Stadtnachrichten Leutkirch
Von Bufdis gibt’s in Leutkirch keine Spur
„Wir würden ja gerne Bundesfreiwilligendienstler einstellen“, sagt zum Beispiel Thomas Stupka, Pressesprecher der Stadt Leutkirch. Die Stadt hätte drei Plätze zu vergeben: einen im Jugendhaus, einen im Bereich Umweltschutz und einen im Don-Bosco-Kindergarten. Allein – es fehlt an Bewerbern. „Wir wundern uns immer, wenn es heißt, dass es andernorts sogar zu viele Interessenten gebe“, sagt Stupka. Inzwischen habe sich ein Bewerber gemeldet, der voraussichtlich im Herbst im Jugendhaus in Leutkirch anfangen soll.
Der Bundesfreiwilligendienst komme „eher schleppend“ auf dem Land an, sagt Christina Pirker, Leiterin der Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit der Vinzenz von Paul gGmbH. In den von der Vinzenz von Paul gGmbH betriebenen Einrichtungen sei noch nichts zu spüren vom Bufdi-Boom, auch nicht im Seniorenzentrum Carl-Joseph.
Mitarbeiterin Silvia Kempter bestätigte der Schwäbischen Zeitung auf Anfrage: Derzeit gebe es dort keine Bufdis, „aber die Anfragen sind auch spärlich“. „Spärlich“, das heißt Null. Zivildienstleistende habe es früher in vielen Bereichen der Einrichtung gegeben, im Hausdienst, in der Küche, in der Pflege. Und auch an Interessenten mangelte es nicht. Zivildienstleistende, die im Seniorenzentrum gute Erfahrungen gemacht haben, hätten es ihren Freunden weiterempfohlen, die sich daraufhin beworben hätten. „Das war so ein Selbstläufer“, sagt Silvia Kempter.
Auch in den St.-Anna-Einrichtungen waren bis zum vergangenen Jahr Zivis tätig. Sie verrichteten Hausmeister- und Fahrdienste, waren in der Gärtnerei eingesetzt. „Das ist uns jetzt komplett weggebrochen“, sagt Verwaltungsleiterin Anita Eckbauer. Die Bundesfreiwilligendienstler dürften nach Auskunft von Eckbauer in diesen Bereichen nicht eingesetzt werden, sondern sollten in der Betreuung arbeiten. Nur werden sie dort nicht gebraucht. „Da haben wir unsere Fachkräfte und dazu Praktikanten und FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr), die das als Berufsvorbereitung benötigen“, so Eckbauer. Allerdings: Es habe bis jetzt auch erst eine Anfrage gegeben. Ein Rentner hatte Interesse bekundet, derzeit überlege man, wo man ihn einsetzen könnte. Die früheren Zivi-Arbeiten bei Hausmeister und Fahrdienst seien aktuell mit 400-Euro-Stellen aufgefangen. „Irgendwie vermissen wir sie schon, unsere Buben“, sagt Anita Eckbauer über die Zivildienstleistenden.
Arbeit im Naturschutz war immer sehr beliebt
Zivis gab es bislang auch beim Referat für Gewässer und Hochwasserschutz des Regierungspräsidiums Tübingen, das einen Betriebshof in Urlau unterhält. Früher habe es immer ein bis zwei Zivildienstleistende gegeben, sagt Flussmeister Anton Willburger. Die Arbeit im Naturschutz sei immer sehr beliebt gewesen. Bufdis hingegen gibt es keine in Urlau, auch keine Anfragen, wie Willburgers Kollege Ewald Faßnacht bestätigt.
(Erschienen: 06.02.2012 21:45)
„Wir würden ja gerne Bundesfreiwilligendienstler einstellen“, sagt zum Beispiel Thomas Stupka, Pressesprecher der Stadt Leutkirch. Die Stadt hätte drei Plätze zu vergeben: einen im Jugendhaus, einen im Bereich Umweltschutz und einen im Don-Bosco-Kindergarten. Allein – es fehlt an Bewerbern. „Wir wundern uns immer, wenn es heißt, dass es andernorts sogar zu viele Interessenten gebe“, sagt Stupka. Inzwischen habe sich ein Bewerber gemeldet, der voraussichtlich im Herbst im Jugendhaus in Leutkirch anfangen soll.
Der Bundesfreiwilligendienst komme „eher schleppend“ auf dem Land an, sagt Christina Pirker, Leiterin der Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit der Vinzenz von Paul gGmbH. In den von der Vinzenz von Paul gGmbH betriebenen Einrichtungen sei noch nichts zu spüren vom Bufdi-Boom, auch nicht im Seniorenzentrum Carl-Joseph.
Mitarbeiterin Silvia Kempter bestätigte der Schwäbischen Zeitung auf Anfrage: Derzeit gebe es dort keine Bufdis, „aber die Anfragen sind auch spärlich“. „Spärlich“, das heißt Null. Zivildienstleistende habe es früher in vielen Bereichen der Einrichtung gegeben, im Hausdienst, in der Küche, in der Pflege. Und auch an Interessenten mangelte es nicht. Zivildienstleistende, die im Seniorenzentrum gute Erfahrungen gemacht haben, hätten es ihren Freunden weiterempfohlen, die sich daraufhin beworben hätten. „Das war so ein Selbstläufer“, sagt Silvia Kempter.
Auch in den St.-Anna-Einrichtungen waren bis zum vergangenen Jahr Zivis tätig. Sie verrichteten Hausmeister- und Fahrdienste, waren in der Gärtnerei eingesetzt. „Das ist uns jetzt komplett weggebrochen“, sagt Verwaltungsleiterin Anita Eckbauer. Die Bundesfreiwilligendienstler dürften nach Auskunft von Eckbauer in diesen Bereichen nicht eingesetzt werden, sondern sollten in der Betreuung arbeiten. Nur werden sie dort nicht gebraucht. „Da haben wir unsere Fachkräfte und dazu Praktikanten und FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr), die das als Berufsvorbereitung benötigen“, so Eckbauer. Allerdings: Es habe bis jetzt auch erst eine Anfrage gegeben. Ein Rentner hatte Interesse bekundet, derzeit überlege man, wo man ihn einsetzen könnte. Die früheren Zivi-Arbeiten bei Hausmeister und Fahrdienst seien aktuell mit 400-Euro-Stellen aufgefangen. „Irgendwie vermissen wir sie schon, unsere Buben“, sagt Anita Eckbauer über die Zivildienstleistenden.
Arbeit im Naturschutz war immer sehr beliebt
Zivis gab es bislang auch beim Referat für Gewässer und Hochwasserschutz des Regierungspräsidiums Tübingen, das einen Betriebshof in Urlau unterhält. Früher habe es immer ein bis zwei Zivildienstleistende gegeben, sagt Flussmeister Anton Willburger. Die Arbeit im Naturschutz sei immer sehr beliebt gewesen. Bufdis hingegen gibt es keine in Urlau, auch keine Anfragen, wie Willburgers Kollege Ewald Faßnacht bestätigt.
(Erschienen: 06.02.2012 21:45)






































