Rund um Biberach
Männer nehmen sich häufiger das Leben

Von unserem Redakteur Axel Grehl
2009 war das Jahr prominenter Selbsttötungen: Der Pharma-Unternehmer Adolf Merckle nahm sich am 5. Januar das Leben, Fußball-Nationaltorwart Robert Enke beendete sein Leben am 10. November. Nachdem im Jahr 2008 mit 1308 Fällen der bislang niedrigste Stand an Selbsttötungen in Baden-Württemberg verzeichnet wurde, stieg die Zahl der Menschen, die ihrem Leben selbst ein Ende setzten, wieder an.
Mehr Männer als Frauen
Drei Viertel dieser Selbsttötungen (1063 Fälle) entfielen auf Männer, die traditionell mit Abstand die meisten dieser Sterbefälle verursachen. Auf sie allein ist auch der Anstieg der Selbsttötungen zurückzuführen, während bei den Frauen ein geringer Rückgang zu beobachten war. Von den 25 Suizidfällen aus dem Biberacher Landkreis waren 19 Männer und sechs Frauen. Demnach sank die Zahl der Selbsttötungen im Landkreis. 2008 waren es noch 29 Suizide.
Allerdings waren es 2007 beispielsweise 17 Selbsttötungen, 2006 waren es 26. Mit den aktuellen Zahlen liegt die Selbstmordrate im Landkreis in etwa im Landesdurchschnitt.
Von den 1409 Selbsttötungen im Land wurde in 567 aller Fälle als Todesart Erhängen oder Ersticken angegeben, 181 entfielen auf Vergiftungen mit festen und flüssigen Stoffen. Mit 178 stürzten sich nahezu ebenso viele Menschen in den Tod. 153 warfen sich vor ein Fahrzeug und 125 brachten sich mit einer Feuerwaffe oder mit Explosivstoffen um.
Biberach im Durchschnitt
Beim Blick über die Kreisgrenzen fällt auf, dass die Bewohner des Landkreises nicht auffällig häufig lebensmüde sind. So liegt die Zahl der Selbsttötungen in den Kreisen Ravensburg (53) und Sigmaringen (28) absolut und prozentual höher als in Biberach. Im Alb-Donau-Kreis gab es 2009 dagegen nur 15 Suizide.
Seit Gründung des Landes Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Selbsttötungen permanent verändert. Nahmen sich 1950 1197 Baden-Württemberger das Leben, waren es zwischenzeitlich 1981. Das war im Jahr 1985. Seit dem Jahr 2000 blieb die Zahl derer, die keinen anderen Ausweg als den Freitod für sich sahen, konstant unter 1500 im Jahr. Experten machen psychische Krankheiten als Hauptgrund für Suizid aus.
(Erschienen: 07.09.2010 20:25)

Von unserem Redakteur Axel Grehl
2009 war das Jahr prominenter Selbsttötungen: Der Pharma-Unternehmer Adolf Merckle nahm sich am 5. Januar das Leben, Fußball-Nationaltorwart Robert Enke beendete sein Leben am 10. November. Nachdem im Jahr 2008 mit 1308 Fällen der bislang niedrigste Stand an Selbsttötungen in Baden-Württemberg verzeichnet wurde, stieg die Zahl der Menschen, die ihrem Leben selbst ein Ende setzten, wieder an.
Mehr Männer als Frauen
Drei Viertel dieser Selbsttötungen (1063 Fälle) entfielen auf Männer, die traditionell mit Abstand die meisten dieser Sterbefälle verursachen. Auf sie allein ist auch der Anstieg der Selbsttötungen zurückzuführen, während bei den Frauen ein geringer Rückgang zu beobachten war. Von den 25 Suizidfällen aus dem Biberacher Landkreis waren 19 Männer und sechs Frauen. Demnach sank die Zahl der Selbsttötungen im Landkreis. 2008 waren es noch 29 Suizide.
Allerdings waren es 2007 beispielsweise 17 Selbsttötungen, 2006 waren es 26. Mit den aktuellen Zahlen liegt die Selbstmordrate im Landkreis in etwa im Landesdurchschnitt.
Von den 1409 Selbsttötungen im Land wurde in 567 aller Fälle als Todesart Erhängen oder Ersticken angegeben, 181 entfielen auf Vergiftungen mit festen und flüssigen Stoffen. Mit 178 stürzten sich nahezu ebenso viele Menschen in den Tod. 153 warfen sich vor ein Fahrzeug und 125 brachten sich mit einer Feuerwaffe oder mit Explosivstoffen um.
Biberach im Durchschnitt
Beim Blick über die Kreisgrenzen fällt auf, dass die Bewohner des Landkreises nicht auffällig häufig lebensmüde sind. So liegt die Zahl der Selbsttötungen in den Kreisen Ravensburg (53) und Sigmaringen (28) absolut und prozentual höher als in Biberach. Im Alb-Donau-Kreis gab es 2009 dagegen nur 15 Suizide.
Seit Gründung des Landes Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Selbsttötungen permanent verändert. Nahmen sich 1950 1197 Baden-Württemberger das Leben, waren es zwischenzeitlich 1981. Das war im Jahr 1985. Seit dem Jahr 2000 blieb die Zahl derer, die keinen anderen Ausweg als den Freitod für sich sahen, konstant unter 1500 im Jahr. Experten machen psychische Krankheiten als Hauptgrund für Suizid aus.
(Erschienen: 07.09.2010 20:25)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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