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Rund um Biberach

Gemeinschaftsschule kann vielleicht schon früher starten

Schemmerhofen / hel Möglicherweise könnte eine Gemeinschaftsschule in Schemmerhofen früher an den Start gehen als bisher gedacht. „Wir arbeiten fest an einem Konzept“, sagte Bürgermeister Eugen Engler am Montag auf Nachfrage der SZ. Die Schulkonferenz aus Lehrern und Eltern habe bereits zugestimmt. „Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Gemeinderats“, so Engler.

Wenn diese vorliegt, das Konzept fertig ist und noch ein Antrag als Starterschule eingereicht werden kann, könnte die Mühlbachschule mit zu den Modellschulen gehören und als eine der ersten im September als Gemeinschaftsschule an den Start gehen. Engler sagte, er wolle versuchen, die Stabsstelle Gemeinschaftsschule beim Kultusministerium in Stuttgart so schnell wie möglich telefonisch zu erreichen, um den Hut in den Ring zu werfen.

Schemmerhofen sei immer schon gern Modellgemeinde gewesen. „Das ist zwar viel Arbeit, aber man kann die Entwicklung mitgestalten und muss nicht später die Ideen der anderen kopieren.“ Engler hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei dessen Besuch am Freitag in Aßmannshardt darauf angesprochen, ob Schemmerhofen noch eine Möglichkeit habe, mit zu den ersten Schulen zu gehören, die als Gemeinschaftsschule im Herbst starten. Bisher war geplant, dass Schemmerhofen erst im Schuljahr 2013/2014 mit der Gemeinschaftsschule beginnt.

Auch die Schulleitung der Mühlbachschule zeigt Interesse daran, bereits vor 2013 zu den Gemeinschaftsschulen zu gehören. Viele Erfahrungswerte, die in Konzepten für die Gemeinschaftsschule stehen, kann die Schemmerhofer Grund- und Werkrealschule bereits vorweisen: Zum Beispiel wird hier das Thema Inklusion bereits praktiziert, da fünf Inklusionsschüler am Unterricht teilnehmen. Zudem ist die Schule zweizügig, hat Erfahrung mit dem Ganztagsbetrieb und bietet Mittagessen an – „wenn auch in einem zu kleinen Raum, der nur eine Übergangslösung sein kann“, so Rektor Wolfgang Kirschner.

Weitere individuelle Arbeitsweisen: „Wir haben ein Jugendbegleiterprogramm mit Ehrenamtlichen, mit dem wir die Betreuung der Schüler zwischen dem Essen und der Mittagsschule abdecken“, so Kirschner. Zudem gebe es es ein Mentorenprogramm, das heißt, jeder Siebtklässler übernehme eine Patenschaft für einen Erstklässler. Der Standort spreche für eine Gemeinschaftsschule, es gebe an der Werkrealschule auch jetzt schon Schüler mit Gymnasialempfehlung. „Für uns wäre es interessant, zu den Starterschulen zu gehören, wenn wir noch einen Antrag einreichen können“, so Kirschner.

(Erschienen: 30.01.2012 19:40)

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