Biberach Sport
Schmids Rauch-Zeichen als Wecksignal
Von unserem Redakteur Reiner Schick
Mit welchen Worten Schmid seinem Ärger über die Leistung der Mannschaft tatsächlich Luft gemacht hat, behielt er gestern im SZ-Gespräch für sich. Das in Biberach verbreitete Gerücht, er habe das Handtuch geworfen, kommentierte er vieldeutig: "Wer sagt das? Den Begriff mag ich nicht - das klingt nach Schwanz einziehen. So etwas mache ich nicht. Natürlich hat es geraucht in der Kabine, ich habe den Spielern ein klares Zeichen gesetzt. Letztlich ist es nur der richtigen Reaktion der Mannschaft zu verdanken, dass ich am Freitag gegen Wangen wieder auf der Trainerbank sitze." Die Spieler hätten sich nämlich nach seiner Standpauke einsichtig gezeigt und ihm diese Einsicht teils noch am Abend oder am Tag darauf kundgetan.
Schmid hatte sich von der Partie beim bis dato ebenfalls nicht gerade berauschend spielenden Aufsteiger TSG Ehingen einiges versprochen gehabt, nachdem das Hickhack um die Freigabe der vor Saisonbeginn aus Österreich verpflichteten Spieler (die SZ berichtete) beendet und die Spielberechtigung rechtzeitig vor dem Anpfiff eingetroffen war. "Bis auf Josip Roncevic und Christoph Blum hatten wir alle Mann an Bord. Da war klar, dass wir uns in Ehingen was ausrechnen durften", sagte Rainer Schmid, "aber ich habe in der Mannschaftssitzung darauf hingewiesen, dass es kein Selbstläufer wird." Eben diese Warnung sei schließlich nahezu ungehört verhallt.
"Die Mannschaft hat viel zu sorglos agiert, in der Rückwärtsbewegung waren wir zu pomadig", kritisierte der Trainer. Nach seiner Halbzeit-Ansprache sei es zwar 20 Minuten lang besser geworden und der 3:3-Ausgleich in der Luft gelegen, dann aber sei man wieder in den alten Trott verfallen.
Heute gegen den Spitzenreiter
Rainer Schmid stellte klar: "Ich habe meine Vorstellung vom Fußball, er ist meine Leidenschaft. Etwas Ähnliches erwarte ich auch von den Spielern. Wenn ich merke, dass meine Vorgaben ignoriert werden, dann ziehe ich die Konsequenzen - ob am 3. oder 30. Spieltag." Oder am vierten? Im heutigen Heimspiel gegen den bislang überzeugenden Tabellenführer FC Wangen (Spielbeginn: 19.30 Uhr) droht mit einer Leistung wie in Ehingen jedenfalls eine weitere Schlappe. Wobei Schmid seine Zukunft in Biberach nicht vom Ergebnis abhängig macht. "Ich habe kein Problem mit einer Niederlage, wenn der Gegner entsprechend besser ist - aber man muss sich wehren." Jetzt hofft er, "dass die Mannschaft aufgewacht ist" und gegen die Allgäuer ihre Außenseiterchance sucht: "Auch ein angeschossener Hund kann gefährlich sein."
(Erschienen: 22.08.2003 00:39)
Von unserem Redakteur Reiner Schick
Mit welchen Worten Schmid seinem Ärger über die Leistung der Mannschaft tatsächlich Luft gemacht hat, behielt er gestern im SZ-Gespräch für sich. Das in Biberach verbreitete Gerücht, er habe das Handtuch geworfen, kommentierte er vieldeutig: "Wer sagt das? Den Begriff mag ich nicht - das klingt nach Schwanz einziehen. So etwas mache ich nicht. Natürlich hat es geraucht in der Kabine, ich habe den Spielern ein klares Zeichen gesetzt. Letztlich ist es nur der richtigen Reaktion der Mannschaft zu verdanken, dass ich am Freitag gegen Wangen wieder auf der Trainerbank sitze." Die Spieler hätten sich nämlich nach seiner Standpauke einsichtig gezeigt und ihm diese Einsicht teils noch am Abend oder am Tag darauf kundgetan.
Schmid hatte sich von der Partie beim bis dato ebenfalls nicht gerade berauschend spielenden Aufsteiger TSG Ehingen einiges versprochen gehabt, nachdem das Hickhack um die Freigabe der vor Saisonbeginn aus Österreich verpflichteten Spieler (die SZ berichtete) beendet und die Spielberechtigung rechtzeitig vor dem Anpfiff eingetroffen war. "Bis auf Josip Roncevic und Christoph Blum hatten wir alle Mann an Bord. Da war klar, dass wir uns in Ehingen was ausrechnen durften", sagte Rainer Schmid, "aber ich habe in der Mannschaftssitzung darauf hingewiesen, dass es kein Selbstläufer wird." Eben diese Warnung sei schließlich nahezu ungehört verhallt.
"Die Mannschaft hat viel zu sorglos agiert, in der Rückwärtsbewegung waren wir zu pomadig", kritisierte der Trainer. Nach seiner Halbzeit-Ansprache sei es zwar 20 Minuten lang besser geworden und der 3:3-Ausgleich in der Luft gelegen, dann aber sei man wieder in den alten Trott verfallen.
Heute gegen den Spitzenreiter
Rainer Schmid stellte klar: "Ich habe meine Vorstellung vom Fußball, er ist meine Leidenschaft. Etwas Ähnliches erwarte ich auch von den Spielern. Wenn ich merke, dass meine Vorgaben ignoriert werden, dann ziehe ich die Konsequenzen - ob am 3. oder 30. Spieltag." Oder am vierten? Im heutigen Heimspiel gegen den bislang überzeugenden Tabellenführer FC Wangen (Spielbeginn: 19.30 Uhr) droht mit einer Leistung wie in Ehingen jedenfalls eine weitere Schlappe. Wobei Schmid seine Zukunft in Biberach nicht vom Ergebnis abhängig macht. "Ich habe kein Problem mit einer Niederlage, wenn der Gegner entsprechend besser ist - aber man muss sich wehren." Jetzt hofft er, "dass die Mannschaft aufgewacht ist" und gegen die Allgäuer ihre Außenseiterchance sucht: "Auch ein angeschossener Hund kann gefährlich sein."
(Erschienen: 22.08.2003 00:39)





































