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Politik

Im Land herrscht „religiöse Ahnungslosigkeit“

Schieflage: der Rauschgoldengel „Bärbel“ am Zugang zum Nürnberger Christkindlesmarkt. „Das Christentum ist weitgehend zur Folklore verkümmert“, diagnsotiziert Michael Wolffsohn.
Schieflage: der Rauschgoldengel „Bärbel“ am Zugang zum Nürnberger Christkindlesmarkt. „Das Christentum ist weitgehend zur Folklore verkümmert“, diagnsotiziert Michael Wolffsohn.
Daniel Karmann

sz Deutschland ist mehr oder weniger eine Heidenrepublik. Nicht viel anders sieht es in anderen Staaten Westeuropas aus. Ganz allgemein in der „Westlichen Welt“. Das Christentum ist weitgehend zur Folklore verkümmert. Nur noch eine Minderheit der deutschen und westeuropäischen Christen weiß, warum Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten gefeiert werden und was der Advent – außer dem Adventskranz – bedeutet. Es herrscht religiöse Ahnungslosigkeit.

Das gilt auch für die jüdische Glaubensgemeinschaft in Deutschland, Europa und weitgehend auch in den USA. Wir leben nicht nur in einer entchristlichten Gesellschaft. Daran ändert auch und gerade das bevorstehende „Christfest“, also Weihnachten, nichts. Nicht einmal der Weihnachtsbaum hat ursprünglich etwas mit dem Christentum zu tun. Der Baum gehört seit jeher zum heidnischen Brauchtum, auch wenn manche den Weihnachtsbaum „Christbaum“ nennen. Ohnehin gehört dieser erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, zuerst in Deutschland, zur Christfest-Folklore. Dennoch, die Kirchen werden zu Weihnachten voller als sonst. Der Grundbefund bleibt: Die Mehrheit der Deutschen ist religiös-christlich eher analphabetisch. Zum Trost der Nenn- oder Nicht-mehr-Christen sei daran erinnert, dass ihre jüdischen „Brüder und Schwestern“ außerhalb Israels keinen Deut kenntnisreicher oder religiöser sind.

Religion spielt für die alteingesessene deutsche und westeuropäische Gesellschaft eine immer geringere Rolle. Das ist nicht allein auf das Versagen der katholischen und evangelischen Kirche zurückzuführen. Allerdings vergessen vor allem bundesdeutsche Repräsentanten der Protestanten oft, dass Politik Opium für die Religion ist. Sie müssen höllisch aufpassen, dass sie den Himmel nicht aus den Augen verlieren. Man sollte Kirchenvertreter daran erinnern, dass Politiker auf der Politik-Klaviatur besser spielen können als sie. Den politischen Wettbewerb mit der Politik kann die Kirche nur verlieren, auch wenn besonders die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sich nicht selten wie der verlängerte rot-grüne Arm darstellt.

Katholische Kirche hat politische Vergangenheit überwunden

Die katholische Kirche in Deutschland hat ihre (partei-)politische Vergangenheit inzwischen weitgehend überwunden. Das war in den 1950er-Jahren noch ganz anders. Besonders in Bayern platzierten die Kirchen-„Schafe“ ihr Kreuz an genau die Stelle, die der „Herr Pfarrer“ ihnen nahe gelegt hatte. Das italienische Satire-Pendant in Abgrenzung zum Kommunismus bietet immer noch die köstlich klug-amüsanten Bücher über „Don Camillo und Peppone“ von Giovannino Guareschi aus dem Jahre 1948, die von 1952 bis 1965 als Mehrteiler mit dem hinreißenden französischen Komiker Fernandel und Gino Cervi verfilmt wurden. Sicher wird irgendein Fernsehsender zur Weihnachtszeit einen der Filme ausstrahlen. Die Zuschauer werden dadurch weder christlicher noch kommunistisch.

