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Politik

Mehr Fluch als Segen

Umweltschützer und andere Olympia-Kritiker riskieren, vom Kreml weggesperrt zu werden
Aleksandr Koropow auf seinem von Bauarbeiten zerstaðrten Grundstück in Achschtyr bei Sotschi.
Doris Heimann

Sotschi sz Aschot Jailjan lenkt seinen staubigen Jeep über die Serpentinen der Bergstraße. Oberhalb des Dorfes Achschtyr geht es plötzlich nicht weiter. Ein Schlagbaum, zwei Wachsoldaten in Tarnanzügen. Aschot zeigt seinen Pass. „Lasst mich durch, ich wohne dort hinten.“ Der Uniformierte schüttelt den Kopf: „Sicherheitszone.“ Für die Zeit der Olympischen Spiele bleibt Aschot Jailjan (73) aus seinem Haus ausgesperrt. Der alte Mann kann es nicht fassen: „Ich wohne hier seit mehr als 20 Jahren.“ Sein Dorfnachbar Aleksandr Koropow hat ihn bei sich aufgenommen. Doch dem Nachbarn geht es wenig besser. Weil sein Grundstück zu einem neuen Nationalpark gehört, wurde Koropow praktisch enteignet. Entschädigung bekam er keine. „Ich bin jetzt ein Olympia-Penner“, sagt er bitter.

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