Stadtnachrichten Wangen
Schlichte: „Auch wir erfüllen die Kriterien“

Von unserer Mitarbeiterin Susi Weber
Drei Hauptschulen mit Werkrealschule hatte die Stadt Wangen mit der Praßbergschule, der Anton-von-Gegenbaur-Schule und der Grund- und Hauptschule Niederwangen bislang. Künftig wird sie zwei Werkrealschulen und die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (GHSWRS) Niederwangen haben. „Eine Wortspielerei“, meint Niederwangens Schulleiter Peter Schlichte: „Auch wir erfüllen selbstverständlich die Kriterien einer Werkrealschule in neuer Form. Auch wir haben denselben Lehrplan.“ Lediglich die zehnte Klasse wird es in Niederwangen nicht geben. „Unsere Schüler werden dann wechseln und haben keinerlei Nachteile“, erklärt Schlichte. Dass die GHSWRS Niederwangen nicht ins Programm der neuen Werkrealschulen aufgenommen wurde, liegt weder am Wunsch noch an einem Versäumnis der Schule. „Es ist schlicht und ergreifend so, dass wir nicht durchgängig von Klasse fünf bis neun zweizügig sind und damit den formalen Anforderungen des Landes nicht entsprechen“, erläutert Schlichte.
Eine Anerkennung hat die GHSWRS Niederwangen dafür in anderer Form erhalten. Ab kommendem Schuljahr ist Niederwangen eine offene Ganztagesschule und damit amtlich, was in Niederwangen schon seit drei Jahren praktiziert wird. „Mit der Anerkennung stehen uns Lehrerstunden zu, die bislang freiwillig gewährt wurden“, sagt Schlichte. Ab Schuljahr 2010/2011 wird von montags bis donnerstags eine Nachmittagsbetreuung abgehalten - ein Angebot mit Hintergrund. „Wir haben beispielsweise am Donnerstag eine Beteiligung von rund 50 Prozent“, sagt Schlichte. Das liegt mitunter auch daran, dass unter den derzeit 222 Schülern eine große Zahl an „Fahrschülern“ ist.
„Unsere Eltern schätzen die ländliche Umgebung, die Behütet- und Beschütztheit und natürlich, dass die Schule so gut aufgestellt ist“, berichtet Schlichte. Drei Millionen Euro hat die Stadt in die Erweiterung und Sanierung der Schule gesteckt, die 2007 abgeschlossen wurden. „Schon seit damals gibt es vieles von dem in Niederwangen, was heute mit Berufswegeplanung, verschiedenen Praktika und individueller Förderung gefordert wird.“ Ob die Entwicklung in der Schulpolitik negativ oder positiv für Niederwangen ist, mag Schlichte nicht beurteilen: „Es ist auf jeden Fall spannend und jede Schule muss sich heute aufstellen und kämpfen.“ Blickt man in die jüngere Vergangenheit, war es in Niederwangen nicht unbedingt das 9 plus 1-Modell, das die Schüler zur Mittleren Reife führte. Elf Schüler bevorzugten 2009 die zweijährige Wirtschaftsschule für ihren Mittleren Bildungsabschluss, acht wechselten in die Berufsausbildung. Auch diese Wege werden Schülern mit Hauptschulabschluss künftig weiter offen stehen. Und nicht zuletzt setzt die Kunst- und Techniklehrerin Susanne Eibofner auf das an der Schule vorhandene Kunstprofil, den bestehenden Berufswegeplan, die Nähe und gute Verbindung zu den Betrieben und den sehr engen, persönlichen Kontakt zu Schülern und Eltern:“ Die Eltern werden sich nach Auflösung der Schulbezirke und bei wirklich freier Schulwahl allerdings künftig mehr mit der Frage beschäftigen müssen: Was genau ist für mein Kind wichtig?“
Info: Die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Niederwangen stellt am Dienstag, 16. März, ab 16 Uhr für alle künftigen Fünftklässler, deren Eltern und alle Interessierten die Schule vor. Weitere Informationen zur Schule gibt es im Internet unter www.snwg.rv.schule-bw.de.
