Stadtnachrichten Kißlegg
Frischzellenkur für Kißleggs barockes Kleinod

Doch die drei dicken Brocken sind nicht die einzigen Neuerungen: Die Gemeinde nutzt die umfangreiche Sanierung, um generell frischen Wind ins Neue Schloss zu bringen. Mit kleineren Maßnahmen möchte Krattenmacher die Funktionalität des Gebäudes erhöhen. Zum Beispiel, indem er Büros wie das des Kunstbeauftragten Anton Schmid verlegt. Bisher werkelte der gegenüber dem künftigen Aufzug. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten zieht Schmid in den bisherigen Personal- und Multifunktionsraum. Sein altes Büro wird zur Lagerstätte für allerlei Möbelstücke umfunktioniert. „Diese können dann ohne großen Aufwand mit dem Aufzug in die anderen Stockwerke transportiert werden. Eine große Entlastung für unsere Mitarbeiter, die die Stühle bei Veranstaltungen bisher immer kreuz und quer herumschleppen mussten“, sagt Krattenmacher.
Nicht mehr alles kreuz und quer herumschleppen müssen künftig auch die Mitarbeiter im Gäste- und Bürgerbüro. Zurzeit haben einige von ihnen noch ihre Büros im Rathaus, andere sind bereits im Neuen Schloss heimisch geworden. In Kürze werden sie alle Nachbarn: Aus dem bis vergangenen September noch für Ballettstunden der Volkshochschule (VHS) genutzten Zimmer im Erdgeschoss wird nämlich ebenfalls ein Verwaltungsraum. „Damit verwirklichen wir ein Stück weit unser Ziel, Dienstleistungen an einem Ort zu zentralisieren“, so Krattenmacher.
Ein weiterer Vorteil: Im Neuen Schloss ist mehr Platz für die Mitarbeiter im Gäste- und Bürgerbüro. Platz, der benötigt wird – arbeiten in der Gemeinde doch immer mehr Mütter von kleinen Kindern in Teilzeit. „Da kommen auf eine Stelle schon mal vier Mitarbeiterinnen. Und die brauchen ihre eigenen Arbeitsplätze“, erklärt Dieter Krattenmacher.
Sabrina Pfleghar hat ihren eigenen Arbeitsplatz bereits. Sie betreut die Bahnkarten-Verkaufstheke im Neuen Schloss. Hintergrund: Seit Dezember übernimmt das Gäste- und Bürgerbüro die Aufgaben des mittlerweile geschlossenen Schalters der Deutschen Bahn im Bahnhof. Ein Angebot, das gut angenommen wird, wie die stellvertretende Hauptamtsleiterin Eva-Maria Sauter bestätigt. Für den Sommer erwartet sie einen noch größeren Ansturm von potenziellen Bahnkunden. Wie gut, dass ihre Mitarbeiterinnen bis dahin mehr Platz haben werden.
Einer Illusion gebe sich in Kißlegg derweil aber keiner hin, so Krattenmacher: irgendwann nichts mehr ins barocke Kleinod investieren zu müssen. Sagt es und schaut auf die alten Toiletten im Erdgeschoss oder auch auf den Schnee, den der Wind mal wieder unter den undichten Türen hineingeweht hat.
Die Gemeinde Kißlegg muss nicht alle Kosten für die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen selbst bezahlen. Zum einen werden Landesfördermittel in noch unbekannter Höhe fließen. Zum anderen hat die Gemeinde einen Rechtsstreit mit einer Dachdeckerfirma gewonnen , die das Haupt des Schlosses unzulänglich gedeckt hatte. Hier kann das Rathaus mit Schadensersatzzahlungen rechnen.
(Erschienen: 02.02.2012 19:15)

Doch die drei dicken Brocken sind nicht die einzigen Neuerungen: Die Gemeinde nutzt die umfangreiche Sanierung, um generell frischen Wind ins Neue Schloss zu bringen. Mit kleineren Maßnahmen möchte Krattenmacher die Funktionalität des Gebäudes erhöhen. Zum Beispiel, indem er Büros wie das des Kunstbeauftragten Anton Schmid verlegt. Bisher werkelte der gegenüber dem künftigen Aufzug. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten zieht Schmid in den bisherigen Personal- und Multifunktionsraum. Sein altes Büro wird zur Lagerstätte für allerlei Möbelstücke umfunktioniert. „Diese können dann ohne großen Aufwand mit dem Aufzug in die anderen Stockwerke transportiert werden. Eine große Entlastung für unsere Mitarbeiter, die die Stühle bei Veranstaltungen bisher immer kreuz und quer herumschleppen mussten“, sagt Krattenmacher.
Nicht mehr alles kreuz und quer herumschleppen müssen künftig auch die Mitarbeiter im Gäste- und Bürgerbüro. Zurzeit haben einige von ihnen noch ihre Büros im Rathaus, andere sind bereits im Neuen Schloss heimisch geworden. In Kürze werden sie alle Nachbarn: Aus dem bis vergangenen September noch für Ballettstunden der Volkshochschule (VHS) genutzten Zimmer im Erdgeschoss wird nämlich ebenfalls ein Verwaltungsraum. „Damit verwirklichen wir ein Stück weit unser Ziel, Dienstleistungen an einem Ort zu zentralisieren“, so Krattenmacher.
Ein weiterer Vorteil: Im Neuen Schloss ist mehr Platz für die Mitarbeiter im Gäste- und Bürgerbüro. Platz, der benötigt wird – arbeiten in der Gemeinde doch immer mehr Mütter von kleinen Kindern in Teilzeit. „Da kommen auf eine Stelle schon mal vier Mitarbeiterinnen. Und die brauchen ihre eigenen Arbeitsplätze“, erklärt Dieter Krattenmacher.
Sabrina Pfleghar hat ihren eigenen Arbeitsplatz bereits. Sie betreut die Bahnkarten-Verkaufstheke im Neuen Schloss. Hintergrund: Seit Dezember übernimmt das Gäste- und Bürgerbüro die Aufgaben des mittlerweile geschlossenen Schalters der Deutschen Bahn im Bahnhof. Ein Angebot, das gut angenommen wird, wie die stellvertretende Hauptamtsleiterin Eva-Maria Sauter bestätigt. Für den Sommer erwartet sie einen noch größeren Ansturm von potenziellen Bahnkunden. Wie gut, dass ihre Mitarbeiterinnen bis dahin mehr Platz haben werden.
Einer Illusion gebe sich in Kißlegg derweil aber keiner hin, so Krattenmacher: irgendwann nichts mehr ins barocke Kleinod investieren zu müssen. Sagt es und schaut auf die alten Toiletten im Erdgeschoss oder auch auf den Schnee, den der Wind mal wieder unter den undichten Türen hineingeweht hat.
Die Gemeinde Kißlegg muss nicht alle Kosten für die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen selbst bezahlen. Zum einen werden Landesfördermittel in noch unbekannter Höhe fließen. Zum anderen hat die Gemeinde einen Rechtsstreit mit einer Dachdeckerfirma gewonnen , die das Haupt des Schlosses unzulänglich gedeckt hatte. Hier kann das Rathaus mit Schadensersatzzahlungen rechnen.
(Erschienen: 02.02.2012 19:15)


































