Stadtnachrichten Biberach
Biberach feiert 100 Jahre Kinogeschichte
„So etwas gab es in jener Zeit in Berlin, Düsseldorf oder Hamburg, aber nicht in Städten der Größenordnung Biberachs“, sagt Dr. Jörg Riedlbauer, Kulturdezernent der Stadt Biberach. Für bewegte Bilder, die damals eher einer Jahrmarktattraktion gleich kamen, einen ganzen Saal einzurichten, sei mutig und etwas Besonderes gewesen. „Aber es passt in die kulturelle Tradition Biberachs“, findet Riedlbauer.
Es sei deshalb keine Frage gewesen, dass dieses Jubiläum in Biberach 2012 gebührend gefeiert werden müsse. Dafür ziehen städtische Einrichtungen wie Kulturamt, Museum, Bücherei, Stadtmarketing und Volkshochschule (VHS) sowie freie Kulturträger wie das Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg, das Kino „Traumpalast“, der Förderverein der Biberacher Filmfestspiele, der Stadtseniorenrat, der Musikverein und die Schützendirektion an einem Strang.
Eine zentrale Rolle nimmt Adrian Kutter als Leiter des Film- und Kinomuseums sowie Intendant der Filmfestspiele ein. Ergebnis dieses geballten Zusammenwirkens ist eine Veranstaltungsreihe, die sich dem Thema Film und Kino auf ganz unterschiedliche Weisen nähern.
Ein Höhepunkt dabei ist sicherlich die Filmreihe der VHS „Die Frühzeit von Film und Kino“, in der neben Filmbeispielen auch ausführliche Erläuterungen gegeben werden. Der Musikverein gibt am 8. Juli ein Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz, bei dem Klassiker der Filmmusik zu hören sein werden. Die Heimatstunde des Schützenfests steht am 15. Juli unter dem Motto „Sterne über Biberach“ und wird auf unterhaltsame und lehrreiche Weise auf die Kinogeschichte in der Stadt zurückblicken. Lindenstraßen-Produzent Hans W. Geißendörfer wird beim Kino-Open-Air im Spitalhof am 26. Juli seinen Ehrenbiber erhalten, den er aus gesundheitlichen Gründen bei den Filmfestspielen 2011 nicht entgegen nehmen konnte.
Spezielle Film-Stadtführung
Eingebunden in das Jubiläumsprogramm sind in diesem Jahr auch die 34. Biberacher Filmfestspiele, die vom 31. Oktober bis 4. November wieder viele deutsche Filmschaffende an die Riß führen werden. Am Schlusstag der Festspiele gibt es auch eine spezielle Stadtführung mit Wolfgang Schmitt, die zu den Anfängen des Filmtheaters in Biberach führt.
Einige Tage davor, am 27. Oktober, wird im Museum bereits die Sonderausstellung „Kino, Kino – 100 Jahre Film in Biberach“ eröffnet, die bis Februar 2013 dauern wird.
Ende November treffen Vertreter der Biberacher Partnerstädte zu einem Symposium, das sich mit Kino und Film in den einzelnen Städten befasst.
Einen krönenden Schlusspunkt, auf den sich Kulturdezernent Riedlbauer als passionierter Musiker bereits freut, ist die Aufführung des Stummfilms „Im Kampf mit dem Berge“ (1921) am 1. Dezember in der Stadthalle. Ein 14-köpfiges Orchester wird dazu die Filmmusik von Paul Hindemith spielen – eine der ersten Originalkompositionen für den Film überhaupt.
(Erschienen: 15.01.2012 19:10)
„So etwas gab es in jener Zeit in Berlin, Düsseldorf oder Hamburg, aber nicht in Städten der Größenordnung Biberachs“, sagt Dr. Jörg Riedlbauer, Kulturdezernent der Stadt Biberach. Für bewegte Bilder, die damals eher einer Jahrmarktattraktion gleich kamen, einen ganzen Saal einzurichten, sei mutig und etwas Besonderes gewesen. „Aber es passt in die kulturelle Tradition Biberachs“, findet Riedlbauer.
Es sei deshalb keine Frage gewesen, dass dieses Jubiläum in Biberach 2012 gebührend gefeiert werden müsse. Dafür ziehen städtische Einrichtungen wie Kulturamt, Museum, Bücherei, Stadtmarketing und Volkshochschule (VHS) sowie freie Kulturträger wie das Film- und Kinomuseum Baden-Württemberg, das Kino „Traumpalast“, der Förderverein der Biberacher Filmfestspiele, der Stadtseniorenrat, der Musikverein und die Schützendirektion an einem Strang.
Eine zentrale Rolle nimmt Adrian Kutter als Leiter des Film- und Kinomuseums sowie Intendant der Filmfestspiele ein. Ergebnis dieses geballten Zusammenwirkens ist eine Veranstaltungsreihe, die sich dem Thema Film und Kino auf ganz unterschiedliche Weisen nähern.
Ein Höhepunkt dabei ist sicherlich die Filmreihe der VHS „Die Frühzeit von Film und Kino“, in der neben Filmbeispielen auch ausführliche Erläuterungen gegeben werden. Der Musikverein gibt am 8. Juli ein Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz, bei dem Klassiker der Filmmusik zu hören sein werden. Die Heimatstunde des Schützenfests steht am 15. Juli unter dem Motto „Sterne über Biberach“ und wird auf unterhaltsame und lehrreiche Weise auf die Kinogeschichte in der Stadt zurückblicken. Lindenstraßen-Produzent Hans W. Geißendörfer wird beim Kino-Open-Air im Spitalhof am 26. Juli seinen Ehrenbiber erhalten, den er aus gesundheitlichen Gründen bei den Filmfestspielen 2011 nicht entgegen nehmen konnte.
Spezielle Film-Stadtführung
Eingebunden in das Jubiläumsprogramm sind in diesem Jahr auch die 34. Biberacher Filmfestspiele, die vom 31. Oktober bis 4. November wieder viele deutsche Filmschaffende an die Riß führen werden. Am Schlusstag der Festspiele gibt es auch eine spezielle Stadtführung mit Wolfgang Schmitt, die zu den Anfängen des Filmtheaters in Biberach führt.
Einige Tage davor, am 27. Oktober, wird im Museum bereits die Sonderausstellung „Kino, Kino – 100 Jahre Film in Biberach“ eröffnet, die bis Februar 2013 dauern wird.
Ende November treffen Vertreter der Biberacher Partnerstädte zu einem Symposium, das sich mit Kino und Film in den einzelnen Städten befasst.
Einen krönenden Schlusspunkt, auf den sich Kulturdezernent Riedlbauer als passionierter Musiker bereits freut, ist die Aufführung des Stummfilms „Im Kampf mit dem Berge“ (1921) am 1. Dezember in der Stadthalle. Ein 14-köpfiges Orchester wird dazu die Filmmusik von Paul Hindemith spielen – eine der ersten Originalkompositionen für den Film überhaupt.
(Erschienen: 15.01.2012 19:10)

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