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FDP wird im Netz zum Gespött

Christian Lindner, Bundesvorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), äußert sich bei einer Pressekonferenz nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen von CDU, CSU, FDP und Grünen in Berlin.
Christian Lindner, Bundesvorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), äußert sich bei einer Pressekonferenz nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen von CDU, CSU, FDP und Grünen in Berlin.
dpa

Berlin sz Die FDP hat die Jamaika-Sondierungen platzen lassen und damit das politische Berlin vor eine ungewisse Zukunft gestellt. Den Vorgang der Partei, die Verhandlungen in der Nacht auf Montag abzubrechen, haben im Internet zahlreiche Reaktionen hervorgerufen.

Insbesondere auf Twitter spotten viele Nutzer über die Partei. Zielscheibe ist vor allem FDP-Chef Christian Lindner. Dieser erklärte, man habe keine Vertrauensbasis mit den Partnern gefunden.

Speziell Lindnerns Aussagen vor der Bundestagswahl werden allerdings jetzt zum Bumerang. Viele User haben FDP-Wahlslogans kurzerhand umgedichtet ("Abbrechen first. Koalieren second") oder beziehen sich auf Zitate, die die Partei noch vor der Wahl auf ihre Plakate hat drucken lassen - beispielsweise "Nichtstun ist Machtmissbrauch".

Sogar ein alter Slogan der Partei, der 2014 für Schlagzeilen sorgte ("Keine Sau braucht die FDP") wird auf Twitter neu ausgegraben.

FDP wird im Netz zum Gespött der User

Lindner wehrt sich

Lindner widersprach am Montagabend in der ARD der Darstellung, man sei kurz vor einer Einigung gewesen. „Meine Perspektive war: Wir haben nach 50 Tagen noch 237 Konflikte gehabt.“ Er fügte hinzu: „Der gesamte Text, den wir erarbeitet haben, der ist gewoben mit einem grünen Faden.“ Die Grünen hatten der FDP die Schuld für den Abbruch der Gespräche gegeben.

Auch der FDP-Landesvorsitzende in Baden-Württemberg, Michael Theurer, verteidigt die Entscheidung seiner Partei. "Bei den Verhandlungen ist deutlich geworden, dass diese Konstellation keine Grundlage hat, mit der man stabil durch turbulente Zeiten kommen könnte“, sagte Theurer im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung.

Auch Vorwürfe, der plötzliche Abgang der FDP vom Verhandlungstisch sei inszeniert und von langer Hand geplant gewesen - auch dies wird der Partei im Netz vorgeworfen - will die FDP nicht ohne Weiteres stehen lassen.

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Kommentare (10)
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Digitalisierung first 1 , Regieren second 0 ! ....Der Schöpfer dieser genialen Zusammenfassung sollte den Nobelpreis bekommen .

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Herr Fandry, dass die SZ eine CDU-freundliche-Zeitung ist, ist ja seit Jahrzehnte bekannt (seit ich das Abo habe 1975! ). Großen Respekt vor Lindner - endlich diesen scheinheiligen Parteien von CDU und Grünen die Stirn geboten ! Übrigens bin immer schon parteilos gewesen ! Nur Ungerechtigkeiten hasse ich ! Und dies zelebrieren die Medien (Tageszeitungen hervorragend!). Die Grünen sind überhaupt nicht in der Lage zu regieren ! Moralapostel braucht Deutschland nicht ! Und ... die Merkel ist eine Krise ! Die Grünen haben sich ja schon auf tolle Pöstchen gefreut ! Also - bitte auf dem Boden bleiben ! Eine Neuwahl ist das Beste ! Mit Sicherheit würde es Veränderugnen geben und davor habe die Grünen Angst ! Überhaupt die übersteigerte Angst i.S. AdF ist ja lächerlich und aufgebauscht ! Schäuble hat recht, mit Argumente gegen die AfD ist das beste Mittel !Ausgrenzung so wie die Parteien es praktizieren hat mit Demokratie nichts zu tun ! Von der NPD spricht plötzlich niemand mehr - das ist gefährlicher ! mehr

