Schwäbische.de Schwäbische.de
Gewitter 22
Ravensburg
Bayern

Sea Eye setzt Rettungseinsätze im Mittelmeer ebenfalls aus

Michael Buschheuer
Michael Buschheuer.
Stefan Sauer/Archiv

Rom/Regensburg dpa Nach Ärzte ohne Grenzen will auch die Regensburger Organisation Sea Eye vorerst keine Einsätze zur Rettung von in Seenot geratenen Flüchtlingen im westlichen Mittelmeer mehr fahren. Grund dafür sei eine veränderte Sicherheitslage, nachdem die libysche Regierung eine unbestimmte und einseitige Ausdehnung ihrer Hoheitsgewässer angekündigt hatte - verbunden mit einer expliziten Drohung an private Nichtregierungsorganisation, teilte die Gruppe aus Bayern am Sonntag mit.

„Eine Fortsetzung unserer Rettungsarbeiten ist unter diesen Umständen aktuell nicht möglich. Wir können dies auch gegenüber unseren Crews nicht mehr verantworten“, sagte Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer.

Ärzte ohne Grenzen hatte am Samstag mitgeteilt, den Mittelmeer-Einsatz zu unterbrechen. Zur Begründung hieß es, die zentrale Seenotrettungsleitstelle in Rom (MRCC) habe die Hilfsorganisation vor Sicherheitsrisiken in Verbindung mit Drohungen der libyschen Küstenwache gewarnt, die sich gegen die Schiffe humanitärer Organisationen in internationalen Gewässern vor der Küste des Bürgerkriegslands richteten.

MSF-Mitteilung

Sea Eye

Sea-Eye-Mitteilung

Ihr Kommentar zum Thema

 
URL: http://www.schwaebische.de/region/bayern_artikel,-Sea-Eye-setzt-Rettungseinsaetze-im%C2%A0Mittelmeer-ebenfalls-aus-_arid,10718585.html
Copyright: Schwäbisch Media Digital GmbH & Co. KG / Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler. Jegliche Veröffentlichung, Vervielfältung und nicht-private Nutzung nur mit schriftlicher Genehmigung.
Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an online@schwaebische.de.