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Politik Deutschland

Forscher halten Schwarz-Gelb für wahrscheinlich

Christian Lindner und Angela Merkel
Der FDP-Bundesvorsitzenden Christian Lindner imitiert eine Geste der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
Tobias Hase;Michael Kappeler/Archiv

Berlin dpa Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kann nach Berechnungen von Politikwissenschaftlern nach der Bundestagswahl voraussichtlich mit der FDP in einem schwarz-gelben Bündnis regieren.

Für Schwarz-Gelb sei ein Zweitstimmenanteil von 49,4 Prozent zu erwarten, geht aus der Erhebung von Thomas Gschwend von der Universität Mannheim und Helmut Norpoth von der Uni Stony Brook in New York hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Auch eine Neuauflage der großen Koalition oder ein Jamaika-Bündnis von Union, FDP und Grünen seien rechnerisch möglich. Selbst Schwarz-Grün räumen die Forscher gute Chancen ein.

Umfrage-Institute hatten zuletzt neben einer großen Koalition nur einer Jamaika-Koalition eine stabile Mehrheit vorhergesagt. Dass Merkel einen komfortablen Wahlsieg mit unterschiedlichen Koalitionsoptionen erwarten darf, liegt laut den Wissenschaftlern vor allem an ihrer Popularität im Vergleich mit SPD-Herausforderer Martin Schulz.

Sogenanntes Kanzlermodell 

Die Professoren nutzen für ihre Prognose eine eigene Formel, das sogenannte Kanzlermodell. Die Berechnung bezieht vor allem drei Faktoren ein: die Popularität der Amtsinhaberin oder des Amtsinhabers in Umfragen, den langfristigen Rückhalt der Parteien bei den vorherigen Bundestagswahlen sowie den „Abnutzungsprozess“ des Amtsinhabers anhand der absolvierten Amtsperioden.

Mit Hilfe statistischer Verfahren berechnen Gschwend und Norpoth, wie das Zusammenwirken der drei Faktoren zu gewichten ist und wie sie sich auf die Stimmabgabe auswirken. Die Formel hatte vor 15 Jahren erstmals funktioniert, als sie entgegen den Umfragen die Wiederwahl von Rot-Grün unter Gerhard Schröder exakt vorhersagte. Es gab allerdings nach der Wahl 2005 auch Kritik an der Methode.

Dass Union und FDP gemeinsam regieren können, ist den Politologen zufolge zu 88 Prozent sicher. Die Forscher hatten ihre Ergebnisse bereits Anfang August veröffentlicht und nun mit aktuellen Beliebtheitswerten Merkels aktualisiert.

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Kommentare (8)
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Das stark angestiegene Medianalter im High-Tech -Land Deutschland ist schon bemerkenswert : 46 Jahre . Wirklich ,so richtig jung sind die Deutschen nimma .

Der Wohnungsmangel ist teilweise auch den enormen Sozialabgaben geschuldet , welche den Arbeitnehmern aufgebürdet sind . Wenn jeder Nordsee-Brötchen-Verkäufer einige hundert Taler mehr im Säckel hätte , wäre ein Bausparvertrag besser zu bedienen .Tatsächlich wandern die Talerchen aber zu den Rentenempfängern . Zudem verschlimmert die Niedrigstzinsphase jede monetäre Überlegung für Arbeitnehmer zu: Sparen ? Auf Eigentum ? ....Lohnt sich nicht , vielleicht später mal ...
Ach , in den Neunzigern -selig- hatte ich mal Bundesobligationen , also vom Staat garantierte Wertpapiere , welche mit 8 Prozent im Jahr verzinst wurden . Bausparverträge wurden mit 5% verzinst .
Die einfallslose Politik hat darauf eine Antwort , die eigentlich langfristig die Situation verschlimmert : Wir streben Vollbeschäftigung an .
Noch mehr schlecht bezahlte Arbeitsplätze , und noch weniger echte Muttis ´?
Das Frauen in Germanien arbeiten ist überhaupt nicht neues , und imponiert mir auch nicht . Schon der römische Kriegsreporter Lucullus Panzerius schrieb : ...In Germanien ist das Weib ständig in der Nähe des Mannes , arbeitet mit Ihm und ist sogar bei Kriegszügen dabei . Bei uns in Rom haben die Frauen ein schönes , gemütliches leben , welches nur leichte arbeiten erfordert .
Wirklich beeindrucken würde mich , wenn Deutsche Frauen auch mal Hausfrau sein könnten , ohne zu jammern ----Emanzipation und so .
Dennoch , Absicherung muss sein . Jeder vernünftige Mann zahlt für seine Frau in eine private Rentenversicherung ein , so dass die Frau -oder auch dann Ex-Frau -ab 57 Jahren bedingungslos 1200 EUR im Monat erhält . Erstes Kind 1200 EUR ,Zweites Kind + 500 EUR .

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Wo soll das alles noch hinführen ( Jammer) ...?
..."Liebe hilft alle Lasten tragen " ..... ist ja ein beliebter Grabsteinspruch , aber wenn ich an die Rentenlast der gegenwärtigen und kommenden Generation denke , wird mir ganz blümerant .
Wer soll eines Tages das Frühstück , das Klappbett und die ASS -Tabletten für 30 Mio Rentner und Pensionäre zahlen ? .. Wenn zukünftig ein Arbeitnehmer einem Rentner finanziell den Tee bereiten soll , wie soll das möglich sein ? Direkte und persönliche Betreuung ? Arbeitnehmer Hans Wurst , 41 betreut Rentner Ahmed Metalla , 68 für 5 Jahre . Finanzangelegenheiten regeln die beiden eigenständig .

Kurzum : Wenn die Gesellschaft nicht offener für Kinder UND Rentner wird , droht eine soziale destabilisierung sondergleichen .

Beispiel : Das Essen für die Mensa in Tettnang wird gekühlt aus 400 Kilometern Entfernung angeliefert ist , weil dies günstig ist . In Tettnang und Umgebung gibt es sicher viele Rentner , welche sich bisweilen langweilen . Diese staubwedeln dreimal am Tag das Väschen von Urgroßmutter ab , putzen das Butzen-Fenster oder lernen die " Neue Post " auswendig .
Wenn nur jeder Rentner eine Stunde in der Woche in der Mensa Kartoffeln schälen würde , und auch Möhren , wäre dort frisches Essen günstig zu kochen .
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Eine Regierungskoalition CDU/FDP wäre die beste aller Koalitionen.

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@2 Man muss doch nicht jedes Update mitmachen...
Außerdem ist das dann schon eher ein "Downdate" so wie 2009-2013. Kaum waren Merkel, Westerwelle und Co damals im Amt, fühlte man sich an die Kohljahre erinnert. mehr

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Was war die Begründung für die grottenfalschen Prognosen zur US-Wahl? Das sind nur tagesaktuelle Spotlights! Wenn die Prognosen etwas bewirken sollen dann den zu puschen der sie in Auftrag gibt. Die Wahrsager betteln mit ihrer Wahrsagerei nur um Aufträge nach der Wahl. mehr

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Um meine Nerven zu schonen, gucke ich mir bestimmte Gesichter nicht mehr an und erspare mir diese Wahlen, zu verfolgen. Es ist einfach nicht mehr zu ertragen.

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Na und? Software Updates sind doch gerade in.

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Um Gottes Willen, bitte nicht. Das wäre ja dann Kohl 3.0.

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