Stadtnachrichten Leutkirch
Özdemir lobt Leutkircher Umweltengagement
Am Vormittag war Cem Özdemir Interview-Gast bei der Schwäbischen Zeitung (siehe "Meinung & Dialog"), über Mittag stattete Özdemir der Biokost-Firma Rapunzel in Legau einen Besuch ab, anschließend besichtigte er die Leutkircher Brauerei Härle, die bekanntlich für den deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert ist. Brauerei-Inhaber Gottfried Härle erklärte dem Bundespolitiker der Grünen die Entstehung der Brauerei vor 113 Jahren, die damals neben dem Brauereigasthof noch eine Landwirtschaft, einen Biergarten und einen eigenen Hopfenanbau hatte. Letzteres gibt es auf dem Brauerei-Gelände wieder, allerdings nur in kleiner Form. Doch Cem Özdemir war nicht wegen der Vergangenheit, sondern der Zukunft da. Und da vor allem um das Thema erneuerbare Energien und Naturschutz. Elf verschiedene Sorten Bier braut Härle, 30 000 Hektoliter insgesamt pro Jahr. Erstmals groß horchte Özdemir auf, als Gottfried Härle über sein Biobier "Landzüngle" erzählte, das er nun seit acht Jahren über Landzüngle-Gasthöfe verkauft. Interessant fand der Grünen-Bundesvorsitzende nicht nur das immer mehr zum Verkaufsschlager werdende alkoholfreie biologische Fruchtgetränk "Seezüngle", sondern freilich auch Härles Umstellung auf eine 100-prozentig klimaneutrale Produktion seiner Biere und Mischgetränke.
Cem Özdemir selbst trinkt am liebsten Weizen-Biere, wie er verriet ("Zu einer Pizza passt am besten Bier, nicht Wein"). In Berlin bekomme man die inzwischen auch überall, wenn auch nicht klimaneutral gebraut wie in Leutkirch im Allgäu. Beim Rundgang durch die Brauerei zeigte Härle seinen Gästen, darunter neben Özdemir seine Frau Pia Castro und der Pressesprecher des Bundesvorstands der Grünen Dr. Jens Althoff, die komplette Produktion samt dem neuen Energiekonzept mit einer 800-Kilowatt-Holzhackschnitzelanlage, die die Wärme für die Brauerei sowie für weitere Gebäude in der direkten Nachbarschaft produziert. "Wir sind die erste und einzige Brauerei in Deutschland, die zu 100 Prozent klimaneutral produziert. Wir legen auch großen Wert darauf, dass wir alle Rohstoffe aus Oberschwaben direkt von den Landwirten beziehen", so Gottfried Härle. OB Hans-Jörg erklärte dem Grünen-Politiker, dass Leutkirch im zweiten Jahr hintereinander die Solarbundesliga anführe. Özdemir lobte das Umweltengagement in Leutkirch.
(Erschienen: 28.07.2010 19:25)
Am Vormittag war Cem Özdemir Interview-Gast bei der Schwäbischen Zeitung (siehe "Meinung & Dialog"), über Mittag stattete Özdemir der Biokost-Firma Rapunzel in Legau einen Besuch ab, anschließend besichtigte er die Leutkircher Brauerei Härle, die bekanntlich für den deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert ist. Brauerei-Inhaber Gottfried Härle erklärte dem Bundespolitiker der Grünen die Entstehung der Brauerei vor 113 Jahren, die damals neben dem Brauereigasthof noch eine Landwirtschaft, einen Biergarten und einen eigenen Hopfenanbau hatte. Letzteres gibt es auf dem Brauerei-Gelände wieder, allerdings nur in kleiner Form. Doch Cem Özdemir war nicht wegen der Vergangenheit, sondern der Zukunft da. Und da vor allem um das Thema erneuerbare Energien und Naturschutz. Elf verschiedene Sorten Bier braut Härle, 30 000 Hektoliter insgesamt pro Jahr. Erstmals groß horchte Özdemir auf, als Gottfried Härle über sein Biobier "Landzüngle" erzählte, das er nun seit acht Jahren über Landzüngle-Gasthöfe verkauft. Interessant fand der Grünen-Bundesvorsitzende nicht nur das immer mehr zum Verkaufsschlager werdende alkoholfreie biologische Fruchtgetränk "Seezüngle", sondern freilich auch Härles Umstellung auf eine 100-prozentig klimaneutrale Produktion seiner Biere und Mischgetränke.
Cem Özdemir selbst trinkt am liebsten Weizen-Biere, wie er verriet ("Zu einer Pizza passt am besten Bier, nicht Wein"). In Berlin bekomme man die inzwischen auch überall, wenn auch nicht klimaneutral gebraut wie in Leutkirch im Allgäu. Beim Rundgang durch die Brauerei zeigte Härle seinen Gästen, darunter neben Özdemir seine Frau Pia Castro und der Pressesprecher des Bundesvorstands der Grünen Dr. Jens Althoff, die komplette Produktion samt dem neuen Energiekonzept mit einer 800-Kilowatt-Holzhackschnitzelanlage, die die Wärme für die Brauerei sowie für weitere Gebäude in der direkten Nachbarschaft produziert. "Wir sind die erste und einzige Brauerei in Deutschland, die zu 100 Prozent klimaneutral produziert. Wir legen auch großen Wert darauf, dass wir alle Rohstoffe aus Oberschwaben direkt von den Landwirten beziehen", so Gottfried Härle. OB Hans-Jörg erklärte dem Grünen-Politiker, dass Leutkirch im zweiten Jahr hintereinander die Solarbundesliga anführe. Özdemir lobte das Umweltengagement in Leutkirch.
(Erschienen: 28.07.2010 19:25)



































