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„Augsburgblume“-Schöpfer soll nicht ins Gefängnis müssen

Graffiti-Blume neben Augsburger Rathaus zu sehen
Die „Augsburgblume“ wurde überregional bekannt.
Stefan Puchner/Archiv

Augsburg dpa Der Schöpfer der bekannten „Augsburgblume“ wird trotz wiederholter Sachbeschädigung noch einmal um eine Gefängnisstrafe herumkommen. Der 30-Jährige hatte bis 2011 illegal Hunderte stilisierte Blumen in Augsburg an die Fassaden gemalt und war dadurch überregional bekannt geworden. Obwohl der Künstler damals ein Bewährungsstrafe bekam und versicherte, nicht noch einmal unerlaubte Graffiti anfertigen zu wollen, besprühte er später mit einem Komplizen eine Lärmschutzwand an einer Bundesstraße und einen Regionalzug.

In der Berufungsverhandlung vor dem Augsburger Landgericht räumten die beiden Angeklagten am Freitag die Vorwürfe ein, nachdem sie bisher die Taten bestritten hatten. Die Strafkammer, die Verteidiger und der Staatsanwalt hatten sich zuvor hinter verschlossenen Türen auf einen Strafrahmen verständigt, wenn beide ein Geständnis ablegen. Das Augsburger Amtsgericht hatte den Blumenmaler 2016 zu 15 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Nach der Absprache droht ihm nun zwar eine ähnlich hohe Haftstrafe, die aber zur Bewährung ausgesetzt werden soll.

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