Rund um Biberach
Schüler schwätzen schwäbisch
Ohne langes Zögern startet der Mundartkurs auf Schwäbisch in der Sophie-La-Roche-Schule in Warthausen, und der schwäbische Schüler, der in Wulz‘ Geschichte alles etwas zu entspannt sieht, ist mit Verspätung in die Schule „neigsaud“, ist die Treppe „nuffgloffe“, hat sich „neighoggd“, ist im Unterricht prompt „aigschlofe“, vom Lehrer „gweggd worde und hat nix gwissd“, ist dafür „verseggeld worde“, hat sich aber „nix draus gmachd“, hat „eipaggd“ und ist „hoimgange“.
Der Mundartkurs scheint doch nicht so schwer wie erwartet zu werden, aber die unterschiedlichen Färbungen der schwäbischen Mundart, die Wulz dann auspackt, haben es in sich. Als Zugezogener aus dem Norden gibt man spätestens beim Heidenheimer Dialekt auf.
Den Kindern bereitet das keine Probleme. Sie haben Spaß, verstehen alles, können die breit g‘schwätzte Heidenheimer Geschichte über die „Knöpfleswäscher“ ins Hochdeutsche übersetzen, obwohl alle beteuern, dass sie in der Familie nur Hochdeutsch sprechen. Schwäbisch, das würden sie zu Hause nicht sprechen. Trotzdem beherrschen sie es. Tilmann (9) zuckt die Schultern. „Ich kann es eben“, sagt er schlicht. Ähnlich ist es bei Charlotte und den Freundinnen Leonie und Leonie. „Wir verstehen das, weil wir in der Schule Blätter über das Schwäbische ausgeteilt bekommen“, erklärt eine der beiden Leonies großzügig.
Damit die Mundart nicht vergessen wird, besucht Wolfgang Wulz vom Arbeitskreis „Mundart in der Schule“ Schulen in der Region. Seine farbige Landkarte zeigt, wo Schwäbisch gesprochen wird, wo Alemannisch und wo Fränkisch. Es gibt noch Abstufungen, so wie Süd-Mittelschwäbisch, das in Biberach gesprochen wird. In den Abstufungen wird die „Kardoffel“ auch schon mal zu „Erdapfel“, „E(r)biira“, „Erdnuss“ oder in Biberach zur „Grumbiira“.
(Erschienen: 10.10.2011 12:50)
Ohne langes Zögern startet der Mundartkurs auf Schwäbisch in der Sophie-La-Roche-Schule in Warthausen, und der schwäbische Schüler, der in Wulz‘ Geschichte alles etwas zu entspannt sieht, ist mit Verspätung in die Schule „neigsaud“, ist die Treppe „nuffgloffe“, hat sich „neighoggd“, ist im Unterricht prompt „aigschlofe“, vom Lehrer „gweggd worde und hat nix gwissd“, ist dafür „verseggeld worde“, hat sich aber „nix draus gmachd“, hat „eipaggd“ und ist „hoimgange“.
Der Mundartkurs scheint doch nicht so schwer wie erwartet zu werden, aber die unterschiedlichen Färbungen der schwäbischen Mundart, die Wulz dann auspackt, haben es in sich. Als Zugezogener aus dem Norden gibt man spätestens beim Heidenheimer Dialekt auf.
Den Kindern bereitet das keine Probleme. Sie haben Spaß, verstehen alles, können die breit g‘schwätzte Heidenheimer Geschichte über die „Knöpfleswäscher“ ins Hochdeutsche übersetzen, obwohl alle beteuern, dass sie in der Familie nur Hochdeutsch sprechen. Schwäbisch, das würden sie zu Hause nicht sprechen. Trotzdem beherrschen sie es. Tilmann (9) zuckt die Schultern. „Ich kann es eben“, sagt er schlicht. Ähnlich ist es bei Charlotte und den Freundinnen Leonie und Leonie. „Wir verstehen das, weil wir in der Schule Blätter über das Schwäbische ausgeteilt bekommen“, erklärt eine der beiden Leonies großzügig.
Damit die Mundart nicht vergessen wird, besucht Wolfgang Wulz vom Arbeitskreis „Mundart in der Schule“ Schulen in der Region. Seine farbige Landkarte zeigt, wo Schwäbisch gesprochen wird, wo Alemannisch und wo Fränkisch. Es gibt noch Abstufungen, so wie Süd-Mittelschwäbisch, das in Biberach gesprochen wird. In den Abstufungen wird die „Kardoffel“ auch schon mal zu „Erdapfel“, „E(r)biira“, „Erdnuss“ oder in Biberach zur „Grumbiira“.
(Erschienen: 10.10.2011 12:50)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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