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Gegen Köberle zieht (noch) keiner ins Feld

Der Amtsinhaber ist bisher der einzige Kandidat für die Bürgermeisterwahlin Argenbühl am Sonntag, 25. März
Ist bisher einziger Bewerber für die Bürgermeisterwahl in Argenbühl: Amtsinhaber Josef Köberle.
Ist bisher einziger Bewerber für die Bürgermeisterwahl in Argenbühl: Amtsinhaber Josef Köberle. (Foto: Dillinger)

Von Yannick Dillinger

Argenbühl Die Bürger von Argenbühl wählen am Sonntag, 25. März, ihren Bürgermeister. Bis gestern Abend hat genau ein Kandidat seine Bewerbung bei Wahlleiter Bernd Reck eingereicht: Amtsinhaber Josef Köberle. Kommenden Montag läuft die Bewerbungsfrist ab. Ein Gegenkandidat ist weit und breit nicht in Sicht. Die Chancen stehen also alleine schon deshalb gut dafür, dass Köberle in seine dritte Amtszeit gehen wird. Er hatte den Gemeinderat im Dezember darüber informiert, sich für weitere acht Jahre zur Verfügung zu stellen.

Für seinen Stellvertreter Josef Jehle (CDU) ist es wenig überraschend, dass sich noch keiner als Gegenkandidat hat aufstellen lassen. Köberles Erfolgsbilanz der vergangenen Jahre habe Eindruck hinterlassen und den einen oder anderen Interessenten vielleicht auch abgeschreckt. Gerade für junge Politiker, die etwa frisch von der Fachhochschule kommen, mache es in Argenbühl keinen Sinn, ihren Hut in den Ring zu werfen, glaubt Jehle. „Sie würden sich mit einer Niederlage schon früh ihre Karriere verbauen.“ Wenn überhaupt, so der CDU-Politiker, hätte noch ein Kandidat eine Chance gehabt, der eine breite Basis in der Gemeinde hinter sich weiß.

Jehle stört es wenig, dass es einen solchen nicht zu geben scheint. Zwar sei auch er als überzeugter Demokrat ein Freund der Möglichkeit, eine Wahl zu haben. „Aber die Bürger von Argenbühl haben am 25. März ja eine: entweder sie geben Josef Köberle ihre Stimme, oder eben nicht.“

Laut Jehle spreche vieles für eine Wiederwahl des Amtsinhabers: „Argenbühls Bevölkerung ist gewachsen, wir haben vier Millionen Euro an Rücklagen bei einer Million Euro Schulden, verfügen über ausreichend Baulandreserven. Köberles Bilanz kann sich somit durchaus sehen lassen.“ Die Gemeinde sei außerdem in den vergangenen 40 Jahren gut damit gefahren, nur einmal den Bürgermeister gewechselt zu haben.

Auch Köberles Stellvertreter in Reihen der Unabhängigen, Edmund Roltsch, hätte kein Problem damit, wenn der Amtsinhaber der einzige Kandidat für die Wahl bliebe. Köberle habe bisher gute Arbeit geleistet, sei in der Bevölkerung sehr beliebt. „Da wäre es für einen Gegenkandidaten ohnehin schwer gewesen“, sagt Roltsch. Bleibe es bis Montag bei einer einzigen Bewerbung, so stimme Argenbühl eben nur über seinen aktuellen Bürgermeister ab, was laut Roltsch „völlig in Ordnung“ wäre.

(Erschienen: 22.02.2012 19:05)

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