Das heißt nicht, dass katholische Würdenträger immun gegen Politik wären. Hier und da, besonders in Deutschland, passt sich die katholische Welt der evangelischen an. Vor etwas mehr als einem Jahr besuchten Kardinal Marx und der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm Jerusalem. Sie meinten, besonders brave Gäste zu sein, indem jeder von beiden auf dem Tempelberg der Muslime und an der Klagemauer der Juden sein jeweiliges Kreuz abnahm. Die höchsten Vertreter des deutschen Christentums verzichteten von sich aus auf das Symbol des Christentums schlechthin. Wie können sie erwarten, dass ihre Gemeinden ihr Christentum ernster nehmen und offensiver vertreten als ihre Oberen?

Die Wurzeln der Entchristlichung des Christentums sowie der Entjudung der Diasporajuden reichen tiefer. Die Entfernung und Entfremdung von der Religion („Säkularisierung“) gehört zur Entstehen und Entwicklung der Moderne. Das mag einem gefallen oder nicht, so ist es.

Tiefer liegende Gründe 

Anders als in den religiösen Epochen vor der Moderne werden zudem historische Katastrophen wie der Erste oder Zweite Weltkrieg, nicht mehr als „Strafe Gottes“, sondern als „teuflisches“ Menschenwerk verstanden. Vor der Moderne beziehungsweise Säkularisierung fragten die vom Leid betroffenen Menschen: „Weshalb hat Gott das zugelassen?“ Seit der Säkularisierung fragen sie: „Wo war, wo ist Gott?“, und „wissen“ sogleich die Antwort: „Es gibt ihn nicht“, oder „Gott ist tot“ – was indirekt besagt, dass er gelebt habe, es ihn also zumindest gab.

Noch ein tiefer liegender Grund ist zu nennen. Die Bibel, sowohl das Alte als auch das Neue Testament, sind antike Literatur. Gläubige und erst recht dogmatisch gläubige Christen und Juden sagen: „Die Bibel ist Gotteswort durch Menschenmund.“ Damit räumen sie – korrekt – ein, dass die Bibel von Menschen niedergeschrieben wurde. Für Gläubige kein Problem, denn Menschen schrieben, der dogmatischen Sichtweise entsprechend, das ihnen von Gott beziehungsweise dem Heiligen Geist Eingegebene nur nieder. Nicht-Gläubige sagen: „Die Bibel ist Menschenwerk“, nicht Gotteswerk oder -wort. Das scheint identisch, ist es aber nicht, denn im ersten Fall ist Gott das steuernde Subjekt beziehungsweise der Akteur, im zweiten ist es der Mensch. Das Wesen der erzählenden antiken Literatur ist den meisten modernen Menschen unbekannt. Es sei kurz erklärt. Antike Erzähler, namentlich bekannte wie unbekannte, auch natürlich die biblischen Erzähler, setzten den Lesern Geschichten vor, wenn sie erklären oder beschreiben wollten, was und wie und warum etwas allseits Bekanntes so geworden ist. Dabei war Erzählern und Lesern bewusst, dass diese Geschichten nicht Geschichte, also nicht wirklich historisch, waren und somit nicht wortwörtlich als wahr zu Verstehendes.

Einfluss der Dogmatiker wirkt im Religionsunterricht 

Christliche und jüdische Dogmatiker wollen diese Selbstverständlichkeit vergessen, verdrängen oder gar nicht erst zur Kenntnis nehmen. Für sie sind die Geschichten eben Geschichte, ja, mehr noch als Heilsgeschichte wahre Geschichte. Der Einfluss jener Dogmatiker wirkt nicht zuletzt im (meist schlechten) Religionsunterricht an den Schulen. Dort lernen sie einerseits moderne Naturwissenschaften und andererseits (meist schlechten) Religionsunterricht. Die Inhalte dieser Fächer widersprechen einander fundamental. Die Folge: Die Bibel wird als verdummender „Kinderkram“ betrachtet, ohne dass die tiefe Symbolik des Erzählten auch nur andeutungsweise erfasst wird. Dazu zwei Beispiele.

