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„O’zapft is“ mit eineinhalb Schlägen

Bürgermeister Rainer Magenreuter hat mit gut einem Schlag, und einem kleinen Nachhelfer, das Bier 2304 angestochen. Sepp und Johannes Stolz (alle von links) beobachteten die Vorgehensweise von Magenreuter.
Bürgermeister Rainer Magenreuter hat mit gut einem Schlag, und einem kleinen Nachhelfer, das Bier 2304 angestochen. Sepp und Johannes Stolz (alle von links) beobachteten die Vorgehensweise von Magenreuter. (Foto: Loewel)

Isny / loe Das Jahrgangsbier 2304 der Brauerei Stolz ist nach 120-tägiger Reifezeit am Mittwochabend angestochen worden. Bürgermeister Rainer Magenreuter benötigte eineinhalb Schläge, bis das Bier verhalten aus dem Fass spritzte.

Im April dieses Jahres war das traditionelle Bier in der Brauerei Stolz unter Aufsicht von 23 Bierpaten aus Isny und der Umgebung eingebraut worden. Im Juni habe es laut Sepp Stolz eine erste Verkostung gegeben und nun, nach 120 Tagen der Reifezeit, war es endlich soweit. Rund 500 Besucher waren zu dem Sommerabendkonzert mit dem ganz besonderen Jahrgangsbieranstich ins Kurhaus gekommen. Wegen des unsicheren Wetters, entschieden sich die Veranstalter kurzerhand, den Anstich ins Kurhaus zu verlegen.

Dann war es um kurz vor halb acht soweit: Unter den Augen von Hans Stolz banden sich Sepp Stolz, Jungbraumeister Johannes Stolz und Bürgermeister Rainer Magenreuter die Brauerschürzen um. „Jetzt häsen sich die drei mit Brauerschürzen ein, falls es recht spritzt“, kommentierte Hans Stolz das Vorgehen. „Recht gespritzt“ hat es schließlich nur verhalten, was unter Umständen der geübten Hand Bürgermeister Magenreuters zuzuschreiben ist. Eineinhalb Schläge hat er aber trotzdem gebraucht, bestimmt nur, um auf Nummer sicher zu gehen.

Als erstes bekamen die 23 Bierpaten eine Halbe Bier ausgeschenkt, dann gab es für die Gäste im Kurhaus frisches Bier aus dem Zapfhahn. Unter den Ehrengästen im Kurhaus waren auch der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete für Biberach, Franz Romer, der einen Trinkspruch zum Besten gab, sowie MdL Paul Locherer und zahlreiche Köpfe aus Isny und Umgebung. Auch die Hopfenkönigin Sonja Manninger und zwei Hopfenprinzessinnen Marlen Milz und Patricia Schmid kamen zum Anstich des Jahrgangsbiers, das heuer 15,8 Prozent Stammwürze aufweist. Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Musikkapelle Sibratshofen.

(Erschienen: 26.08.2010 10:20)

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