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Polizei und Feuerwehr zu Silvester im Dauereinsatz

Silvestermüll
Silvestermüll

München / dapd Silvester ist für Polizei und Feuerwehr wieder eine arbeitsreiche Nacht gewesen. In Großstädten wie Berlin und Hamburg waren Polizisten und Feuerwehrleute quasi im Dauereinsatz. Größere Zwischenfälle gab es aber nicht. Auf Deutschlands größter Open-Air-Silvester-Party am Brandenburger Tor feierten rund eine Million Berliner und Gäste ausgelassen den Beginn des neuen Jahres.

Um Mitternacht erleuchteten 120000 Raketen 13 Minuten lang den Himmel über Berlin. Während des vom Lichtkünstler Gert Hof inszenierten Spektakels sangen Tenor Paul Potts und David Hasselhoff vor der Kulisse des illuminierten Brandenburger Tors. Wegen Überfüllung waren die Eingänge zur Partymeile etwa eine Stunde vor Mitternacht geschlossen worden.

Die Berliner Feuerwehr meldete allein am Brandenburger Tor rund 180 Einsätze. In ganz Berlin wurden von 19.00 bis 6.00 Uhr 1.568 Einsätze gezählt. Das waren rund 150 mehr als zum Jahreswechsel 2009/2010. Die Zahl der Rettungsdiensteinsätze sank leicht, dagegen stieg die Zahl der Brände um rund ein Viertel. Bei den Bränden in Berlin wurden mehrere Menschen verletzt.

In Bad Reichenhall in Bayern kam eine Frau bei einem Wohnungsbrand ums Leben. Vermutlich hatte eine Wunderkerze zu dem Feuer geführt. Für die Bewohnerin kam jede Hilfe zu spät, eine weitere kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. In der Gegend gab es in der Nacht noch zwei weitere Feuer: In einem Dachstuhl im Gebäude des „Reichenhaller Anzeigers“ und in einem Reihenhaus in Bayerisch Gmain. Beide wurden vermutlich durch Feuerwerkskörper verursacht.

In Hamburg rückte die Feuerwehr rund 1.100-mal aus. Mit 864 waren die überwiegende Zahl Rettungsdiensteinsätze. Zudem wurden die Feuerwehrleute zu 235 Bränden gerufen, wovon etwa drei Viertel sogenannte kleine Feuer waren, also etwa brennende Mülleimer und Papiercontainer. Nach Angaben der Hamburger Feuerwehr gab es diesmal mehr Verletzungen durch Feuerwerkskörper als in den Jahren davor. Die Feuerwehr registrierte mehrere schwere Verbrennungen und einige sehr schwere Handverletzungen.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen rückte zum Jahreswechsel zu landesweit 3.374 Einsätzen aus. Das waren rund 1.000 weniger als 2009/2010. In den meisten Fällen sei es um Körperverletzung, Ruhestörung, Sachbeschädigung oder Brände gegangen, teilte das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste mit.

(Erschienen: 01.01.2011 10:00)

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