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Ravensburg
Baden-Württemberg

Flüchtling räumt Anschlagspläne teilweise ein

Prozess wegen möglicher Anschlagspläne
Der Angeklagte steht in Handschellen vor Gericht.
Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Ravensburg dpa Ein syrischer Flüchtling hat am Montag vor dem Landgericht Ravensburg eingeräumt, an Plänen für einen Terroranschlag in Dänemark mitgewirkt zu haben. Er habe Zündhölzer, Batterien und Funkgeräte gekauft und nach Kopenhagen bringen wollen, sagte der 21-Jährige am Montag zum Prozessauftakt. Dort habe er die Materialien an eine Kontaktperson übergeben sollen. „Meine Aufgabe wäre dann beendet gewesen und ich wäre zurückgefahren“, sagte der Mann (Az: 2 KLs 242 Js 113634/16 jug).

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen vor, er habe den Anschlag nicht nur vorbereitet, sondern auch selbst durchführen wollen. Der Mann habe Sympathien zur Terrormiliz Islamischer Staat erkennen lassen und sich gegenüber seiner bislang noch unbekannten Kontaktperson bereit erklärt, einen Mord durch das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion zu begehen, hieß es in der Anklageschrift.

Der Flüchtling war Mitte 2015 nach Deutschland gekommen und hatte zuletzt in einer Unterkunft in Biberach gelebt. Im November hatte er sich ein Zugticket über Ulm und Hamburg nach Kopenhagen gekauft. Allerdings kam er nur bis zur deutsch-dänischen Grenze - die Behörden wiesen ihn wegen fehlender Papiere ab. Später wurde er von der Polizei in Deutschland festgenommen.

Landgericht Ravensburg

Mitteilung Staatsanwaltschaft Stuttgart

Ankündigung LG Ravensburg

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