Rund um Bad Schussenried
Eberhardzell will Kinderbetreuung ausbauen
Genauso wie in Füramoos, wo die Kindergartenplätze derzeit nach einer Warteliste vergeben werden. Besonders bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren habe man also „allen Grund, das Angebot auszudehnen“, befand Bürgermeister Hans-Georg Maier in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Fachplaner soll nun überlegen, wie das Problem räumlich gelöst werden kann.
Ist die am Dorfgemeinschaftshaus angegliederte Krippe erst einmal eingerichtet, stehen in Oberessendorf 23 Plätze für Unterdreijährige zur Verfügung. Das klingt nach viel, entspricht aber gerade mal der Hälfte des Bedarfs von 39 bis 42 Plätzen. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine rein rechnerische Größe, die auf einer politischen Zielvorgabe fußt: Bis 2013 sollen bundesweit Betreuungsplätze für 35 Prozent der Unterdreijährigen geschaffen werden. In Eberhardzell, so Hauptamtsleiterin Christine Haug, könne der tatsächliche Bedarf „sowohl unter 35 Prozent, aber auch darüber liegen“.
Anders sieht es bei der Betreuung von Kindern ab drei Jahren aus. Hier beurteilt der Landesverband Katholischer Kindertagesstätten das derzeitige Angebot in Eberhardzell als „ausreichend“. Handlungsbedarf bestehe dagegen bei der Ganztagesbetreuung. Sie werde „ebenfalls als suboptimal bezeichnet“, fasste Bürgermeister Maier das Ergebnis der Untersuchung zusammen. Bislang können zehn Kinder ganztägig betreut werden, aber auch hier müsste das Angebot praktisch verdoppelt werden.
Dafür muss die Gemeinde freilich zunächst die baulichen Voraussetzungen schaffen. Claudia Freund vom Landesverband Katholischer Kindertagesstätten hat den Raumbedarf untersucht und sieht für die Gemeinde zwei gangbare Wege: Einerseits könnte das Angebot an einem Standort gebündelt werden. Dies würde bedeuten, die Außengruppe in der alten Schule aufzulösen und im Eberhardzeller Kindergarten insgesamt sieben Gruppen für 140 Kinder einzurichten. Ein Angebot der Größenordnung wäre einmalig im Kreis Biberach und selbst im Bodenseeraum, gibt Freund in ihrer Stellungnahme zu bedenken.
Die Verwaltung scheint sich vor einer solchen Großlösung zu scheuen und bevorzugt deshalb die Alternative: die Einrichtung einer zusätzlichen Kinderkrippe mit zehn Plätzen für Unterdreijährige und die Umwandlung der bisherigen Mischgruppe in eine Ganztagesgruppe. Zusätzlich könnten Tagesmütter in der Gemeinde weiterhin mindestens drei Kinder unter drei Jahren betreuen.
Nun soll sich jedoch zunächst ein Fachplaner der Aufgabe annehmen und ein Grobkonzept erstellen, so der einstimmige Beschluss des Gemeinderats. Dass die Gemeinde für den Ausbau der Kinderbetreuung einiges in die Hand nehmen muss, ist allerdings jetzt schon sicher: Von den Erzieherinnen wird die derzeitige Raumsituation als unzureichend beschrieben. Verteilerküche, Sanitärbereich oder der Ruhebereich müssten dringend erweitert werden, um Kinder ganztägig zu betreuen.
(Erschienen: 05.02.2012 19:25)
Genauso wie in Füramoos, wo die Kindergartenplätze derzeit nach einer Warteliste vergeben werden. Besonders bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren habe man also „allen Grund, das Angebot auszudehnen“, befand Bürgermeister Hans-Georg Maier in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Fachplaner soll nun überlegen, wie das Problem räumlich gelöst werden kann.
Ist die am Dorfgemeinschaftshaus angegliederte Krippe erst einmal eingerichtet, stehen in Oberessendorf 23 Plätze für Unterdreijährige zur Verfügung. Das klingt nach viel, entspricht aber gerade mal der Hälfte des Bedarfs von 39 bis 42 Plätzen. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine rein rechnerische Größe, die auf einer politischen Zielvorgabe fußt: Bis 2013 sollen bundesweit Betreuungsplätze für 35 Prozent der Unterdreijährigen geschaffen werden. In Eberhardzell, so Hauptamtsleiterin Christine Haug, könne der tatsächliche Bedarf „sowohl unter 35 Prozent, aber auch darüber liegen“.
Anders sieht es bei der Betreuung von Kindern ab drei Jahren aus. Hier beurteilt der Landesverband Katholischer Kindertagesstätten das derzeitige Angebot in Eberhardzell als „ausreichend“. Handlungsbedarf bestehe dagegen bei der Ganztagesbetreuung. Sie werde „ebenfalls als suboptimal bezeichnet“, fasste Bürgermeister Maier das Ergebnis der Untersuchung zusammen. Bislang können zehn Kinder ganztägig betreut werden, aber auch hier müsste das Angebot praktisch verdoppelt werden.
Dafür muss die Gemeinde freilich zunächst die baulichen Voraussetzungen schaffen. Claudia Freund vom Landesverband Katholischer Kindertagesstätten hat den Raumbedarf untersucht und sieht für die Gemeinde zwei gangbare Wege: Einerseits könnte das Angebot an einem Standort gebündelt werden. Dies würde bedeuten, die Außengruppe in der alten Schule aufzulösen und im Eberhardzeller Kindergarten insgesamt sieben Gruppen für 140 Kinder einzurichten. Ein Angebot der Größenordnung wäre einmalig im Kreis Biberach und selbst im Bodenseeraum, gibt Freund in ihrer Stellungnahme zu bedenken.
Die Verwaltung scheint sich vor einer solchen Großlösung zu scheuen und bevorzugt deshalb die Alternative: die Einrichtung einer zusätzlichen Kinderkrippe mit zehn Plätzen für Unterdreijährige und die Umwandlung der bisherigen Mischgruppe in eine Ganztagesgruppe. Zusätzlich könnten Tagesmütter in der Gemeinde weiterhin mindestens drei Kinder unter drei Jahren betreuen.
Nun soll sich jedoch zunächst ein Fachplaner der Aufgabe annehmen und ein Grobkonzept erstellen, so der einstimmige Beschluss des Gemeinderats. Dass die Gemeinde für den Ausbau der Kinderbetreuung einiges in die Hand nehmen muss, ist allerdings jetzt schon sicher: Von den Erzieherinnen wird die derzeitige Raumsituation als unzureichend beschrieben. Verteilerküche, Sanitärbereich oder der Ruhebereich müssten dringend erweitert werden, um Kinder ganztägig zu betreuen.
(Erschienen: 05.02.2012 19:25)