(Erschienen: 12.03.2010 10:40)

Von unserer Mitarbeiterin Susi Weber
Drei Hauptschulen mit Werkrealschule hatte die Stadt Wangen mit der Praßbergschule, der Anton-von-Gegenbaur-Schule und der Grund- und Hauptschule Niederwangen bislang. Künftig wird sie zwei Werkrealschulen und die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule (GHSWRS) Niederwangen haben. „Eine Wortspielerei“, meint Niederwangens Schulleiter Peter Schlichte: „Auch wir erfüllen selbstverständlich die Kriterien einer Werkrealschule in neuer Form. Auch wir haben denselben Lehrplan.“ Lediglich die zehnte Klasse wird es in Niederwangen nicht geben. „Unsere Schüler werden dann wechseln und haben keinerlei Nachteile“, erklärt Schlichte. Dass die GHSWRS Niederwangen nicht ins Programm der neuen Werkrealschulen aufgenommen wurde, liegt weder am Wunsch noch an einem Versäumnis der Schule. „Es ist schlicht und ergreifend so, dass wir nicht durchgängig von Klasse fünf bis neun zweizügig sind und damit den formalen Anforderungen des Landes nicht entsprechen“, erläutert Schlichte.
Eine Anerkennung hat die GHSWRS Niederwangen dafür in anderer Form erhalten. Ab kommendem Schuljahr ist Niederwangen eine offene Ganztagesschule und damit amtlich, was in Niederwangen schon seit drei Jahren praktiziert wird. „Mit der Anerkennung stehen uns Lehrerstunden zu, die bislang freiwillig gewährt wurden“, sagt Schlichte. Ab Schuljahr 2010/2011 wird von montags bis donnerstags eine Nachmittagsbetreuung abgehalten - ein Angebot mit Hintergrund. „Wir haben beispielsweise am Donnerstag eine Beteiligung von rund 50 Prozent“, sagt Schlichte. Das liegt mitunter auch daran, dass unter den derzeit 222 Schülern eine große Zahl an „Fahrschülern“ ist.
„Unsere Eltern schätzen die ländliche Umgebung, die Behütet- und Beschütztheit und natürlich, dass die Schule so gut aufgestellt ist“, berichtet Schlichte. Drei Millionen Euro hat die Stadt in die Erweiterung und Sanierung der Schule gesteckt, die 2007 abgeschlossen wurden. „Schon seit damals gibt es vieles von dem in Niederwangen, was heute mit Berufswegeplanung, verschiedenen Praktika und individueller Förderung gefordert wird.“ Ob die Entwicklung in der Schulpolitik negativ oder positiv für Niederwangen ist, mag Schlichte nicht beurteilen: „Es ist auf jeden Fall spannend und jede Schule muss sich heute aufstellen und kämpfen.“ Blickt man in die jüngere Vergangenheit, war es in Niederwangen nicht unbedingt das 9 plus 1-Modell, das die Schüler zur Mittleren Reife führte. Elf Schüler bevorzugten 2009 die zweijährige Wirtschaftsschule für ihren Mittleren Bildungsabschluss, acht wechselten in die Berufsausbildung. Auch diese Wege werden Schülern mit Hauptschulabschluss künftig weiter offen stehen. Und nicht zuletzt setzt die Kunst- und Techniklehrerin Susanne Eibofner auf das an der Schule vorhandene Kunstprofil, den bestehenden Berufswegeplan, die Nähe und gute Verbindung zu den Betrieben und den sehr engen, persönlichen Kontakt zu Schülern und Eltern:“ Die Eltern werden sich nach Auflösung der Schulbezirke und bei wirklich freier Schulwahl allerdings künftig mehr mit der Frage beschäftigen müssen: Was genau ist für mein Kind wichtig?“
Info: Die Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Niederwangen stellt am Dienstag, 16. März, ab 16 Uhr für alle künftigen Fünftklässler, deren Eltern und alle Interessierten die Schule vor. Weitere Informationen zur Schule gibt es im Internet unter www.snwg.rv.schule-bw.de.
(Erschienen: 12.03.2010 10:40)




































