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Stadtnachrichten Leutkirch

Friesenhofen legt am kräftigsten zu

Große Kreisstadt hat insgesamt zwar Einwohner verloren, aber einige Ortschaften sind gewachsen
Leutkircher haben im vergangenen Jahr wieder weniger Babys bekommen als im Vorjahr. Ein Grund für den leichten Bevölkerungsrückgang.
Leutkircher haben im vergangenen Jahr wieder weniger Babys bekommen als im Vorjahr. Ein Grund für den leichten Bevölkerungsrückgang. (Foto: dpa)

Von Steffen Lang

Leutkirch Nahezu konstant ist die Einwohneranzahl der Stadt Leutkirch im vergangenen Jahr geblieben. Sie hat 22178 Einwohner (Stichtag 31. Dezember 2011) und damit 25 Einwohner gegenüber 2010 verloren. Das ist ein Rückgang von 0,11 Prozent. Von 2009 auf 2010 hatte Leutkirch noch 80 Einwohner (minus 0,36 Prozent) verloren. Das geht aus dem Jahresbericht der Stadt hervor.

Prozentual am meisten Einwohner verloren hat die Ortschaft Hofs. Ihre Einwohneranzahl sank von 910 auf 895 (minus 15 oder 1,6 Prozent). Ebenfalls weniger Einwohner hatten zum Stichtag die Ortschaften Reichenhofen (jetzt 1873/minus 17 oder 0,9 Prozent), Herlazhofen (2483/minus 19 oder 0,8 Prozent) sowie die Kernstadt (11387/minus 26 oder 0,2 Prozent).

Friesenhofen hat im vergangenen Jahr am kräftigsten zugelegt. Die Einwohneranzahl der Ortschaft stieg von 767 auf 782. Das ist ein Plus von 15 Menschen beziehungsweise 2,0 Prozent. Mehr Einwohner als 2010 hat außerdem die Ortschaft Wuchzenhofen, die 1995 Einwohner zählt und damit 27 mehr als im Vorjahr (plus 1,4 Prozent). Gewachsen ist auch Diepoldshofen (585/plus 6 oder 1,0 Prozent). Winterstetten hat nun 431 statt 427 Einwohner (plus 0,9 Prozent). Wie im Vorjahr 1751 Einwohner zählt die Ortschaft Gebrazhofen.

Das Minus der Großen Kreisstadt resultiert fast exakt zur Hälfte daraus, dass im vergangenen Jahr mehr Menschen gestorben sind als Babys geboren wurden. 197 Sterbefälle stehen 185 Geburten gegenüber. Im Jahr 2010 hatte es noch einen leichten Geburtenüberschuss gegeben (188:184). Der Rest der Differenz zum Vorjahr ergibt sich daraus, dass mehr Menschen aus Leutkirch weggezogen sind als sich hier neu niedergelassen haben.

Die Anzahl der Ausländer in der Großen Kreisstadt ist im vergangenen Jahr ebenfalls zurückgegangen. 1644 waren es zum Stichtag 31. Dezember 2011, das waren 22 weniger als zwölf Monate zuvor (minus 1,3 Prozent). Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerungsanzahl sank damit ebenfalls: von 7,5 auf 7,4 Prozent.

1318 Menschen hatten zum Stichtag der Statistik ihren Nebenwohnsitz in der Großen Kreisstadt gemeldet. Diese sind in den oben genannten Zahlen nicht enthalten. Sie verteilen sich wie folgt: Leutkirch 753, Herlazhofen 129, Reichenhofen 121, Wuchzenhofen 117, Gebrazhofen 79, Friesenhofen 36, Winterstetten 34, Hofs 26 und Diepoldshofen 23. Verglichen mit der Anzahl der Hauptwohnsitze hat Winterstetten mit 8,0 Prozent damit den höchsten Anteil an „Nebenwohnsitzlern“, gefolgt von Leutkirch (6,6 Prozent), Reichenhofen (6,5 Prozent) und Wuchzenhofen (5,8 Prozent).

(Erschienen: 02.02.2012 11:00)

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