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Ulm
Bayern

Gunter Demnig nennt Münchner Diskussion „unsäglich“

Gunter Demnig mit einem seiner "Stolpersteine"
Der Kölner Künstler Gunter Demnig hält einen „Stolperstein“ in den Händen.
Arne Dedert/Archiv

Ulm dpa/lby - Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat keinerlei Verständnis für den Streit um die Verlegung seiner „Stolpersteine“ in München. „Das ist unsäglich“, kritisierte Demnig am Dienstag bei der Verlegung der ersten Steine in Ulm die Debatte in der bayerischen Landeshauptstadt. „Es allen anderen Menschen, die es haben möchten, zu verbieten, ist undemokratisch.“

In Europa erinnern 52 000 in den Boden eingelassene Gedenktafeln an Opfer des Nationalsozialismus und ihre Wohnorte. München hat die Verlegung auf öffentlichem Grund bislang verboten. Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde von München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hatte kritisiert, dass die Namen der Opfer auf den Steinen „zwangsläufig wieder mit Füßen getreten“ werden. Ein würdiges Gedenken muss laut Knobloch auf Augenhöhe stattfinden. „Die Nazis haben sich nicht mit dem Rumtrampeln auf Menschen begnügt - dann hätten die nur blaue Flecken“, entgegnete Demnig.

Kunstprojekt von Demnig

Stolpersteine für Ulm

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