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Ravensburg
Baden-Württemberg

Sonntagsfrage: CDU und SPD im Umfragetief

CDU und SPD im Umfragetief – Linke über fünf Prozent – AfD klar im Landtag
Die Ergebnisse der Sonntagsfrage für Baden-Württemberg
Die Ergebnisse der Sonntagsfrage für Baden-Württemberg

Ravensburg sz Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die künftige Regierungsverantwortung ab.

Wenn am Sonntag Wahl wäre, bekäme die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf 33,1 Prozent, die Grünen um Ministerpräsident Winfried Kretschmann kämen auf 26,1 Prozent der Stimmen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Frickinger Markt- und Meinungsforschungsinstituts CR42 im Auftrag der „Schwäbischen Zeitung“ ergeben.

Die CDU verharrt damit weiter im Umfragetief, während die Grünen konstant über ihrem Ergebnis der Landtagswahl von 2011 liegen. Die SPD um Nils Schmid fährt in der Erhebung mit 15,6 Prozent ein Ergebnis ein, das sogar noch deutlich unter den schlechten Zustimmungsraten für die Bundes-SPD liegt. Überraschend ist, dass die Linke demnach mit 5,5 Prozent der Stimmen in den Landtag einziehen würde, während die FDP mit 5,1 Prozent nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde meistert. Die AfD wird nach der Umfrage mit 10, 5 Prozent zweistellig in den Stuttgarter Landtag gelangen.

Demnach hätte die bisherige grün-rote Koalition keine Mehrheit mehr im Landtag, auch eine schwarz-gelbe oder einen Ampel-Koalition aus Grünen, SPD und FDP würde die Mehrheit in Stuttgart verfehlen. Den sattesten Vorsprung bei den Landtagsmandaten bekäme den Zahlen zufolge ein Bündnis aus CDU und Grünen. Eine Koalition aus CDU und SPD hätte zumindest eine hauchdünne Mehrheit. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben alle Parteien im Vorfeld der Wahl ausgeschlossen.

Anzeichen für Regierungswechsel

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf sagte der „Schwäbischen Zeitung, diese Zahlen bestätigten einen klaren Umfrage-Trend. Grün-Rot sei abgewählt. „Der Regierungswechsel ist zum Greifen nahe“, sagte Wolf. „Unser Ziel ist es, so stark aus der Wahl hervorzugehen, dass ohne die CDU keine Regierung gebildet werden kann.“

Die Grünen-Landesvorsitzenden Thekla Walker und Oliver Hildenbrand sprachen von einer „Momentaufnahme“. Die ermittelten Ergebnisse seien für die Grünen jedoch eine sehr gute Ausgangslage. „Die Menschen schätzen den unaufgeregten, ehrlichen und lösungsorientierten Politikstil des Grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann“, teilte die Grünen-Parteispitze mit.

SPD im Umfragetief

Die bereits in vergangenen Umfragen arg gebeutelten Sozialdemokraten gaben sich trotzig. SPD-Generalsekretärin Katja Mast bezeichnete die Umfrage als „enormen Ansporn zum Kämpfen“. „Da ist noch mächtig Luft nach oben. Wir werden kämpfen, kämpfen, kämpfen,“ betonte Mast. Die Umfrage zeige, es werde alles knapp, es sei alles drin. Baden-Württemberg brauche eine starke SPD.

FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke betonte: „Die FDP zieht wieder in den Landtag ein und Grün-Rot hat seine Mehrheit verloren.“

Linke und AfD über 5 Prozent

Überraschend würde die Linke den Zahlen zufolge in den Stuttgarter Landtag einziehen. Spitzenkandidat Bernd Riexinger sagte, die Linke habe gute Chancen, in den Landtag einzuziehen. „Das gibt uns einen richtigen Schub für die letzten vier Wochen des Wahlkampfs“, sagte Riexinger. Die Linke werde im Landtag gebraucht.

„Das ist sehr erfreulich“, kommentiert AfD-Sprecher Lars-Patrick Berg das Ergebnis für seine Partei. „Aber es ist auch nicht erstaunlich.“ Die Stimmung im Land sei sehr zugunsten der AfD. „Da ist noch Luft nach oben.“

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Customer Research 42 zwischen dem 27. Januar und dem 7. Februar 1000 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg. Die Befragten machen nach Bildung, Einkommen und Geschlecht einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung aus.

