Biberach Sport
TG Biberach spielt gegen Spitzenreiter auf Augenhöhe
„Hätte mir vor dem Spiel jemand gesagt, ‚Ihr spielt heute gegen Erfurt auf Augenhöhe mit und gewinnt sogar einen Satz‘, hätte ich sofort unterschrieben,“ freute sich Co-Trainer Markus Bertele nach Spielende über die Leistung seiner Damen. Und diese war in der Tat aller Ehren wert. Denn von einem Team, das ob des Verletztenstandes so Bertele „aus dem letzten Loch pfeift“, hatte wohl weder ein Biberacher, und ganz sicher kein Erfurter eine solche Darbietung erwartet. Die TG bewies sich trotz der Ausfälle von Spielführerin Steffi Kögel, Andrea Griesinger, Sarah Kreidler und Bente Heublein in allen Elementen als konkurrenzfähig. Die Lücke im unterbesetzten Mittelblock wurde dabei durch Anja Gensch, die nach langer Pause erst in der Woche zuvor wieder ins Training eingestiegen war, würdig gefüllt. Für alle Fälle hatte Trainer Dirk Lafarre noch vier Nachwuchsspielerinnen aus der dritten Damenmannschaft als Reserve auf die Bank beordert. All diese Umstände aber hinderten die Spielerinnen nicht, als homogene Mannschaft eine Leistung abzuliefern, die man sich schon in den vergangenen Spielen nur hätte wünschen können.
Satz 1: TG überrascht Erfurt
So ganz wussten die Erfurter Damen wohl nicht, wie ihnen da gleich im ersten Satz geschah. Die TG zeigte nicht einen Funken Respekt vor dem Meisterschaftsanwärter und machte bereits in den ersten Ballwechseln klar, dass man nicht zu einem gemütlichen Spaziergang in der Dollingerhalle angetreten war. Schon beim 1:4 gegen sein Team sah sich Erfurts Coach Heiko Herzberg zur ersten Auszeit gezwungen. Danach schmolz der Vorsprung der TG zusammen, dennoch behielt man die Nase noch bis zum 12:12 vorn. Im Folgenden boten dann beide Teams den gut 200 Zuschauern einen packenden Kampf Punkt um Punkt, bevor sich Biberach erneut mit 21:17 absetzen konnte. Jetzt aber bewies Erfurt den Charakter einer Spitzenmannschaft, glich zum 22:22 aus und war bis zum 25:22 Satzgewinn nicht mehr zu stoppen.
Satz 2: Zäher Kampf um jeden Punkt
Dass der erste Durchgang noch kurz vor Ende umgebogen wurde, tat der Spielfreude und dem Engagement der Biberacher Auswahl allerdings keinen Abbruch. Exakt identisch startete der zweite Abschnitt. Führung der TG beim 4:1, Auszeit Erfurt, aber die Gastgeberinnen bleiben unbeirrt, liegen zur ersten regulären Spielunterbrechung mit 8:5, später mit 11:6 in Front. Dann wiederum Erfurt mit einem Zwischenspurt zum 13:13 Ausgleich gefolgt von einem zähen Ringen um jeden Punkt, sehr zur Freude der Anhängerschaft beider Teams. Nach dem 17:16 lässt sich die dann TG nicht mehr halten. Legt auf 22:16 vor und erwehrt sich auch danach aller Abfangversuche aus Erfurt zum 25:22 Satzerfolg.
Satz 3: Einbruch der Leistungskurve
Einen Einbruch in der Leistungskurve erlebten die Gastgeberinnen im dritten Teil der Begegnung, kam Erfurt nun doch besser ins Spiel. Bereits beim 8:4 in Führung liegend baute das SWE Team diese weiter aus, ließ aber die Zügel nach dem 11:4 etwas arg schleifen. Biberach strafte dies umgehend, kämpfte sich unwiderstehlich auf 12:14 heran und hielt auch darüber hinaus noch mit. Nach dem 17:15 aber kamen die Gäste wieder in Fahrt und ließen den Satz mit 25:17 nicht mehr anbrennen.
Satz 4: Ungewohnter Rückstand für SWE
Wie ungewohnt es für eine erfahrene Spitzenmannschaft ist, ständig einem Rückstand hinterher laufen zu müssen, bewies der vierte Satz über weite Strecken. Frenetischer Jubel der Spielerinnen über jeden einzelnen Punkt machte auch die emotionale Lage klar, in der sich der Favorit befand, immerhin war der Gegner „nur“ ein Abstiegskandidat. Zwar durfte sich Erfurt diesmal zunächst über eine 4:1 Führung freuen, diese hatte Biberach aber beim 4:4 trotz Auszeit Herzbergs wieder eingestellt und ging auch mit 8:5 Vorsprung in den ersten technischen Timeout. Eine für den Tabellenführer ungewohnt hohe Fehlerquote verhindert auch im weiteren Verlauf den Ausgleich, und so behauptete sich die TG über 16:12 und 20:15 in Front. Wiederum in der „crunch-time“ aber gelang es den SWE Damen die Eigenfehler entscheidend zu reduzieren, ihre Chancen zu nutzen und beim 22:22 den Ausgleich zu erzwingen. Vermehrt Fehler dafür auf Biberacher Seite des Netzes machten das 25:23 für Erfurt nach dem 100-minütigen Kampf schließlich amtlich.
