Rund um Wangen
Artisten-Spektakel soll Geld für Indien bringen

Von unserem Redakteur Yannick Dillinger
Andreas Kolb betritt das indische Kinderheim. Er sieht kleine Kinder. Er sieht große Kinder. Vor allem aber sieht er das Leid in ihren Augen. Es ist Weihnachten 2008. Andreas Kolb ist Lehrer an der Realschule in Kißlegg – und mit seiner Frau auf Indien-Reise. Eine Reise, die einiges verändert hat: Seit jenem Besuch weiß Andreas Kolb: Indien ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Hier möchte er etwas bewegen.Breite Unterstützung
Dieses Erlebnis ist anderthalb Jahre her. Und Andreas Kolb hat etwas bewegt: „Ich kam zurück, brachte in der Schule meine Idee vor, sich für Indien zu engagieren, und stieß auf breite Unterstützung“, sagt der Pädagoge. Nicht nur die Schulleitung und das Kollegium waren direkt Feuer und Flamme. Auch die Schüler. „Herr Kolb hat uns einfach überzeugt. Wenn man sieht, wie gerade die Kinder in Indien leben, muss man doch helfen“, sagt Verena Nieß (16).
Den guten Vorsätzen folgten schnell Taten: Im Rahmen der Initiative „Sei ein Futurist“ von Unesco und dm-Markt wurde eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Ob Verkauf beim Straßenfest oder Weihnachtsmarkt – gerade die Schüler packten ordentlich an.
So kamen bis Weihnachten 2009 1300 Euro zusammen. Die hat Andreas Kolb persönlich nach Indien gebracht. „Es ist wichtig, dass die Leute wissen: Das Geld kommt wirklich an“, sagt er.
Angekommen, und zwar ziemlich gut, ist das Projekt bei der Kißlegger Bevölkerung. So gut, dass im März aus der Projektgruppe ein eingetragener Verein wurde: der „Hoffnung Kindheit e.V. – El Shaddai“. Und das erste Highlight in der jungen Vereinsgeschichte steht unmittelbar bevor: das Artisten-Spektakel am Freitag, 21. Mai, auf dem Schulgelände. Die Einnahmen gehen an „El Shaddai“.
Natürlich steht auch das Artisten-Spektakel ganz im Zeichen Indiens. Es gibt indisches Essen. Indischer Tee wird serviert. Yoga und Akrobatik sollen ein Hauch von Indien aufs Kißlegger Schulgelände bringen, Workshops die Besucher zum Mitmachen animieren. „Es wird überall was los sein. „Und alle, die an diesem Tag etwas anbieten, tun dies ohne Gagenforderung“, freut sich Andreas Kolb.
Anita Edgar, die 1997 „El Shaddai“ gründete, wird am 21. Mai vor Ort sein. „Sie findet es toll, dass sich hier Jugendliche für Jugendliche einsetzen“, sagt Kolb. Kißlegg ist Indien eben nah.
(Erschienen: 08.04.2010 18:00)

Von unserem Redakteur Yannick Dillinger
Andreas Kolb betritt das indische Kinderheim. Er sieht kleine Kinder. Er sieht große Kinder. Vor allem aber sieht er das Leid in ihren Augen. Es ist Weihnachten 2008. Andreas Kolb ist Lehrer an der Realschule in Kißlegg – und mit seiner Frau auf Indien-Reise. Eine Reise, die einiges verändert hat: Seit jenem Besuch weiß Andreas Kolb: Indien ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Hier möchte er etwas bewegen.Breite Unterstützung
Dieses Erlebnis ist anderthalb Jahre her. Und Andreas Kolb hat etwas bewegt: „Ich kam zurück, brachte in der Schule meine Idee vor, sich für Indien zu engagieren, und stieß auf breite Unterstützung“, sagt der Pädagoge. Nicht nur die Schulleitung und das Kollegium waren direkt Feuer und Flamme. Auch die Schüler. „Herr Kolb hat uns einfach überzeugt. Wenn man sieht, wie gerade die Kinder in Indien leben, muss man doch helfen“, sagt Verena Nieß (16).
Den guten Vorsätzen folgten schnell Taten: Im Rahmen der Initiative „Sei ein Futurist“ von Unesco und dm-Markt wurde eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Ob Verkauf beim Straßenfest oder Weihnachtsmarkt – gerade die Schüler packten ordentlich an.
So kamen bis Weihnachten 2009 1300 Euro zusammen. Die hat Andreas Kolb persönlich nach Indien gebracht. „Es ist wichtig, dass die Leute wissen: Das Geld kommt wirklich an“, sagt er.
Angekommen, und zwar ziemlich gut, ist das Projekt bei der Kißlegger Bevölkerung. So gut, dass im März aus der Projektgruppe ein eingetragener Verein wurde: der „Hoffnung Kindheit e.V. – El Shaddai“. Und das erste Highlight in der jungen Vereinsgeschichte steht unmittelbar bevor: das Artisten-Spektakel am Freitag, 21. Mai, auf dem Schulgelände. Die Einnahmen gehen an „El Shaddai“.
Natürlich steht auch das Artisten-Spektakel ganz im Zeichen Indiens. Es gibt indisches Essen. Indischer Tee wird serviert. Yoga und Akrobatik sollen ein Hauch von Indien aufs Kißlegger Schulgelände bringen, Workshops die Besucher zum Mitmachen animieren. „Es wird überall was los sein. „Und alle, die an diesem Tag etwas anbieten, tun dies ohne Gagenforderung“, freut sich Andreas Kolb.
Anita Edgar, die 1997 „El Shaddai“ gründete, wird am 21. Mai vor Ort sein. „Sie findet es toll, dass sich hier Jugendliche für Jugendliche einsetzen“, sagt Kolb. Kißlegg ist Indien eben nah.
(Erschienen: 08.04.2010 18:00)




































