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Baden-Württemberg

Baden-Württemberg stürzt bei Bildungsstudie ab

Schülerin sitzt über ihren Aufgaben
Eine Schülerin sitzt während des Unterrichts über ihren Aufgaben.
Felix Kästle/Archiv

Stuttgart dpa Die Leistungen der Grundschüler in Baden-Württemberg haben sich massiv verschlechtert. Das geht aus der Studie IQB-Bildungstrends hervor, die die Kultusministerkonferenz (KMK) am Freitag in Berlin veröffentlichte. Im Fach Deutsch belegten die Schüler im Ländervergleich demnach Platz 13 - nach dem fünften Rang im Jahr 2011. Der Anteil derer, die den Mindeststandard nicht erreichten, lag bei 13,4 Prozent.

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Kommentare (10)
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@8 Doch. Oder wie erklären Sie sich die Inflation bei den Abitursnoten mit 1,x seit mehr als 10 Jahren? Und das trotz Kuschelpädagogik in Klassen 1+2, Unsinn wie Schreiben nach Gehör und die Vernachlässigung des Erlernens der Schreibschrift. Vom Mangel an Übung insbesondere in Mathematik ab Klasse 5 und den Naturwissenschaften dank der stümperhaften Umsetzung von G8 ganz zu schweigen. mehr

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@8
Sie haben, objektiv recht.

Aber Erfahrung mit mehreren Bildungplanrevisionen unter sich ständig ändernden Bedingungen spielen für die Generation der Lernbegleiter keine Rolle. Frontal unterrichtende "Dinos" haben keine Ahnung, wie man Kompetenzen vermittelt. Auslaufmodelle - fertig!

Zeitgemäßes Lernen findet selbständig statt, und der versierte Lernbegleiter bietet Material an, organisiert und dokumentiert. Überspitzt ausgedrückt, mündet das mitunter in exzessive "Arbeitsblattausfüllerei" in abgeschirmten "Lernzellen" - in garantierter Flüsteratmosphäre. SCNR

Der Worst Case tritt erst ein, wenn am Montagmorgen der wichtigste Kollege, nämlich der Kopierer, zickt.

Die moderne, kindgemäße Pädagogik hat sukzessive aufgeräumt mit inhumanen Aufnahmeritualen, Orientierungsarbeiten und verbindlichen Grundschulempfehlungen.

Lehrer haben Beratungskompetenz und der Elternwille geschehe.

Der Mensch fängt für viele schließlich beim Abitur an. Bei "Grenzfällen" ist Realschule die Minimallösung. Die bietet inzwischen ja auch den Haupschulabschluss an. Was liegt also näher als die Gemeinschaftsschule.

Schule passt sich den gesellschaftlichen Gegebenheiten an. Wenn Leistungen nicht mehr erbracht werden können, werden eben die Anforderungen angepasst.

Man bekommt zunehmend das Gefühl, dass um die wirklichen Ursachen des ständig schlechter werdenden Outputs ablenkend herumgetanzt wird.

Je nach Erkenntnisinteresse erfolgt dies mal im Rhythmus der inneren, mal der äußeren Perspektive, und das wirkt zeitweilen reichlich ungelenk.

Am sichersten sind sich alle darin, woran es nicht liegt, denn mit sich selbst bzw. der eigenen Gruppierung hat es schließlich ganz gewiss nichts zu tun.

Man darf entspannt auf das nächste Feedback gespannt sein.


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@6: zu 1: die Anforderungen werden nicht ständig gesenkt. Das ist einfach erfunden oder aus dem Gefühl heraus gesagt.
Komisch, dass ich dies nach 40 Jahren im Schuldienst erfinde oder aus einem Gefühl heraus feststelle.
Vermutlich gehören Sie einer Generation an, die zu meinem Dienstbeginn 1973 noch nicht geboren war. mehr

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@6 ( von 3 ): Mit ein klein wenig Suche im Netz werden Sie die Aussage finden! Sie schreiben etwas von "...der Misere..." - damit haben Sie den Namen schon in etwas abgewandelter Form gefunden. Als damaliges und heutiges ( und wahrscheinlich auch zukünftiges ) Mitglied der Bundesregierung denke ich doch, dass sich hier die Denkweise der kompletten Regierung findet, auch wenn Bildung Sache der Bundesländer ist... Wenn beim Thema Bildung von "...improvisiertem, mit gesundem Menschenverstand gewähltem Zugang zu Lösungen..." fabuliert wird, dann kann da etwas ganz und gar nicht stimmen! Und wie will man denn Ihre "mehr Stunden" an den Mann bzw. das Kind bringen - wenn die Lehrer gar nicht da sind - und die, die da sind, sind nur fachfremde Aushilfen oder Referendare... Alles hängt am Geld: jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden - entweder für das eine oder für z.B. Bildung, das lernt man schon in der Schule - ok, heut vielleicht nicht mehr?! Ihre Abschwächung der "sexuellen Vielfalt" im Lehrplan ist nutzlos - immerhin wurde sie mit einem Mordsaufwand ( neue Bücher... ) durchgeboxt... Einzig beim Thema Handy / Elternhaus gebe ich Ihnen unumwunden recht! Ich gehöre noch einer Generation an, bei der der Lehrer auch mal mit "körperlichen Zwangsmaßnahmen" arbeitete - was nicht heißen soll, dass das heute auch noch so sein soll... Aber gewisse Abläufe in Elternhaus und Schule waren einfach besser und erfolgreicher... mehr

