Stadtnachrichten Isny
„Kulturprojekte haben es in der Demokratie schwer“
Pragmatische Mentalität der Allgäuer
Nach Ansicht Zumthors mache vielen Bürgern auch das Neue an sich Angst. „Eine Fortschreibung des Bewährten“ bevorzugten diese. Sehr pragmatisch sei die Mentalität der Allgäuer, stellte der Architekt fest und entspreche damit jener der Deutschschweizer.
Nicht einfach zu kommunizieren
Fragen wie „Was soll eigentlich in diesem Turm geschehen? Brauchen wir das überhaupt? Zuerst einen Turm erfinden und danach schauen, für was man ihn brauchen kann? muteten „dem Durchschnittsbürger wohl etwas seltsam an“, heißt es im Brief weiter. Von Hause aus sei dieser Durchschnittsbürger es nicht gewohnt, „etwas mit Umwegrentabilität“ zu erklären. „Wir investieren in dieses, damit später etwas anderes rentiert“, dies sei nicht einfach zu kommunizieren, erläutert der 68-Jährige in seinen Zeilen.
Momentan überwiegt die Enttäuschung
Außerdem ist für Zumthor fraglich, ob „wirklich alle Isnyer Bürger verstanden haben, dass der Turm ein Geschenk gewesen wäre, dass sie dafür nichts hätten bezahlen müssen“. Im Moment überwiege bei ihm die Enttäuschung. Dann werde wieder etwas wachsen, daran glaube er. In jedem Falle hätten die Initiatoren Kraft entwickelt, etwas sei entstanden, das „man ihnen nicht mehr wegnehmen kann“.
In tiefgreifende Depression verfällt der Schweizer derzeit wohl nicht. Denn, wie er mitteilt, habe er dieser Tage zwei Ingenieure aus Stuttgart getroffen, die sich erstaunt gezeigt hatten, dass die Isnyer den Entwurf nicht wollten. Spontan hätten sie Interesse gezeigt, den Turm nach Stuttgart zu holen, schreibt Peter Zumthor den Allgäuern.
(Erschienen: 11.02.2012 08:30)
Pragmatische Mentalität der Allgäuer
Nach Ansicht Zumthors mache vielen Bürgern auch das Neue an sich Angst. „Eine Fortschreibung des Bewährten“ bevorzugten diese. Sehr pragmatisch sei die Mentalität der Allgäuer, stellte der Architekt fest und entspreche damit jener der Deutschschweizer.
Nicht einfach zu kommunizieren
Fragen wie „Was soll eigentlich in diesem Turm geschehen? Brauchen wir das überhaupt? Zuerst einen Turm erfinden und danach schauen, für was man ihn brauchen kann? muteten „dem Durchschnittsbürger wohl etwas seltsam an“, heißt es im Brief weiter. Von Hause aus sei dieser Durchschnittsbürger es nicht gewohnt, „etwas mit Umwegrentabilität“ zu erklären. „Wir investieren in dieses, damit später etwas anderes rentiert“, dies sei nicht einfach zu kommunizieren, erläutert der 68-Jährige in seinen Zeilen.
Momentan überwiegt die Enttäuschung
Außerdem ist für Zumthor fraglich, ob „wirklich alle Isnyer Bürger verstanden haben, dass der Turm ein Geschenk gewesen wäre, dass sie dafür nichts hätten bezahlen müssen“. Im Moment überwiege bei ihm die Enttäuschung. Dann werde wieder etwas wachsen, daran glaube er. In jedem Falle hätten die Initiatoren Kraft entwickelt, etwas sei entstanden, das „man ihnen nicht mehr wegnehmen kann“.
In tiefgreifende Depression verfällt der Schweizer derzeit wohl nicht. Denn, wie er mitteilt, habe er dieser Tage zwei Ingenieure aus Stuttgart getroffen, die sich erstaunt gezeigt hatten, dass die Isnyer den Entwurf nicht wollten. Spontan hätten sie Interesse gezeigt, den Turm nach Stuttgart zu holen, schreibt Peter Zumthor den Allgäuern.
(Erschienen: 11.02.2012 08:30)





































