Stadtnachrichten Wangen
Narrenzunft zündet dreistündiges Bühnenfeuerwerk
Rückblick: Kurz nach acht marschierten Fanfarenzug, Häs- und Funktionsträger in die Städtische Sporthalle ein. „Neu ist die Tanzband, die Speisekarte und das Programm“, erklärte Bernd Rothacker zu Beginn und versprach: „Wir haben einen Kracher am anderen einstudiert.“
Nach den traditionellen Wangener Fasnetsliedern ging es getreu dem Motto „Ein bisschen Spaß muss sein“ gleich los. Die Waschweiber der Wäscherei Dreckwäscher (Luzia Schneller, Tanja Hack, Annette Berte, Petra Göttner, Sandra Jenetzke) hatten wieder allerlei dreckige Wäsche zu waschen. Da wurde über die Radarkästen gelästert und über das Sonnensegel auf der Eisbahn und übers renovierungsbedürftige Freibad („Im Städtle hot me halt Sinn fürs Historische. Da wird am alte Zeig festghalte!“) die Nase gerümpft.
Auch die neue Ampel in der Ravensburger Straße, der Haid-Schleichweg und die bestrickten Saumarkt-Schweinchen fanden Platz in der Wasch- und Bügelszene des Quintetts. Bewunderung gab es für die mit dem Rathaus-Rettungsschlauch erreichte Aufmerksamkeit: „Dass man mit so einem Schleichle soviel Publicity machen kann, allerhand!“ Auch das „Gschiss“ der Vorderen Ebnet-Bewohnern um das neue Pflegeheim wollten die fünf Damen nicht verstehen: „Immer noch besser, als wenn de in de Haid wohnst und der ganze Verkehr von Ravensburg durchs eigene Wohnzimmer brettert!“
Auch die drei Krawallos (Bernd Rothacker, Markus Orsingher, Bruno Schöllhorn) schlugen in dieselbe Kerbe. Von den „Reingschmeckten“, die an alten Traditionen rütteln, Veranstalter-Auflagen und Festkultur handelten ihre Lieder. Schockenhoffs („Die Bundestagsdrossel“) Alkoholkonsum und Führerscheinentzug wurden ebenso thematisiert wie die Kritik, die es im vergangenen Jahr nach den Neckereien gegenüber Teilen der Verwaltung gab („Dieses Jahr simmer oifach still, aber: denke darf me, was me will!“). Im Flower-Power-Look zog danach der Schalmeienzug ein.
Einen „Klatschometer“ hätte es bei der Kostümprämierung in diesem Jahr eigentlich nicht gebraucht. Tosenden Applaus gab es für die fünf Radarkästen (Cilly Graf, Christine Ballweg, Marianne Mader, Beate Krische, Elisabeth Schneider), die den Hauptpreis für sich einstrichen. Mit auf der Bühne der besten fünf standen auch die Deuchelrieder Wanderhexen, zwei Venezianer, zwei Bewohner des Planeten Mulmig und eine Damengruppe an „falschen Zwanzigern“.
Petticoat, hochtoupierte Haare und das Lebensgefühl der 70er-Jahre zauberten die DJ-Dancers und Jungnarrenrapper (Leitung: Tanja Kipper und Marina Schnatterbeck) anschließend mit einem Auszug aus dem Musical Grease auf die Bühne. Ohne Zugabe kam der Narrenzunft-Nachwuchs ebenso wenig von der Bühne wie die acht Herren des Männerballetts (Andreas Joos, Volker Fischer, Markus Orsingher, Ben Heidel, Elmar Beutel, Marc Steuer, Markus Berte, Mario Dell’ Olio), die zunächst als weiß-elegant gewandete Offiziere und dann mit dem „Badewannen-Tango“ für Pep auf der Bühne sorgten. Aus dem Tango wurde Rock: Und beim „Bade-WannenHardrock“ galt es auf die Melodie von Queens „We will rock you“ mitzuklatschen und mitzumachen.
„Kommet zur Fasnet, lasst es krachen“, gab Moderator Uli Bader dem Publikum mit auf den Weg. Das „Erste-Sahne-Programm“ wird in Teilen im Übrigen auch nochmals bei der dritten Wangemer Marktplatz-Fasnet am Freitag zu sehen sein. Nicht mit dabei ist dann aber die Band Mirage, die beim Bürgerball für den musikalischen Rahmen und viel Leben auf der Tanzfläche sorgte.
