßnahmen nötig. Sie waren eigentlich, so Stadtplanungsamtsleiterin Carola Christ, im zweiten Teil des Baugebiets geplant. Doch auch hier wird aufgrund des Bedarfs der Firmen der Platz knapp. „Wir werden einen geeigneten Ausgleich suchen“, so Kuhlmann.

Zuvor hatte der Baubürgermeister die bereits realisierten Ausgleichsmaßnahmen vorgestellt – samt selbstgeschossener Luftfotos: So ist im Bereich des Bebauungsplans beim Baggersee eine Flachwasserzone entstanden und die Böschung angepasst worden. Weiter südlich Ummendorfer Ried wurde die Riss renaturiert und schlängelt sich jetzt wieder durch die Landschaft.

In der kommenden Gemeinderatssitzung am Montag kommen die Pläne noch einmal auf den Tisch. Dann folgt die öffentliche Auslegung. Hier haben Bürger und Behörden – nach der bereits stattgefundenen Bürgerbeteiligung und der Anhörung der Träger öffentlicher Belange – nun letztmals die Gelegenheit, Bedenken und Anregungen vorzutragen.

(Erschienen: 19.01.2010 15:50)

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