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@7: Die Österreicher sind viel bodenständiger als wir hier in Deutschland. Dort konnte man die grüne Pest zurückdrängen, man hat auch die geeigneten Leute in der Politik zur Verfügung. Gerade daran hapert es hier ganz gewaltig. Wie heisst es doch so schön? Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. So langsam merken auch die (autochtonen) Deutschen, wo es langgeht, wenn gewisse politische Pläne aufgehen sollten. Wenn es nur nicht schon zu spät ist! mehr

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Dieses "Haut den Lukas" Spiel kennen wir doch schon aus Österreich. Dort war auch ein konzertierter grünlinker Mainstream zu Gange die FPÖ in Grund und Boden zu schreiben. Nur mit der Zeit ist den Wählern dort aufgegangen dass sie von einer grünreligiösen Sekte an der Nase geführt wurde. Zu deren Präsidentenwahl wurde offensichtlich dass ein Meinungskartell auf Biegen und Brechen die Grenzen Österreichs für Zuwanderer und deren Familien im Nachzug öffnen wollte. Mit der gleichen Matrix war Merkel (die FDP hatten die nicht auf dem Wahlradar) mit den Grünen geheimbündlerisch dabei die FDP über den Tisch zu ziehen. In Österreich aber, bei der Nationalratswahl, zogen die Wähler ihre eigenen Schlüsse daraus.

Was wir zur Zeit in Deutschland erleben ist dasselbe in Deutsch. Das wird noch eine vergiftete Vorwahlzeit in Deutschland werden. Lest euch die Nachrichten zur Österreichischen Nationalratswahl durch und ihr wisst was uns alle erwartet! mehr

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@4
"...Verbleib am fetten Futtertrog. Für dieses Ziel haben sie sich bis zur Unkenntlichkeit verbogen!"

Exakt auf den Punkt gebracht . Die viel beschworene, staatspolitische Verantwortung können die "Brüder und Schwestern im Geiste" ja immer noch übernehmen, nachdem sie ihre Gemeinsamkeit endlich entdeckt haben. mehr

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die FDP wird nur bei denen zum Gespött, die diese Partei sowieso nicht wählen würden. Vor allem wird sie bei denen zum Gespött, die jetzt beleidigt sind, weil die FDP nicht bereit ist, den nützlichen Idioten zu machen. Nach Neuwahlen sieht vielleicht alles ganz anders aus. mehr

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Was hat der Lindner denn verbrochen? Gar nichts! Er hat gesagt, dass er, bzw. die FDP eben NIChT um jeden Preis "mitregieren" will. Da können sich die anderen Altparteien eine gehörige Scheibe abschneiden. Deren enzige Bemühung zeigt sich doch nun für jedermann - auch für die gänzlich Realitätsvergessenen - nämlich der Verbleib am fetten Futtertrog. Für dieses Ziel haben sie sich bis zur Unkenntlichkeit verbogen! mehr

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Es ist halt schon ein herber Verlust, auf eine Ministerin Göring-Eckardt und einen Minister Özdemir verzichten zu müssen.

Da haben sich die Grün*innen gründlich verzockt.

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Natürlich lassen in sozialen Medien Grüne die Sau raus. Ist doch eine schon fest verplante Grenzöffnung den Bach runter. Lindner hat uns allen einen großen Gefallen getan. Und die Grünen sollten noch mehr zeigen was sie wirklich wollen. Österreich ist nicht weit von Deutschland weg. Und Österreicher sind nicht aus dem Weltall gefallen mit ihrer Entscheidung auf die Grünen zu verzichten. Auch in Österreich hat der Mainstream die Grünen hofiert. Aber es ist halt so, man kann alles auch übertreiben. Am Schluß hilft Schönschreiben auch nicht mehr. mehr

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Im Netz ist doch nur der Kindergarten unterwegs.
Das Netz entlädt sich bei vielen Usern der Spott so wie bei Trump.
Wie primitiv sind die den ?
Das ganze sollten die Medien nicht über bewerten. mehr

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