(Erschienen: 12.02.2012 16:10)
Rückblick: Kurz nach acht marschierten Fanfarenzug, Häs- und Funktionsträger in die Städtische Sporthalle ein. „Neu ist die Tanzband, die Speisekarte und das Programm“, erklärte Bernd Rothacker zu Beginn und versprach: „Wir haben einen Kracher am anderen einstudiert.“
Nach den traditionellen Wangener Fasnetsliedern ging es getreu dem Motto „Ein bisschen Spaß muss sein“ gleich los. Die Waschweiber der Wäscherei Dreckwäscher (Luzia Schneller, Tanja Hack, Annette Berte, Petra Göttner, Sandra Jenetzke) hatten wieder allerlei dreckige Wäsche zu waschen. Da wurde über die Radarkästen gelästert und über das Sonnensegel auf der Eisbahn und übers renovierungsbedürftige Freibad („Im Städtle hot me halt Sinn fürs Historische. Da wird am alte Zeig festghalte!“) die Nase gerümpft.
Auch die neue Ampel in der Ravensburger Straße, der Haid-Schleichweg und die bestrickten Saumarkt-Schweinchen fanden Platz in der Wasch- und Bügelszene des Quintetts. Bewunderung gab es für die mit dem Rathaus-Rettungsschlauch erreichte Aufmerksamkeit: „Dass man mit so einem Schleichle soviel Publicity machen kann, allerhand!“ Auch das „Gschiss“ der Vorderen Ebnet-Bewohnern um das neue Pflegeheim wollten die fünf Damen nicht verstehen: „Immer noch besser, als wenn de in de Haid wohnst und der ganze Verkehr von Ravensburg durchs eigene Wohnzimmer brettert!“
Auch die drei Krawallos (Bernd Rothacker, Markus Orsingher, Bruno Schöllhorn) schlugen in dieselbe Kerbe. Von den „Reingschmeckten“, die an alten Traditionen rütteln, Veranstalter-Auflagen und Festkultur handelten ihre Lieder. Schockenhoffs („Die Bundestagsdrossel“) Alkoholkonsum und Führerscheinentzug wurden ebenso thematisiert wie die Kritik, die es im vergangenen Jahr nach den Neckereien gegenüber Teilen der Verwaltung gab („Dieses Jahr simmer oifach still, aber: denke darf me, was me will!“). Im Flower-Power-Look zog danach der Schalmeienzug ein.
Einen „Klatschometer“ hätte es bei der Kostümprämierung in diesem Jahr eigentlich nicht gebraucht. Tosenden Applaus gab es für die fünf Radarkästen (Cilly Graf, Christine Ballweg, Marianne Mader, Beate Krische, Elisabeth Schneider), die den Hauptpreis für sich einstrichen. Mit auf der Bühne der besten fünf standen auch die Deuchelrieder Wanderhexen, zwei Venezianer, zwei Bewohner des Planeten Mulmig und eine Damengruppe an „falschen Zwanzigern“.
Petticoat, hochtoupierte Haare und das Lebensgefühl der 70er-Jahre zauberten die DJ-Dancers und Jungnarrenrapper (Leitung: Tanja Kipper und Marina Schnatterbeck) anschließend mit einem Auszug aus dem Musical Grease auf die Bühne. Ohne Zugabe kam der Narrenzunft-Nachwuchs ebenso wenig von der Bühne wie die acht Herren des Männerballetts (Andreas Joos, Volker Fischer, Markus Orsingher, Ben Heidel, Elmar Beutel, Marc Steuer, Markus Berte, Mario Dell’ Olio), die zunächst als weiß-elegant gewandete Offiziere und dann mit dem „Badewannen-Tango“ für Pep auf der Bühne sorgten. Aus dem Tango wurde Rock: Und beim „Bade-WannenHardrock“ galt es auf die Melodie von Queens „We will rock you“ mitzuklatschen und mitzumachen.
„Kommet zur Fasnet, lasst es krachen“, gab Moderator Uli Bader dem Publikum mit auf den Weg. Das „Erste-Sahne-Programm“ wird in Teilen im Übrigen auch nochmals bei der dritten Wangemer Marktplatz-Fasnet am Freitag zu sehen sein. Nicht mit dabei ist dann aber die Band Mirage, die beim Bürgerball für den musikalischen Rahmen und viel Leben auf der Tanzfläche sorgte.
(Erschienen: 12.02.2012 16:10)





































