Rund um Wangen
Hergatz baut marode Straßenbrücke für rundeine halbe Million voll aus
Nach Diskussionen über zuerst drei, dann sieben Varianten blieben letztendlich zwei übrig: Vollausbau oder Rückbau mit Hoferschließung eines landwirtschaftlichen Anwesens über die Kreisstraße Li 7. Mit der jetzt gefällten Entscheidung hat sich das Gremium für die kostenträchtigste Lösung entschieden. Der Neubau der 4,50 Meter breiten Brücke mit voller Tragfähigkeit kommt auf Gesamtkosten von gut einer halben Million Euro. Nach der komplizierten Berechnung von Bahnanteil, Zuschuss und Vorteilsausgleich bleiben an der Gemeinde 220 000 Euro hängen. Sparen will sich die Gemeinde allerdings das Richten einer gebrochenen Bachüberführung auf dem Stück Weg, das der Bahn gehört.
An alte Pläne anknüpfen
Nachdem es bereits 2006 einen nicht umgesetzten Beschluss zum Ausbau der Brücke gab, kann das Kemptener Ingenieurbüro Schütz an die früheren Planungen anknüpfen. Als erstes braucht es jetzt eine Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn. Verwirklicht werden soll der Brückenbau dann während einer längeren Zugpause bei den Arbeiten zur Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs in Biesenberg (Gemeinde Heimenkirch). Es sei aber noch nicht sicher, ob dieses Großprojekt tatsächlich wie von der Bahn vorgesehen 2013 über die Bühne geht, erklärte Gerhard Pahl, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Schütz. Im Finanzplan der Gemeinde für nächstes Jahr ist die Investition für die Brücke vorsorglich eingestellt.
Bürgermeister Uwe Giebl hatte sich vor der Entscheidung klar für den Vollausbau ausgesprochen. Die Brücke sei ein Stück Infrastruktur, eine Verbindung zwischen Maria-Thann und Wohmbrechts, die auch als überörtlicher Geh- und Radweg genutzt werde. Sein Stellvertreter Günther Schmalzl war anderer Meinung. Ein Zubringer von der Li 7 wäre für die Anlieger wesentlich besser. Die Straße müsse ohnehin irgendwann gerichtet werden.
Räte machen eigene Vorschläge
In den Tagen vor der Sitzung hatte es laut Giebl regen Mailverkehr seitens der Räte Richtung Verwaltung gegeben. Da wurden Berechnungen für Varianten in Frage gestellt und sogar eigene gemacht. So war Karl Schmid der Meinung, dass der Vorteilsausgleich von der Gemeinde an die Bahn schon gleich in die Gesamtkosten eingerechnet müsse. Dann falle der Zuschuss höher aus. Planer Pahl machte allerdings deutlich, dass der Berechnungsweg gesetzlich festgelegt sei: „Vorteilsausgleich wird nicht bezuschusst.“
Auch die Frage der Elektrifizierung tauchte noch einmal auf, denn die neue Brücke wird dafür nicht die erforderliche Höhe haben. Pahl sagte, es sei „extrem unwahrscheinlich“, dass diese Bahnstrecke elektrifiziert wird.
(Erschienen: 08.02.2012 16:30)
Nach Diskussionen über zuerst drei, dann sieben Varianten blieben letztendlich zwei übrig: Vollausbau oder Rückbau mit Hoferschließung eines landwirtschaftlichen Anwesens über die Kreisstraße Li 7. Mit der jetzt gefällten Entscheidung hat sich das Gremium für die kostenträchtigste Lösung entschieden. Der Neubau der 4,50 Meter breiten Brücke mit voller Tragfähigkeit kommt auf Gesamtkosten von gut einer halben Million Euro. Nach der komplizierten Berechnung von Bahnanteil, Zuschuss und Vorteilsausgleich bleiben an der Gemeinde 220 000 Euro hängen. Sparen will sich die Gemeinde allerdings das Richten einer gebrochenen Bachüberführung auf dem Stück Weg, das der Bahn gehört.
An alte Pläne anknüpfen
Nachdem es bereits 2006 einen nicht umgesetzten Beschluss zum Ausbau der Brücke gab, kann das Kemptener Ingenieurbüro Schütz an die früheren Planungen anknüpfen. Als erstes braucht es jetzt eine Kreuzungsvereinbarung mit der Bahn. Verwirklicht werden soll der Brückenbau dann während einer längeren Zugpause bei den Arbeiten zur Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs in Biesenberg (Gemeinde Heimenkirch). Es sei aber noch nicht sicher, ob dieses Großprojekt tatsächlich wie von der Bahn vorgesehen 2013 über die Bühne geht, erklärte Gerhard Pahl, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Schütz. Im Finanzplan der Gemeinde für nächstes Jahr ist die Investition für die Brücke vorsorglich eingestellt.
Bürgermeister Uwe Giebl hatte sich vor der Entscheidung klar für den Vollausbau ausgesprochen. Die Brücke sei ein Stück Infrastruktur, eine Verbindung zwischen Maria-Thann und Wohmbrechts, die auch als überörtlicher Geh- und Radweg genutzt werde. Sein Stellvertreter Günther Schmalzl war anderer Meinung. Ein Zubringer von der Li 7 wäre für die Anlieger wesentlich besser. Die Straße müsse ohnehin irgendwann gerichtet werden.
Räte machen eigene Vorschläge
In den Tagen vor der Sitzung hatte es laut Giebl regen Mailverkehr seitens der Räte Richtung Verwaltung gegeben. Da wurden Berechnungen für Varianten in Frage gestellt und sogar eigene gemacht. So war Karl Schmid der Meinung, dass der Vorteilsausgleich von der Gemeinde an die Bahn schon gleich in die Gesamtkosten eingerechnet müsse. Dann falle der Zuschuss höher aus. Planer Pahl machte allerdings deutlich, dass der Berechnungsweg gesetzlich festgelegt sei: „Vorteilsausgleich wird nicht bezuschusst.“
Auch die Frage der Elektrifizierung tauchte noch einmal auf, denn die neue Brücke wird dafür nicht die erforderliche Höhe haben. Pahl sagte, es sei „extrem unwahrscheinlich“, dass diese Bahnstrecke elektrifiziert wird.
(Erschienen: 08.02.2012 16:30)




































