Stadtnachrichten Isny
Spendengeld soll verwahrlosten Tieren helfen
Von unserer Redakteurin Laura Loewel
Die hauptsächliche Arbeit des Isnyer Tierschutzvereins ist das Aufnehmen, Versorgen und Vermitteln von Fundkatzen aus der Region Isny und Umgebung. Immer wieder setzen Menschen Katzenbabys oder ältere Katzen aus. Nur selten können die Findelkatzen den Besitzern zugeordnet werden, da nur die wenigsten tätowiert und somit registriert sind. Im vergangenen Jahr hat der Verein in Isny rund 50 Fundkatzen aufgenommen. „Nur die wenigsten Besitzer suchen ihre Katze“, weiß Heide Wittner und fährt fort: „Viele sind in einem katastrophalen Zustand: Verwurmt, krank, unkastriert, unsterilisiert.“
Verein sucht Pflegeplätze
Der Tierschutzverein pflegt solche Katzen gesund, lässt sie auch sterilisieren oder kastrieren und versucht sie dann weiterzuvermitteln. Oft seien laut Heide Wittner auch nur wenige Wochen alte Katzen unter den Findelkindern. Bedrückt sagt sie: „Es gibt zwei Dinge, die einen belasten: Das Leid der Tiere und die Tatsache, wie herzlos die Menschen handeln“. Die Tatsache, dass es in Isny nur einen Pflegeplatz, bei dem die Katzen auf die Weitervermittlung warten, gibt, macht die Situation nicht besser. Deshalb „suchen wir dringend weitere Pflegeplätze“. Denn wenn die Tierschützer in Isny „nicht mehr können“, kommen die Tiere ins Tierheim, welches selbst schon gnadenlos überfüllt sei.
Allgemein seien die vielen Katzen ein Problem, besonders die „Bauernkatzen“, denn die vermehrten sich ungehindert und würden nicht gepflegt. „Da kommt viel des Elends her“, weiß Wittner. „Schuld daran sind die Menschen.“
Doch nicht nur die Katzen bekommen die Aufmerksamkeit des Vereins: Auch im Schnitt 15 Fundhunde werden an ihre Besitzer zurückvermittelt, doch in manchen Fällen sind die nicht auffindbar. Dann bleibt nur das Tierheim als Zuhause. Auch für Sittiche und Singvögel, Schwäne oder Enten und vernachlässigte Tiere aller Art gibt es im Verein Zuständige.
Insgesamt zählen rund 200 Mitglieder zum Isnyer Tierschutzverein. Doch Heide Wittner ist besorgt: „Wir brauchen mehr Jugendliche, die sich engagieren.“ Über die Spende der Schüler der Gewinnermannschaft von der Eduard-Schlegel-Schule in Höhe von 677 Euro sind sie „gottfroh“. Denn die Tierarztkosten steigen in immense Höhen, wenn wieder neue Katzen, Hunde oder Vögel zum Tierdoktor müssen.
Des Öfteren schon haben sich Menschen bei Heide Wittner darüber beschwert, dass es auch genügend Menschen gebe, die Hilfe bedürfen, doch stellt sie klar: „Insgesamt 97 Prozent der Spenden allgemein gehen an Menschen, nur ein spärlicher Rest von drei Prozent an Tiere.“ Rosi Halder möchte in Zukunft die Kinder und Jugendlichen mehr für den Tierschutz sensibilisieren. Eventuell soll der Tierschutzverein Isny eine Jugendgruppe bekommen und dann mit Kindergärten und Schulen zusammenarbeiten.
Die Finanzkrise machen Heide Wittner und Rosi Halder nur geringfügig für das teils unverantwortliche Handeln der Tierbesitzer verantworlich: „Vielmehr ist es die Gleichgültigkeit“, und die müsse sich ändern.
Neuerdings hat der Tierschutzverein Isny eine Homepage: www.tierschutzverein-isny.de. Dort gibt es aktuell die Hilfe suchenden Samtpfoten mit Foto und Beschreibung. Wer helfen will, kann für 15 Euro im Jahr Mitglied werden. Kontakt über Heide Wittner unter Telefon 07562/8634.
