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Oelmayer bleibt Schiedsrichter-Obmann

Von Felix Gaber

Reinstetten Auf dem Fußballfeld sind die Unparteiischen trotz zweier Assistenten an der Außenlinie eher als Einzelkämpfer unterwegs. Als Schiedsrichtergruppe bilden sie jedoch eine geschlossen starke Einheit. Das zeigte sich auf der Hauptversammlung des Bezirks Riss in der mit 140 Referees vollbesetzten Gemeindehalle in Reinstetten. Auf der wählten die Mitglieder Obmann Jochen Oelmayer, der ohne Gegenkandidat war, einstimmig für eine weitere dreijährige Amtszeit. Der 36-Jährige hatte 2009 die Nachfolge von Eugen Schraivogel angetreten, der nach 39 Jahren aufhörte.

Zuvor blickte Oelmayer in einem 40 Seiten starken Tätigkeitsbericht auf seine erste Amtszeit zurück. Die Schiedsrichtergruppe Riss sei schlagkräftig und zeitgemäß aufgestellt, sagte der Untersulmetinger. Einige mittelfristige Ziele sind erreicht worden. Durch vier Neulingskurse stieg die Zahl der Unparteiischen in den vergangenen drei Jahren von 148 Ende 2008 auf derzeit 190. Auch die geografische Verteilung der Referees hat sich entspannt, da neue aus dem Raum Illertal und Ochsenhausen hinzugekommen sind.

Bei der Nachwuchsförderung ist die Schiedsrichtergruppe Riss laut Oelmayer auf dem richtigen Weg. Dies zeigten die Landesliga-Aufstiege von Reinhard Schwarz, Felix Maucher und Jochen Kahle in den vergangenen drei Jahren.

Der Altersdurchschnitt der Neulinge liegt bei 21,6 Jahren. Aktuell sind ein Drittel der Schiedsrichter erst seit drei Jahren im Amt. Problematisch ist laut Oelmayer, dass Unparteiische im Alter zwischen 25 und 40 Jahren fehlen. Ziel der nächsten Neulingskurse müsse daher sein, Teilnehmer in dieser Altersgruppe zu finden, um zu gewährleisten, dass weiterhin alle Spiele mit geprüften Schiedsrichtern besetzt werden können.

42 Vereine im Bezirk stellen zudem ein zu geringes Kontingent. Sechs von Ihnen haben sogar gar keinen Referee in ihren Reihen, sieben nur einen. „Mit diesen Vereinen werden wir in Zukunft reden, um nach Lösungen für die Situation zu suchen“, sagt Oelmayer. Daran dürften auch die Klubs interessiert sein, die für die Nichterfüllung des Kontingents Strafen zahlen müssen.

Trotz dieser Tatsache sind laut dem Tätigkeitsbericht in den vergangenen drei Jahren alle Spiele im Bezirk Riss von geprüften Schiedsrichtern gepfiffen worden. In der vergangenen Saison leiteten die 190 aktiven Unparteiischen 5814 Partien. Oelmayer kritisierte, dass elf Prozent der Spiele zurückgegeben wurden. Für die musste dann ein anderer Schiedsrichter gefunden werden. „Die unnötige Arbeit der Einteiler muss nicht sein“, sagte der Obmann. „Es muss unser Ziel sein, auf fünf Prozent zu kommen.“ Unerlässlich sei dafür, dass die Schiedsrichter die Termine meldeten, an denen sie nicht eingesetzt werden können.

Das Engagement Oelmayers und der Schiedsrichtergruppe Riss lobten sowohl Armin Fridmansky vom Schiedsrichter-Ausschuss des WFV, als auch der Vorsitzende des Fußballbezirks Riß, Karl-Heinz Maier. „Die Schiedsrichtergruppe Riss ist ein Selbstläufer, sie macht alles richtig“, sagte Maier.

Einzig bei der Entlastung des Obmanns zeigte die Schiedsrichtergruppe keine Geschlossenheit. Die wurde bei einer Gegenstimme erteilt, was Oelmayer laut eigener Aussage aber nicht ärgerte.

(Erschienen: 31.01.2012 10:45)

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