Auch Themen abgefragt

In der Umfrage für die „Schwäbische Zeitung wurden die Bürger nicht nur nach ihrer Stimme für die Parteien gefragt, sondern auch nach den Themen, die für ihre Wahlentscheidung ausschlaggebend sind. Die detaillierten Ergebnisse dieser Umfrage werden am Donnerstag, 18. Februar, veröffentlicht. Sie fließen auch ein in die Elefantenrunde, die am gleichen Tag im Medienhaus in Ravensburg stattfindet.

Dort werden unter der Gesprächsführung des Chefredakteurs Hendrik Groth die Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann (Grüne), Guido Wolf (CDU), Nils Schmid (SPD) sowie Hans-Ulrich Rülke (FDP) bei einer Podiumsdiskussion im Ravensburger Medienhaus aufeinandertreffen. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft, sie wird aber auch im Internet auf schwaebische.de per Livestream übertragen.

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Kommentare (7)
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Ich war bis jetzt kein CDU-Wähler, aber trotzdem bin ich über die Umfrage fassungslos! Unfassbar: Grüne bei 26,1%. Baden- Württemberg sollte trotz des unrühmlichen und vielleicht auch kriminellen Mappus nicht seine Zukunft verspielen. Kretschmann ist vielleicht ein guter Katholik. Er ist aber in der falschen Partei. Seine Popularität wird von den unwählbaren Leuten aus der grünen Führungsebene wie Peter, Hofreiter, Roth, Göring-E., Özdemir missbraucht. Sie vertreten in der Asylpolitik (Familiennachzug,Staatsbürgerschaft) Bildungspolitik.... eine für Deutschland schädliche Politik. Dann doch lieber das kleinere Übel Guido Wolf wählen. Sicher wird ihm von Anfang an jeder auf die Finger schauen und das ist gut so. mehr

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Zu Kommentar 1: Natürlich haben Sie vollkommen recht, aber dem Volk geht es noch viel zu gut um ernsthaft dem eingefahrenen System die rote Karte zu zeigen.

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Verlierer von über 15% gegenüber 2011 und dann von Wahlsieg sprechen. Mit wem will Herr Wolf denn regieren? Blei doch nur Herrn Kretschmann. Und dann? Selbst CDU Wähler wollen den Wolf doch gar nicht. Als können wir doch gleich Grün, Rot ,oder Gelb wählen. mehr

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Es macht Angst das sich diese Versagerpolitik in den Umfragen bestätigt fühlt.Der Bürger wählt wieder brav CDU,SPD oder Grün und hinterher schimpft man wieder über die Politik die sie selber gewählt haben.Man kann hier den Worten von Kommentar 1 nur recht geben. mehr

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Ich kann nicht nachvollziehen, dass es immer noch so viele Leute gibt, die die CDU wählen. Nur weil ein sogenanntes C für Christlich stehen soll? Für mich heißt das C Chaotisch. Zudem ist die CDU und SPD in den letzten Jahren immer selbstherrlicher geworden und nimmt den Wähler nur kurz vor der Wahl wahr, aber sonst nicht. Wenn Sie dann gewählt sind geht es nach dem Spruch: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"! Die beiden Parteien strotzen doch vor Machtgeilheit, Postensicherung (Postengeschacher) und Arroganz. Wenn diese beiden Parteien wieder zum regieren kommen, dann ist alles kaputt. Deshalb sollten die Leute mal aufwachen. Des weiteren verweise ich auf den Artikel meines Vorschreibers, der das auch ganz treffend geschrieben hat. mehr

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Sie haben 1000 Politiker gezielt für ihre Umfrage angerufen. 331 CDUler und 41 von der AfD...^^ Scherz beiseite, was sagen 1000 Stimmen aus, wenn das Land Millionen Einwohner hat? Diese Umfrage sagt gar nichts aus. =;O) mehr

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Typisch Deutschland... anstelle dass man mal was anderes Wählt (denn die Mehrheit inklusive mir ist am durchdrehen was in den letzten Jahren so hier in BaWü passiert ist). Wo bleibt der A**** in der Hose um mal einen kompletten Regierungswechsel zu begünstigen? Lesen alle Wähler denn vor den Wahlen wofür eine Partei steht? Ich bezweifle das sehr! Und schaut mal Nachrichten - ich denke mit CDU, SPD usw. sind wir nicht gut aufgestellt. Klar AfD macht auch ziemlich viel rechtspopulistischen non-sense aber wenn wir alle mal nachdenken würden, dann würde die CDU und auch die SPD (die sich über die letzten Jahrzehnte "sattregiert" haben) einfach abgewählt und dadurch gezwungen werden neue Wege zu gehen... Schade aber so wie es aussieht bleibt alles beim Alten und ändert sich nichts... mehr

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