(Erschienen: 22.12.2009 11:30)
Von unserer Redakteurin Laura Loewel
Die hauptsächliche Arbeit des Isnyer Tierschutzvereins ist das Aufnehmen, Versorgen und Vermitteln von Fundkatzen aus der Region Isny und Umgebung. Immer wieder setzen Menschen Katzenbabys oder ältere Katzen aus. Nur selten können die Findelkatzen den Besitzern zugeordnet werden, da nur die wenigsten tätowiert und somit registriert sind. Im vergangenen Jahr hat der Verein in Isny rund 50 Fundkatzen aufgenommen. „Nur die wenigsten Besitzer suchen ihre Katze“, weiß Heide Wittner und fährt fort: „Viele sind in einem katastrophalen Zustand: Verwurmt, krank, unkastriert, unsterilisiert.“
Verein sucht Pflegeplätze
Der Tierschutzverein pflegt solche Katzen gesund, lässt sie auch sterilisieren oder kastrieren und versucht sie dann weiterzuvermitteln. Oft seien laut Heide Wittner auch nur wenige Wochen alte Katzen unter den Findelkindern. Bedrückt sagt sie: „Es gibt zwei Dinge, die einen belasten: Das Leid der Tiere und die Tatsache, wie herzlos die Menschen handeln“. Die Tatsache, dass es in Isny nur einen Pflegeplatz, bei dem die Katzen auf die Weitervermittlung warten, gibt, macht die Situation nicht besser. Deshalb „suchen wir dringend weitere Pflegeplätze“. Denn wenn die Tierschützer in Isny „nicht mehr können“, kommen die Tiere ins Tierheim, welches selbst schon gnadenlos überfüllt sei.
Allgemein seien die vielen Katzen ein Problem, besonders die „Bauernkatzen“, denn die vermehrten sich ungehindert und würden nicht gepflegt. „Da kommt viel des Elends her“, weiß Wittner. „Schuld daran sind die Menschen.“
Doch nicht nur die Katzen bekommen die Aufmerksamkeit des Vereins: Auch im Schnitt 15 Fundhunde werden an ihre Besitzer zurückvermittelt, doch in manchen Fällen sind die nicht auffindbar. Dann bleibt nur das Tierheim als Zuhause. Auch für Sittiche und Singvögel, Schwäne oder Enten und vernachlässigte Tiere aller Art gibt es im Verein Zuständige.
Insgesamt zählen rund 200 Mitglieder zum Isnyer Tierschutzverein. Doch Heide Wittner ist besorgt: „Wir brauchen mehr Jugendliche, die sich engagieren.“ Über die Spende der Schüler der Gewinnermannschaft von der Eduard-Schlegel-Schule in Höhe von 677 Euro sind sie „gottfroh“. Denn die Tierarztkosten steigen in immense Höhen, wenn wieder neue Katzen, Hunde oder Vögel zum Tierdoktor müssen.
Des Öfteren schon haben sich Menschen bei Heide Wittner darüber beschwert, dass es auch genügend Menschen gebe, die Hilfe bedürfen, doch stellt sie klar: „Insgesamt 97 Prozent der Spenden allgemein gehen an Menschen, nur ein spärlicher Rest von drei Prozent an Tiere.“ Rosi Halder möchte in Zukunft die Kinder und Jugendlichen mehr für den Tierschutz sensibilisieren. Eventuell soll der Tierschutzverein Isny eine Jugendgruppe bekommen und dann mit Kindergärten und Schulen zusammenarbeiten.
Die Finanzkrise machen Heide Wittner und Rosi Halder nur geringfügig für das teils unverantwortliche Handeln der Tierbesitzer verantworlich: „Vielmehr ist es die Gleichgültigkeit“, und die müsse sich ändern.
Neuerdings hat der Tierschutzverein Isny eine Homepage: www.tierschutzverein-isny.de. Dort gibt es aktuell die Hilfe suchenden Samtpfoten mit Foto und Beschreibung. Wer helfen will, kann für 15 Euro im Jahr Mitglied werden. Kontakt über Heide Wittner unter Telefon 07562/8634.
(Erschienen: 22.12.2009 11:30)





































