Stadtnachrichten Bad Schussenried
Gemeinschaftsschule kann Chance für Eberhardzell sein
In vorsichtigen, tastenden Bewegungen nähern sich die Eberhardzeller derzeit dem Thema Ganztagesschule. „Im Moment finden noch interne Gespräche statt“, berichtet Eberhardzells Bürgermeister Hans-Georg Maier. Nach Vorberatungen mit der Schulleitung und dem Staatlichen Schulamt Biberach versuche er nun, den Kontakt zum Kultusministerium aufzunehmen. Vorerst gehe es jedoch nur darum, „auszuloten, was eine Gemeinschaftsschule für uns bedeuten würde, was investiert werden muss und welche Schülerzahlen dafür erforderlich sind.“
Dennoch schwingen bereits jetzt hohe Erwartungen mit. „Wir versprechen uns von der Gemeinschaftsschule, dass wir den Schulstandort erhalten können“, erklärt Maier. Schließlich schien es vor einiger Zeit gar nicht gut bestellt um die beschauliche Dorfschule. Da der Hauptschulzweig nur einzügig geführt wird, kam der Ausbau zur Werkrealschule in Eberhardzell nicht in Frage. Auch eine geplante Kooperation mit Ummendorf war 2010 gescheitert.
Doch auch die Gemeinschaftsschule steht und fällt mit den Schülerzahlen, gibt Schulleiter Werner Müller zu bedenken. Und von den insgesamt 252 Gebhard-Müller-Schülern machen die 178 Grundschüler den Löwenanteil aus. „Außerdem wird ja die Grundschulempfehlung aufgehoben“, nennt Müller einen weiteren Unsicherheitsfaktor: „Wir Lehrer hängen da ein bisschen in der Luft.“ Allerdings sei der Ausbau zur Gemeinschaftsschule wohl auch für einzügige Schulen denkbar, berichtet Müller: „Aber hier stellt sich die Frage: Wie viele einzügige Schulen werden überhaupt vom Ministerium zugelasssen?“
Auch sonst gibt es freilich noch etliche ungeklärte Fragen. Vom pädagogischen Konzept einer Gemeinschaftsschule scheint ein Großteil des Eberhardzeller Kollegiums aber bereits überzeugt zu sein. Schon jetzt werde in Ansätzen nach dieser Philosophie unterrichtet, beschreibt der Rektor das Schulprofil: „Da steckt im Grunde genommen die Idee des eigenverantwortlichen, individuellen, kompetenzorientierten und lebensbezogenen Lernen dahinter.“
Ein weiterer Aspekt, der für die Gebhard-Müller-Schule als Gemeinschaftsschule spricht, ist Bürgermeister Maier überzeugt: „Das Konzept muss nur verfestigt und intensiviert werden.“ Auch räumlich sei man bereits „sehr gut aufgestellt“.
Die Entscheidung im Gemeinderat steht allerdings noch aus. Wohl zum Frühjahr soll sich das Gremium über das Thema Gemeinschaftsschule beraten. Und auch die Eltern sollen bis dahin über einen Infoabend in die Diskussion mit einbezogen werden. Starten könnte die Gemeinschaftsschule in Eberhardzell frühestens zum Schuljahr 2013/14.
(Erschienen: 09.02.2012 20:40)
In vorsichtigen, tastenden Bewegungen nähern sich die Eberhardzeller derzeit dem Thema Ganztagesschule. „Im Moment finden noch interne Gespräche statt“, berichtet Eberhardzells Bürgermeister Hans-Georg Maier. Nach Vorberatungen mit der Schulleitung und dem Staatlichen Schulamt Biberach versuche er nun, den Kontakt zum Kultusministerium aufzunehmen. Vorerst gehe es jedoch nur darum, „auszuloten, was eine Gemeinschaftsschule für uns bedeuten würde, was investiert werden muss und welche Schülerzahlen dafür erforderlich sind.“
Dennoch schwingen bereits jetzt hohe Erwartungen mit. „Wir versprechen uns von der Gemeinschaftsschule, dass wir den Schulstandort erhalten können“, erklärt Maier. Schließlich schien es vor einiger Zeit gar nicht gut bestellt um die beschauliche Dorfschule. Da der Hauptschulzweig nur einzügig geführt wird, kam der Ausbau zur Werkrealschule in Eberhardzell nicht in Frage. Auch eine geplante Kooperation mit Ummendorf war 2010 gescheitert.
Doch auch die Gemeinschaftsschule steht und fällt mit den Schülerzahlen, gibt Schulleiter Werner Müller zu bedenken. Und von den insgesamt 252 Gebhard-Müller-Schülern machen die 178 Grundschüler den Löwenanteil aus. „Außerdem wird ja die Grundschulempfehlung aufgehoben“, nennt Müller einen weiteren Unsicherheitsfaktor: „Wir Lehrer hängen da ein bisschen in der Luft.“ Allerdings sei der Ausbau zur Gemeinschaftsschule wohl auch für einzügige Schulen denkbar, berichtet Müller: „Aber hier stellt sich die Frage: Wie viele einzügige Schulen werden überhaupt vom Ministerium zugelasssen?“
Auch sonst gibt es freilich noch etliche ungeklärte Fragen. Vom pädagogischen Konzept einer Gemeinschaftsschule scheint ein Großteil des Eberhardzeller Kollegiums aber bereits überzeugt zu sein. Schon jetzt werde in Ansätzen nach dieser Philosophie unterrichtet, beschreibt der Rektor das Schulprofil: „Da steckt im Grunde genommen die Idee des eigenverantwortlichen, individuellen, kompetenzorientierten und lebensbezogenen Lernen dahinter.“
Ein weiterer Aspekt, der für die Gebhard-Müller-Schule als Gemeinschaftsschule spricht, ist Bürgermeister Maier überzeugt: „Das Konzept muss nur verfestigt und intensiviert werden.“ Auch räumlich sei man bereits „sehr gut aufgestellt“.
Die Entscheidung im Gemeinderat steht allerdings noch aus. Wohl zum Frühjahr soll sich das Gremium über das Thema Gemeinschaftsschule beraten. Und auch die Eltern sollen bis dahin über einen Infoabend in die Diskussion mit einbezogen werden. Starten könnte die Gemeinschaftsschule in Eberhardzell frühestens zum Schuljahr 2013/14.
(Erschienen: 09.02.2012 20:40)
































