Rund um Biberach
Markus Riethe informiert Attenweiler Räte und Bürger
Das Wichtigste zuerst, dachte sich wohl Markus Riethe und sagte, Widerspruch der Bürger sei eigentlich nicht möglich. Auch könne die Gemeinde keine Sperrflächen ausweisen, sogar Naturschutzgebiete seien grundsätzlich mögliche Standorte für Windenergieanlagen. Nur das umgekehrte Verfahren sei zulässig: Die Gemeinde schlägt in einer Positivliste Gebiete vor, die dann berücksichtigt werden müssen. So kann sie sich zum Beispiel davor schützen, dass Anlagen, wie konkret in dieser Region, die freie Sicht zum „Heiligen Berg Oberschwabens“, dem Bussen versperren.
Ein zentrales Thema der Sitzung war die Sinnhaftigkeit dieser Form der Energiegewinnung. Gibt es in der Region überhaupt genug Wind? Wie ist die Kosten-/Nutzenrechnung, die Rendite? Gibt es konkrete Planungen und dafür auch Investoren?
Die Antworten waren eher ernüchternd. Die vier großen Energieunternehmen werden hier nicht investieren, da die Rendite für diese Großunternehmen nicht ausreichend sei, hieß es. Private Investoren werden auch nicht leicht zu finden sein, weil hier wenige Flächen der Kategorie 2 zu finden seien, und erst hier lohne es sich eigentlich.
Aber das Thema Rendite sei hier nur nachrangig zu beachten, da eine politische Entscheidung gefällt wurde, die umgesetzt werden müsse.
Man arbeite jetzt auch mit neuen Modellen (Windprognosen), die vom TÜV kämen und weitaus besser als die vorherigen vom Deutschen Wetterdienst seien. Aber nach einer ersten Planung müssten auf jeden Fall noch konkrete Messungen stattfinden, ob an den geplanten Flächen die prognostizierten Werte überhaupt erreicht werden.
Der Gemeinderat monierte, dass das Floriansprinzip zum Tragen käme, in dem alle größeren Gemeinden alles in den Norden verlegen würden und hier etwa Attenweiler darunter leiden müsse. Aber im Sinne einer Planungssicherheit für die Bürger und die Ortsentwicklung entschied man sich mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung, die Bürgermeisterin damit zu beauftragen, in der Verwaltungsgemeinschaft gemeinsam mit anderen Gemeinden an einer Positivliste zu arbeiten.
(Erschienen: 02.02.2012 19:30)
Das Wichtigste zuerst, dachte sich wohl Markus Riethe und sagte, Widerspruch der Bürger sei eigentlich nicht möglich. Auch könne die Gemeinde keine Sperrflächen ausweisen, sogar Naturschutzgebiete seien grundsätzlich mögliche Standorte für Windenergieanlagen. Nur das umgekehrte Verfahren sei zulässig: Die Gemeinde schlägt in einer Positivliste Gebiete vor, die dann berücksichtigt werden müssen. So kann sie sich zum Beispiel davor schützen, dass Anlagen, wie konkret in dieser Region, die freie Sicht zum „Heiligen Berg Oberschwabens“, dem Bussen versperren.
Ein zentrales Thema der Sitzung war die Sinnhaftigkeit dieser Form der Energiegewinnung. Gibt es in der Region überhaupt genug Wind? Wie ist die Kosten-/Nutzenrechnung, die Rendite? Gibt es konkrete Planungen und dafür auch Investoren?
Die Antworten waren eher ernüchternd. Die vier großen Energieunternehmen werden hier nicht investieren, da die Rendite für diese Großunternehmen nicht ausreichend sei, hieß es. Private Investoren werden auch nicht leicht zu finden sein, weil hier wenige Flächen der Kategorie 2 zu finden seien, und erst hier lohne es sich eigentlich.
Aber das Thema Rendite sei hier nur nachrangig zu beachten, da eine politische Entscheidung gefällt wurde, die umgesetzt werden müsse.
Man arbeite jetzt auch mit neuen Modellen (Windprognosen), die vom TÜV kämen und weitaus besser als die vorherigen vom Deutschen Wetterdienst seien. Aber nach einer ersten Planung müssten auf jeden Fall noch konkrete Messungen stattfinden, ob an den geplanten Flächen die prognostizierten Werte überhaupt erreicht werden.
Der Gemeinderat monierte, dass das Floriansprinzip zum Tragen käme, in dem alle größeren Gemeinden alles in den Norden verlegen würden und hier etwa Attenweiler darunter leiden müsse. Aber im Sinne einer Planungssicherheit für die Bürger und die Ortsentwicklung entschied man sich mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung, die Bürgermeisterin damit zu beauftragen, in der Verwaltungsgemeinschaft gemeinsam mit anderen Gemeinden an einer Positivliste zu arbeiten.
(Erschienen: 02.02.2012 19:30)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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