Stadtnachrichten Biberach
Bio: Besucher interessieren sich vor allem fürs Essen

Beim Ökodorf hat sich am Freitag die grüne und ökologisch denkende Szene der Gegend getroffen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat es organisiert und stellt sich in einem zentralen Stand in der Mitte des Marktplatzes vor. Auch Ökobauern aus der Region sind da, der Weltladen, drei Windkraftanbieter. Es gibt Öko-Eis, -Käse und -Kartoffeln, fair hergestellte Körbe, Bürsten und Dekoartikel. Zu dem Markt mit seinen 42 Ständen sind viele Besucher gekommen. Dort, wo man Essen kaufen kann, ist der Andrang am größten – und bei den Schweinen.
Die Ferkel büchsen aus
Schwäbisch-Hällische Landschweine sind im Gehege hinter dem BUND-Stand. Die Muttersau Berta liegt da, um sie herum springen Ferkel. An den Zaun drängen sich Kinder, schauen die Schweine an. Die Schweine schauen zurück. Ab und an schlüpft eins der lebhaften, schmalen Tiere durch den Zaun. Die Kinder weichen zurück. Dann läuft Valentin Mader los. Er ist eigentlich BUND-Mitglied, mimt aber beim Ökodorf den Schweinehirten. Er fängt die Schweinchen ein und setzt sie zurück ins Gehege. „Viele staunen, wie groß die Sau ist“, erzählt Mader. „Und einige Leute fragen auch gleich, ob man das Fleisch kaufen kann.“
Man kann. 3,50 Euro kostet ein Kilogramm am Stand von Josef Weber. Der Biobauer aus Mettenberg hat die Tiere mitgebracht. „Bei uns bleiben die Ferkel neun bis zehn Wochen bei der Mutter“, sagt er. Das ist fast drei Mal so lange wie in der konventionellen Landwirtschaft. Außerdem haben die Tiere Auslauf, bekommen anderes Futter. Das Fleisch ist etwa doppelt so teuer wie das aus der konventionellen Landwirtschaft. Deren geringe Preise hält Weber für unwürdig. „Wir kurbeln damit unseren enormen Fleischkonsum an, das ist unverantwortlich.“ Viele Kunden lassen sich an seinem Stand erklären, wieso er mehr für ein Kilo nimmt, was anders ist an der Biolandwirtschaft. Allerdings sind die meisten Kunden gut informiert und schon vor dem Besuch auf dem Markt begeistert von ökologischer Landwirtschaft.
Etwas später steht auch am Stand von Bruno Diebold jemand. Das ÖDP-Mitglied kann zwar nicht den gleichen Andrang verzeichnen wie die Landwirte. Doch er wirkt trotz der geringeren Besucherzahl zufrieden. Genau wie bei Wahlen: Die Partei bekommt nur wenig Stimmen, zwei Prozent, wenn es gut läuft. Noch nie ist sie in ein Parlament eingezogen, viele Wähler halten die Stimme so für verschenkt. „Das ist sie aber nicht“, meint Diebold. „Schließlich weist das Ergebnis auf einen Trend hin.“
(Erschienen: 16.09.2011 20:20)

Beim Ökodorf hat sich am Freitag die grüne und ökologisch denkende Szene der Gegend getroffen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat es organisiert und stellt sich in einem zentralen Stand in der Mitte des Marktplatzes vor. Auch Ökobauern aus der Region sind da, der Weltladen, drei Windkraftanbieter. Es gibt Öko-Eis, -Käse und -Kartoffeln, fair hergestellte Körbe, Bürsten und Dekoartikel. Zu dem Markt mit seinen 42 Ständen sind viele Besucher gekommen. Dort, wo man Essen kaufen kann, ist der Andrang am größten – und bei den Schweinen.
Die Ferkel büchsen aus
Schwäbisch-Hällische Landschweine sind im Gehege hinter dem BUND-Stand. Die Muttersau Berta liegt da, um sie herum springen Ferkel. An den Zaun drängen sich Kinder, schauen die Schweine an. Die Schweine schauen zurück. Ab und an schlüpft eins der lebhaften, schmalen Tiere durch den Zaun. Die Kinder weichen zurück. Dann läuft Valentin Mader los. Er ist eigentlich BUND-Mitglied, mimt aber beim Ökodorf den Schweinehirten. Er fängt die Schweinchen ein und setzt sie zurück ins Gehege. „Viele staunen, wie groß die Sau ist“, erzählt Mader. „Und einige Leute fragen auch gleich, ob man das Fleisch kaufen kann.“
Man kann. 3,50 Euro kostet ein Kilogramm am Stand von Josef Weber. Der Biobauer aus Mettenberg hat die Tiere mitgebracht. „Bei uns bleiben die Ferkel neun bis zehn Wochen bei der Mutter“, sagt er. Das ist fast drei Mal so lange wie in der konventionellen Landwirtschaft. Außerdem haben die Tiere Auslauf, bekommen anderes Futter. Das Fleisch ist etwa doppelt so teuer wie das aus der konventionellen Landwirtschaft. Deren geringe Preise hält Weber für unwürdig. „Wir kurbeln damit unseren enormen Fleischkonsum an, das ist unverantwortlich.“ Viele Kunden lassen sich an seinem Stand erklären, wieso er mehr für ein Kilo nimmt, was anders ist an der Biolandwirtschaft. Allerdings sind die meisten Kunden gut informiert und schon vor dem Besuch auf dem Markt begeistert von ökologischer Landwirtschaft.
Etwas später steht auch am Stand von Bruno Diebold jemand. Das ÖDP-Mitglied kann zwar nicht den gleichen Andrang verzeichnen wie die Landwirte. Doch er wirkt trotz der geringeren Besucherzahl zufrieden. Genau wie bei Wahlen: Die Partei bekommt nur wenig Stimmen, zwei Prozent, wenn es gut läuft. Noch nie ist sie in ein Parlament eingezogen, viele Wähler halten die Stimme so für verschenkt. „Das ist sie aber nicht“, meint Diebold. „Schließlich weist das Ergebnis auf einen Trend hin.“
(Erschienen: 16.09.2011 20:20)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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