Beispiel eins, die Jungfrauengeburt. Maria ist, den Evangelien zufolge, Mutter und Jungfrau. Spätestens im Biologie-Unterricht lernen die Schüler, dass dies unmöglich ist. Beispiel zwei, die Altfrauengeburt. Sarah, die jüdische Stamm-Mutter, lesen wir in Genesis, habe mit 90 Jahren ihren Sohn Isaak zur Welt gebracht. Lachhaft finden das moderne jüdische ebenso wie christliche Schüler, mit oder ohne Biologie-Unterricht.

Die Bibel ist rein literarisch, unstrittig, große Weltliteratur. Sollten ausgerechnet diese grandiosen Schriftsteller, selbst Kinder ihrer Eltern und wohl meistens auch selbst (damals weniger Mütter, also) Väter, weniger biologische Fakten kennen als heutige Schüler? Absurd. Weshalb also diese Geschichten? Um ihren Lesern zu signalisieren: Passt gut auf. Der Mann, der da geboren wurde – also Jesus oder Isaak – ist für die Welt und damit für euch von größter Bedeutung. Große Bedeutung und große Geschichte gehören zusammen. Allerdings: Wer erklärt das den Heutigen, jung oder alt?

Umgang mit Muslimen

Wer diese Geschichten beziehungsweise Bilder als „Kinderkram“ verkennt (das sind heute die meisten), erkennt nicht ihre tiefe Botschaft und wendet sich gelangweilt und sogar verprellt ab, weil „für dumm gehalten“.

Die Diagnose kann mühelos weiter vertieft werden. Darauf sei verzichtet. Die Folge jenes Sachverhalts ist hochpolitisch: In Deutschland und Westeuropa leben immer mehr Muslime. Die Mehrheit der Muslime ist gläubig bis tiefgläubig. Sie kennt ihre Religion zumindest in ihrer Wortwörtlichkeit – einschließlich „Dschihad“, also „Heiliger Krieg“. Christen (und Juden), die ihre eigene Religion nicht kennen und verstehen, können keinen „interreligiösen Dialog“ führen. Und wer den anderen nicht mit Worten versteht, bedient sich am Ende der Waffen. Die einen im Sinne religiöser Wortwörtlichkeit, die anderen als Folge ihrer Ahnungslosigkeit.

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Kommentare (15)
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Kommentar, Teil 1:
Ich vermute, an vielen Stammtischen spricht man genauso über Religion, wie es Herr Wolffsohn tut. Überraschenderweise ist er aber Professor und Publizist und sollte anderes zu sagen haben als das, was die Spatzen von allen Dächern pfeifen. Welche Studien er zum Beispiel konsultiert hat (außer den Käseblättern allgemeiner Vorurteile), um den Religionsunterricht als „meist langweilig“ qualifizieren zu können, bleibt schleierhaft. Hat er, der professionelle Leser, einen Blick in die Kernlehrpläne des Fachs geworfen? Oder hat er gar, als pubertierender religiöser Analphabet getarnt, am Religionsunterricht einer durchschnittlichen deutschen Schule einmal teilgenommen? Wohl kaum. Wahrscheinlich hat er selbst vor über einem halben Jahrhundert schlechten Religionsunterricht gehabt und denkt jetzt, das wäre heute immer noch so.
Ich bin Religionslehrer und unterrichte täglich die religiösen Analphabeten von morgen, die die Kinder der religiösen Analphabeten von gestern sind. Kein leichter Job, gerade im Hinblick auf christliche Kernthemen wie etwa Tod und Auferstehung Jesu. Aber Herrn Wolffsohns Behauptung, dass irgendwelche Dogmatiker Einfluss auf meinen Unterricht oder den Unterricht (auch der älteren Kollegen) nähmen, ich schlicht und einfach Unsinn. Wir Religionslehrer sind eine kritische Zunft und erziehen niemanden zum „Ja und Amen“-Sagen. In der Oberstufe etwa reden wir mit den Schülern darüber, was Religion überhaupt ist, und wir reden auch darüber, ob die modernen Naturwissenschaften die uralte Sehnsucht des Menschen nach Transzendenz jemals ersetzen oder eliminieren können. Auch beschäftigen wir uns immer wieder mit dem Unterschied zwischen logischem und mythischem Denken, zwischen Erklären und Erzählen, zwischen Wirklichkeit und Wahrheit. Niemand würde das als dogmatisch bezeichnen. Nur Herr Wolffsohn tut es – aus Unkenntnis der tatsächlichen Gegebenheiten. mehr