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Vielleicht sucht auch mal jemand Gründe für das Zurückfallen z.B. durch den gesteigerten Umgang mit dem Handy/Smartphone oder wie Eltern ihre Kinder erziehen mit den ihnen zugänglichen Medienwelten, die ggf. zu Zerstreuung und weniger Konzentrationsfähigkeit führen. Welche Verantwortung haben Eltern an der Misere? Das frage ich mich ganz ernsthaft und ohne Schuldzuweisung. 2011 sah auch die Medienwelt anders aus als 2016.

zu 1: die Anforderungen werden nicht ständig gesenkt. Das ist einfach erfunden oder aus dem Gefühl heraus gesagt.

zu 3: sexuelle Vielfalt spielt ja so gut wie keine Rolle, sondern wird nur aufgebauscht. KM Eisenmann hat nichts am neuen Bildungsplan geändert. Im übrigen hat Grün-Rot mehr Stunden in Mathe und Deutsch im neuen Bildungsplan verankert - das gibt es ja, wird nicht wahrgenommen. Und: nennen Sie doch einfach die "namhaften" Politiker mit Namen und wann und wo das, was Sie behaupten, gesagt wurde.
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5. Klasse Waldburg : 18( ich sag mal Nichtdeutsche) 3 einheimische Kinder... und damit ist Waldburg als Gemeinschaftsschule nicht allein !

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Eine kostenneutrale Option zur Steigerung des Leistungsniveaus wäre, mal einen präzisen, zählbaren Blick darauf zu richten, ob die zur Verfügung stehenden Deutsch- und Mathematikstunden auch tatsächlich gehalten werden.

Ich sage nur Frühstück, Spielstunden, Projekte, Outdooraktivitäten, Ausflüge, Schullandheimaufenthalte, wochenlanges Proben für Aufführungen, Vertretungsstunden etc.

Nichts gegen diese wichtigen Aktivitäten, aber nicht inflationär, sondern mit Maß und Ziel.

Im Zuge der Konkurrenz rund um Schülerzahlen ist die Leistungsorientierung allerdings zunehmend unter Druck geraten.

Klar, dass dieser Gedanke abgewehrt werden wird. Kein Problem, dann findet man sich eben mit den Ergebnissen von Leistungsvergleichen ab oder nimmt nicht mehr daran teil.

Zweifler dürfen gerne mal ein Schuljahr lang "mitzählen" - aber bitteschön unter objektiven Bedingungen. mehr

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Na, jetzt mal nur nicht kleinlich werden: was sind schon Kernfächer Deutsch oder Mathe?? Zum Ausgleich wird jetzt doch z.B. "sexuelle Vielfalt" mit einbezogen!! Das sind die wahren Gradmesser in der heutigen Zeit... Welches Kind muss schon lernen, wieviele Stück Kuchen übrig bleiben - entscheidend ist doch, dass Papa und Papa den Kuchen gemeinsam gebacken haben... Und ganz nebenbei: haben nicht namhafte Politiker in Deutschland sinngemäß geäußert, dass man gewisse "Standards" bei der Bildung "vorübergehend" senken müsse, um die steigenden Zahlen von Kindern von Asylbewerbern oder Flüchtlingen in den Schulen mit integrieren zu können?! Ich stelle diese Frage auch auf die Gefahr hin, dass man mich in der "rechten Ecke" abstellt - aber diesen Teil der Wahrheit traut sich niemand in diesem Land an- oder auszusprechen... Und ich sage weiterhin: wie gewählt - so geliefert ( und gebildet )... mehr

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Ja !!! Wir haben in Deutschland ne Menge Baustellen, weil die Bundes- und Landesregierungen nicht die Fähigkeiten besitzen, auch nur die kleinse Reförmchen auf den Weg zu bringen. Weder im Bildungsbereich (Rohrkrepierer G8/9), noch im Finanzbereich (Steuerreform seit Jahren überfällig), noch im Krankheitswesen und, und, und...
Man sitzt es aus und versucht sich mit dritt- und viertrangigen Themen zu profilieren. Aber selbst das klappt nicht, siehe Dobrindt Maut... siehe EEG, siehe...
Ach, ich hab keinen Bock mehr auf so viel Inkompetenz. Und die, die es betrifft merken es noch nicht einmal... mehr

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Die Leistungen der Grundschüler in Baden-Württemberg haben sich massiv verschlechtert. Wen wundert das? Ständig wurden die Anforderungen an die Grundschüler - insbesondere in den Klassenstufen 3 und 4 - gesenkt.
Weniger lernen und trotzdem gute Noten bekommen! Eines der Ergebnisse kommt jetzt wieder zutage. mehr

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