Rund um Biberach
In der Vitrine lebtder Alltag von früher auf
In jener Vitrine befinden sich Gegenstände des damaligen Alltags. Durch die Glasscheiben zu sehen sind unter anderem eine Nudelmaschine, ein Waschbrett, eine Kaffeemühle und ein Schuhlöffel. Der fünfjährige Till weiß Bescheid: „Das ist eine Kamera“, sagt er und hält einen antik anmutenden Kodak-Fotoapparat in einem Lederetui hoch. „Und das ist ein Eierschneider“, stellt er fachmännisch fest, als Luna (4) das Exemplar mit den Drähten aus dem Schrank nimmt. Luna hat sich schon einmal den Schuhlöffel ausgeliehen, um ihn zusammen mit ihren Eltern zu Hause kennen zu lernen, berichtet Erzieherin Sandra Heinzelmann. Und das sei auch genau der Sinn der Weltwissen-Vitrine: Kinder und Eltern suchen sich einige Male im Jahr einen Gegenstand aus, nehmen ihn ein paar Tage mit und untersuchen ihn gemeinsam. Die Kommunikation zwischen Eltern und Kind wird so angeregt. „Außerdem lernen die Kinder Alltagsgegenstände kennen, mit denen ihre Eltern oder Großeltern gearbeitet haben, aber die heute gar nicht mehr bekannt sind.“ Der Renner sei das Telefon mit Wählscheibe. Gerade ist es mal wieder ausgeliehen von einer Familie.
Was in der Vitrine gesammelt wird, sind keine besonderen Dinge. Wenn auch manche davon durchaus wertvoll seien, wie die Kaffeemühle aus Porzellan, wie Kinderhausleiterin Sabine Merk erklärt. Manche Dinge seien auch ein bisschen unpraktisch, weil unheimlich schwer, wie das gusseiserne Bügeleisen. Sie freut sich jedoch, dass sich die Eltern rege beteiligen an dem Projekt. Kürzlich stellten die Erzieherinnen den Eltern die Vitrine beim Elternabend vor. „Seitdem werden es immer mehr Gegenstände, die von zu Hause mitgebracht und uns zur Verfügung gestellt werden“, so Merk.
Die Weltwissen-Vitrine ist ein Projekt, das es in vielen Bildungshäusern Baden-Württembergs gibt. Daher kamen die Mittelbiberacher auf die Idee und bewarben sich damit bei der Adventskalenderaktion. Dass die Alltagsgegenstände in einer Vitrine liegen, hat auch seinen Zweck, sagt Sandra Heinzelmann: „Hinter dem Glas werden die Dinge sozusagen zelebriert und erregen Aufmerksamkeit. Wenn sie zu Hause in der Küche stehen, laufen die Kinder einfach daran vorbei.“ Sie bezeichnet die Vitrine auch als „Bibliothek der Dinge“, die den Wortschatz der Kinder erweitern und sie auf einer Entdeckungsreise mitnehmen soll.
(Erschienen: 28.12.2011 21:55)
In jener Vitrine befinden sich Gegenstände des damaligen Alltags. Durch die Glasscheiben zu sehen sind unter anderem eine Nudelmaschine, ein Waschbrett, eine Kaffeemühle und ein Schuhlöffel. Der fünfjährige Till weiß Bescheid: „Das ist eine Kamera“, sagt er und hält einen antik anmutenden Kodak-Fotoapparat in einem Lederetui hoch. „Und das ist ein Eierschneider“, stellt er fachmännisch fest, als Luna (4) das Exemplar mit den Drähten aus dem Schrank nimmt. Luna hat sich schon einmal den Schuhlöffel ausgeliehen, um ihn zusammen mit ihren Eltern zu Hause kennen zu lernen, berichtet Erzieherin Sandra Heinzelmann. Und das sei auch genau der Sinn der Weltwissen-Vitrine: Kinder und Eltern suchen sich einige Male im Jahr einen Gegenstand aus, nehmen ihn ein paar Tage mit und untersuchen ihn gemeinsam. Die Kommunikation zwischen Eltern und Kind wird so angeregt. „Außerdem lernen die Kinder Alltagsgegenstände kennen, mit denen ihre Eltern oder Großeltern gearbeitet haben, aber die heute gar nicht mehr bekannt sind.“ Der Renner sei das Telefon mit Wählscheibe. Gerade ist es mal wieder ausgeliehen von einer Familie.
Was in der Vitrine gesammelt wird, sind keine besonderen Dinge. Wenn auch manche davon durchaus wertvoll seien, wie die Kaffeemühle aus Porzellan, wie Kinderhausleiterin Sabine Merk erklärt. Manche Dinge seien auch ein bisschen unpraktisch, weil unheimlich schwer, wie das gusseiserne Bügeleisen. Sie freut sich jedoch, dass sich die Eltern rege beteiligen an dem Projekt. Kürzlich stellten die Erzieherinnen den Eltern die Vitrine beim Elternabend vor. „Seitdem werden es immer mehr Gegenstände, die von zu Hause mitgebracht und uns zur Verfügung gestellt werden“, so Merk.
Die Weltwissen-Vitrine ist ein Projekt, das es in vielen Bildungshäusern Baden-Württembergs gibt. Daher kamen die Mittelbiberacher auf die Idee und bewarben sich damit bei der Adventskalenderaktion. Dass die Alltagsgegenstände in einer Vitrine liegen, hat auch seinen Zweck, sagt Sandra Heinzelmann: „Hinter dem Glas werden die Dinge sozusagen zelebriert und erregen Aufmerksamkeit. Wenn sie zu Hause in der Küche stehen, laufen die Kinder einfach daran vorbei.“ Sie bezeichnet die Vitrine auch als „Bibliothek der Dinge“, die den Wortschatz der Kinder erweitern und sie auf einer Entdeckungsreise mitnehmen soll.
(Erschienen: 28.12.2011 21:55)

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Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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