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Kommentar, Teil 2:
Wenn ein Oberstufenschüler aus meinem Unterricht geht, dann hat er wenigstens die Chance gehabt, die Jungfrauengeburt nicht vor dem Hintergrund eines naiven Wissenschaftsverständnis biologistisch misszuverstehen. Denn das ist ja überhaupt meistens das Problem: Nicht der christliche Glaube und die Bibel sind naiv, sondern das Verständnis von Wissenschaft, das beide ablehnt, ist es. Wer nämlich glaubt, dass nur wirklich ist, was sich beweisen und in mathematischen Formeln darstellen lässt, kann das nur unter Ausblendung weiter Bereiche dessen, was uns heilig ist (Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Sie selbst wissenschaftlich bewiesen werden können?) Nicht die Naturwissenschaften sind also schuld am Verschwinden religiöser Weltauslegungen, sondern – wenn überhaupt - das oberflächliche und konformistische Für-wahr-Halten ihrer Theorien, das unsere Schüler heute genauso gebetsmühlenartig hervorkehren wie in frühen Zeiten die Inhalte des Katechismus. Auch das ist Thema des Religionsunterrichts, und ganz sicher kein nebensächliches. „Meist langweilig“ ist das nicht; inmitten des allgemeinen Verschwindens bekennender und gelebter Religiosität, das Herr Wolffsohn beileibe nicht als erster feststellt, ist der Religionsunterricht geradezu die letzte Hoffnung, die wir haben. mehr

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WIR SCHAFFEN DASS Sonntag noch ab !
Hola , eigentlich ist der Gerd doch zu früh gegangen , bzw . er hat , ganz Arbeiterkind , seine Niederlage gelassen akzeptiert , wie wenn Arbeiterkinder ein Spiel auf dem Bolzplatz austragen , und der Verlierer ist gar kein echter Verlierer .Ganz anders ist Pfarrerstochter Angela , die erst die Niederlage in Betracht zieht , wenn Sie sich endgültig selbst in Ihrem kühnen Seilspringen verheddert .

Diese ewige Einkauferei ! Heidentum ,Handel und Konsum ohne Ende !
Der Allbarmherzige hat ja verkündet , dass es einen Tag geben werde , an welchem er den Menschen Hammer,Sichel ,Zirkel und Einkaufstüte aus den Händen nehmen wird , und die Menschen nicht mehr das Machwerk Ihrer Hände verehren werden können , sondern auf Ihren Schöpfer blicken (müssen) . mehr

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Die Kirche ist doch ganz überwiegend eine gute Einrichtung . Natürlich ist Ihre Macht viel kleiner geworden , seitdem Bischöfe nicht zugleich mehr Landesfürsten sind . Ach -- die gute alte Zeit .Nennt sich -glaub ich - Säkularisation .
Darum muss man eben nicht mehr diese starren religiösen Strukturen und Vorgaben einhalten .Freiwillig ist es sowieso schöner . Die Macht liegt eben jetzt beim Staat , und wer dies nicht glaubt , der soll mal 3 Jahre lang seine Steuererklärung nicht abgeben .... Da ist aber dann der Teufel los .... mehr

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@10: wieso sollen ausgerechnet jene Menschen, die jeden Sonntag in die Kirche gehen, Heuchler sein? Diese Aussage von Ihnen ist genauso billig wie jene, das nur wegen des schlechten Gewissen gespendet wird.