(Erschienen: 14.03.2010 13:50)
„Hätte mir vor dem Spiel jemand gesagt, ‚Ihr spielt heute gegen Erfurt auf Augenhöhe mit und gewinnt sogar einen Satz‘, hätte ich sofort unterschrieben,“ freute sich Co-Trainer Markus Bertele nach Spielende über die Leistung seiner Damen. Und diese war in der Tat aller Ehren wert. Denn von einem Team, das ob des Verletztenstandes so Bertele „aus dem letzten Loch pfeift“, hatte wohl weder ein Biberacher, und ganz sicher kein Erfurter eine solche Darbietung erwartet. Die TG bewies sich trotz der Ausfälle von Spielführerin Steffi Kögel, Andrea Griesinger, Sarah Kreidler und Bente Heublein in allen Elementen als konkurrenzfähig. Die Lücke im unterbesetzten Mittelblock wurde dabei durch Anja Gensch, die nach langer Pause erst in der Woche zuvor wieder ins Training eingestiegen war, würdig gefüllt. Für alle Fälle hatte Trainer Dirk Lafarre noch vier Nachwuchsspielerinnen aus der dritten Damenmannschaft als Reserve auf die Bank beordert. All diese Umstände aber hinderten die Spielerinnen nicht, als homogene Mannschaft eine Leistung abzuliefern, die man sich schon in den vergangenen Spielen nur hätte wünschen können.
Satz 1: TG überrascht Erfurt
So ganz wussten die Erfurter Damen wohl nicht, wie ihnen da gleich im ersten Satz geschah. Die TG zeigte nicht einen Funken Respekt vor dem Meisterschaftsanwärter und machte bereits in den ersten Ballwechseln klar, dass man nicht zu einem gemütlichen Spaziergang in der Dollingerhalle angetreten war. Schon beim 1:4 gegen sein Team sah sich Erfurts Coach Heiko Herzberg zur ersten Auszeit gezwungen. Danach schmolz der Vorsprung der TG zusammen, dennoch behielt man die Nase noch bis zum 12:12 vorn. Im Folgenden boten dann beide Teams den gut 200 Zuschauern einen packenden Kampf Punkt um Punkt, bevor sich Biberach erneut mit 21:17 absetzen konnte. Jetzt aber bewies Erfurt den Charakter einer Spitzenmannschaft, glich zum 22:22 aus und war bis zum 25:22 Satzgewinn nicht mehr zu stoppen.
Satz 2: Zäher Kampf um jeden Punkt
Dass der erste Durchgang noch kurz vor Ende umgebogen wurde, tat der Spielfreude und dem Engagement der Biberacher Auswahl allerdings keinen Abbruch. Exakt identisch startete der zweite Abschnitt. Führung der TG beim 4:1, Auszeit Erfurt, aber die Gastgeberinnen bleiben unbeirrt, liegen zur ersten regulären Spielunterbrechung mit 8:5, später mit 11:6 in Front. Dann wiederum Erfurt mit einem Zwischenspurt zum 13:13 Ausgleich gefolgt von einem zähen Ringen um jeden Punkt, sehr zur Freude der Anhängerschaft beider Teams. Nach dem 17:16 lässt sich die dann TG nicht mehr halten. Legt auf 22:16 vor und erwehrt sich auch danach aller Abfangversuche aus Erfurt zum 25:22 Satzerfolg.
Satz 3: Einbruch der Leistungskurve
Einen Einbruch in der Leistungskurve erlebten die Gastgeberinnen im dritten Teil der Begegnung, kam Erfurt nun doch besser ins Spiel. Bereits beim 8:4 in Führung liegend baute das SWE Team diese weiter aus, ließ aber die Zügel nach dem 11:4 etwas arg schleifen. Biberach strafte dies umgehend, kämpfte sich unwiderstehlich auf 12:14 heran und hielt auch darüber hinaus noch mit. Nach dem 17:15 aber kamen die Gäste wieder in Fahrt und ließen den Satz mit 25:17 nicht mehr anbrennen.
Satz 4: Ungewohnter Rückstand für SWE
Wie ungewohnt es für eine erfahrene Spitzenmannschaft ist, ständig einem Rückstand hinterher laufen zu müssen, bewies der vierte Satz über weite Strecken. Frenetischer Jubel der Spielerinnen über jeden einzelnen Punkt machte auch die emotionale Lage klar, in der sich der Favorit befand, immerhin war der Gegner „nur“ ein Abstiegskandidat. Zwar durfte sich Erfurt diesmal zunächst über eine 4:1 Führung freuen, diese hatte Biberach aber beim 4:4 trotz Auszeit Herzbergs wieder eingestellt und ging auch mit 8:5 Vorsprung in den ersten technischen Timeout. Eine für den Tabellenführer ungewohnt hohe Fehlerquote verhindert auch im weiteren Verlauf den Ausgleich, und so behauptete sich die TG über 16:12 und 20:15 in Front. Wiederum in der „crunch-time“ aber gelang es den SWE Damen die Eigenfehler entscheidend zu reduzieren, ihre Chancen zu nutzen und beim 22:22 den Ausgleich zu erzwingen. Vermehrt Fehler dafür auf Biberacher Seite des Netzes machten das 25:23 für Erfurt nach dem 100-minütigen Kampf schließlich amtlich.
(Erschienen: 14.03.2010 13:50)

Themendossiers
Die Allgäu-Orient-Rallye ist ein Abenteuer für Autofans. Ohne Navi geht es querfeldein von Oberstaufen im Allgäu bis nach Baku, Aserbaidschan vom 28. April bis zum 15. Mai. Unter den 111 Teams ist auch das Team "Kilometermacher" mit Martina Schiller-Rall und Kilian Rall aus Biberach, Uwe Hartwig aus Baustetten, Rainer Kammerer aus Wain, Frank Vögtle aus Hohenfels und Holger Pfefferle aus Sigmaringen. Exklusiv für die SZ berichtet das Team während seiner Reise von seinen Erlebnissen.
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