Organspenden: Die Kassen sollen Bereitschaft abfragen
Um mehr Menschen als bisher nach ihrem Tod als Organspender zu gewinnen, will Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) alle Krankenversicherten über ihre Kasse nach ihrer Spendenbereitschaft befragen lassen. „Jeder soll zumindest einmal im Leben mit dieser Frage konfrontiert werden“, sagte gestern eine Ministeriumssprecherin. Jeder sei in seiner Entscheidung aber frei. Wer auf die Hinweise und Informationen nicht reagiere, solle nicht belangt werden.
Gesundheitsminister Bahr, dessen Vorstoß sich an eine fraktionsübergreifende Initiative aus dem Jahr 1997 anlehnt, sprach von einem „Herzensanliegen“. Er forderte die Krankenkassen auf, ihre Mitglieder offensiv über Organspenden zu informieren. So könnte etwa bei der Ausstellung einer Versichertenkarte ein Antrag für einen Organspendeausweis mitverschickt werden. „Jeder, der einen Ausweis hat, ist ein Lebensretter“, sagte Bahr.
Von rund 12000 Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, sterben jährlich etwa 3000. Seit Jahren hat sich allerdings an der unbefriedigenden Situation nichts Entscheidendes geändert: Gab es 2001 nur 1073 Menschen, die nach ihrem Tod Organe spendeten, so waren es im vergangenen Jahr immerhin 1296. Am häufigsten wurden Nieren (2250-mal) und Lebern (1114-mal) nach Angaben der Deutschen Stiftung Organspende verpflanzt.
Nach Bahrs Plänen sollen die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet werden, alle Versicherten über 16 Jahren bei der bevorstehenden Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte über die Organspende zu informieren und zu einer Erklärung aufzufordern. Die Privatkassen, die sich an der Ausgabe der Gesundheitskarte nicht beteiligen, sollen ihre Versicherten ebenfalls informieren müssen.
Auch Private prüfen Vorschläge
(Erschienen: 26.09.2011 22:05)
Um mehr Menschen als bisher nach ihrem Tod als Organspender zu gewinnen, will Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) alle Krankenversicherten über ihre Kasse nach ihrer Spendenbereitschaft befragen lassen. „Jeder soll zumindest einmal im Leben mit dieser Frage konfrontiert werden“, sagte gestern eine Ministeriumssprecherin. Jeder sei in seiner Entscheidung aber frei. Wer auf die Hinweise und Informationen nicht reagiere, solle nicht belangt werden.
Gesundheitsminister Bahr, dessen Vorstoß sich an eine fraktionsübergreifende Initiative aus dem Jahr 1997 anlehnt, sprach von einem „Herzensanliegen“. Er forderte die Krankenkassen auf, ihre Mitglieder offensiv über Organspenden zu informieren. So könnte etwa bei der Ausstellung einer Versichertenkarte ein Antrag für einen Organspendeausweis mitverschickt werden. „Jeder, der einen Ausweis hat, ist ein Lebensretter“, sagte Bahr.
Von rund 12000 Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, sterben jährlich etwa 3000. Seit Jahren hat sich allerdings an der unbefriedigenden Situation nichts Entscheidendes geändert: Gab es 2001 nur 1073 Menschen, die nach ihrem Tod Organe spendeten, so waren es im vergangenen Jahr immerhin 1296. Am häufigsten wurden Nieren (2250-mal) und Lebern (1114-mal) nach Angaben der Deutschen Stiftung Organspende verpflanzt.
Nach Bahrs Plänen sollen die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet werden, alle Versicherten über 16 Jahren bei der bevorstehenden Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte über die Organspende zu informieren und zu einer Erklärung aufzufordern. Die Privatkassen, die sich an der Ausgabe der Gesundheitskarte nicht beteiligen, sollen ihre Versicherten ebenfalls informieren müssen.
Auch Private prüfen Vorschläge
(Erschienen: 26.09.2011 22:05)
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