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Zu 8
Ist das was sie von sich geben christlich? In dem sie Menschen die die Welt realistisch mit offenen Augen sehen als Populisten zu bezeichnen? Jeder der nicht Wellcome Refugees jubelt unchristlich ist? Jedem eine schlechtes Gewissen machen wenn er ein 5 Euro T-Shirt trägt? Sorry,aber für mich sieht Barmherzigkeit anders aus.Ich glaube an Gott aber nicht an sein "Bodenpersonal"und die Heuchler die jeden Sonntag in die Kirche gehen. mehr

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@8 von 7: ich habe es vergessen zu erwähnen, dass ich nicht Kommentator 5 bin.
Ich habe aber keine Lust, mir von irgendjemand, wenn ich irgendwohin spende- und andere haben das bestimmt auch nicht- unterstellen zu lassen, dass ich das wegen meinem schlechten Gewissen mache. Und ich möchte mich auch nicht von der "Christenkeule" - von der wie es mir scheint, immer öfters Gebrauch gemacht wird, vielleicht von Menschen, die mit dem Christentum gar nichts am Hut haben, erschlagen lassen. Ich habe auch niemanden beauftragt, weder eine politische Partei noch sonst jemanden, irgendjemand auf dieser Erde um meines persönlichen Vorteils Willen auszubeuten. Und klauen tue ich auch nicht, ich bin immer bereit, für eine Ware das zu zahlen, was sie Wert ist. mehr

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Aber natürlich ist vieles an unserer Lebensart mit dafür verantwortlich, dass es Elend in der Welt gibt. Wenn ein T-Shirt nur fünf Euro kosten soll, dann wird das unter Umständen in Kinderarbeit produziert - um ein Beispiel zu nennen.
Die Spendenbereitschaft der Deutschen in allen Ehren - diese für sich genommen ist kein Beweis dafür, dass es bei uns "wenige Fremdenfeinde" gibt. (Wenn man die Kommentarspalten hier liest, entsteht manchmal der Eindruck, es gibt sehr viele dieser Spezies). Das eine Phänomen hat mit dem anderen nichts zu tun.
Sie plappern die rechtspopulistische Parole von der "Zuwanderung in unser Sozialsystem" nach. Das wäre das gleiche, wie wenn man behaupten würde, alle Hartz 4 - Empfänger wären nicht bereit zu arbeiten. Eine unsinnige Pauschalisierung.
Noch ein Hinweis zur Barmherzigkeit: die muss sich niemand verdienen, die bekommt man geschenkt. mehr

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@6:ich lege keinen Wert darauf, das Elend, dass ich nicht verschuldet habe, zu sehen noch es anzufassen. Und ich habe deshalb auch kein schlechtes Gewissen. Wenn ich trotzdem Spende, tue ich das also nicht, um mein Gewissen zu beruhigen. Spenden um damit das Gewissen zu beruhigen - diese Aussage, die irgendwan Mal irgend ein Moralapostel oder Einer, der selber zu geizig zum Spenden war oder ist, vorgeplappert hat und Andere mit schwachem Selbstwertgefühl dem Einen dies unreflektiert nachplappern, diese Aussage wird nur dazu benutzt, um sich selbst zu erhöhen und andere zu erniedrigen. mehr

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Ja klar, da spendet man gerne, so lange man das Elend nicht sehen oder gar anfassen braucht. Da lässt sich doch prima das "christliche" (?) Gewissen beruhigen. Ich lasse mir nicht einreden, eine rosarote Brille zu tragen, wenn ich helfe, wo es nötig ist. Wenn ich Humanität und die Achtung vor der Würde jedes einzelnen als Grundlage unserer freien Gesellschaft betrachte und mich dagegen wehre, wenn "Schlechtmenschen" diese Werte aushöhlen wollen. mehr

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