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Stadtnachrichten Isny

„Alkohol ist weiterhin ein Problem“

„Alkohol ist weiterhin ein Problem“
„Alkohol ist weiterhin ein Problem“

Isny / sz „Alkohol ist weiterhin ein Problem, das ist klar“, sagt Bürgermeister Rainer Magenreuter auf die derzeitige Lage was den Alkoholkunsum unter Jugendlichen in Isny angeht. Wie die Polizei in Isny durchgreift und mit welchen Mitteln auch das Landratsamt Ravensburg versucht einzugreifen.

Von unserer Redakteurin Laura Loewel 

Viele Städte in Baden-Württemberg überprüfen mit jugendlichen Testkäufern, ob die Geschäfte Hochprozentiges an Minderjährige verkaufen oder ob man nach einem Ausweis verlangt. Mit dieser Maßnahme soll die Einhaltung des Jugendschutzgesetztes überprüft werden. In Isny soll es sowas aber nicht geben, denn Bürgermeister Rainer Magenreuter weiß aus Gesprächen, dass die Verkäufer in Isny so sensibilisiert sind, dass sie sich an das Gesetz halten. „Oft ist es aber so, dass die über 18-Jährigen den Alkohol für die Jüngeren mit kaufen.“ Das sei indes ein Problem. „Wir haben ja aber noch unseren Sicherheitsdienst, der die Jugendlichen auch anspricht und ihnen den Alkohol wegnehmen kann“, sagt Magenreuter. In einer Arbeitsgruppe (AG 78), in der sich Vertreter aus Schulen, Kindergärten, Schulsozialarbeit und Polizei mit den Bedürfnissen und Belangen der Jugendlichen in Isny beschäftigen, habe das Thema beim letzten Treffen auf der Tagesordnung gestanden. „Isny setzt nicht auf Testkäufe, sondern auf Gespräche und Prävention.“

Führerschein gefährdet

Die Polizei weiß ebenso um die Lage in Isny Bescheid: Es sei aber nicht mehr oder weniger der Fall als in Wangen oder Leutkirch. Sollten beispielsweise Volljährige dabei erwischt werden, während sie Alkohol an Jüngere weitergeben, greift die Polizei hart durch. Das könne dann um die 300 Euro kosten. Werden Kinder oder Jugendliche alkoholisiert angetroffen, so gibt es auch hier inzwischen ein schmerzhaftes Mittel, Druck auszuüben.

Die Pressesprecherin der Polizei in Ravensburg, Sonja Saur, sagt: „Wenn Jugendliche charakterlich auffallen, sei es durch Alkohol- und Drogenmissbrauch, uneinsichtig sind oder wegen Körperverletzung zur Rechenschaft gezogen werden, meldet die Polizei das an die Führerscheinbehörde.“ Sollte dann der Führerschein beantragt werden, können diese Meldungen über auffällige Jugendliche Schwierigkeiten machen und es gibt als letzte Instanz keinen Führerschein. „Das Landratsamt kann dann beispielsweise ein Gutachten verlangen, das nachweisen muss, dass die Jugendlichen für den Führerschein geeignet sind.“ Hinsichtlich der Tatsache, dass die Jugend heute mobil sein will und Wert auf den Roller- oder Autoführerschein legt, sei das eine wirksame und abschreckende Methode, von der die Polizei regelmäßig Gebrauch macht.

(Erschienen: 19.08.2010 17:20)

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