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Politik

Daumen leicht nach oben


Sabine Lennartz
Von SabineLennartz

Kommentar sz Auch wenn die ersten Zuschauer schon die Nase voll haben von den schwierigen Verhandlungen, gibt es doch Grund zur Hoffnung. Man spürt zwar, dass jede Partei am Verhandlungstisch ihr Päckchen auf den Schultern hat. Die FDP bewältigt noch ihr Trauma, aus dem Bundestag geflogen zu sein, bei der CSU geht es um die Machtfrage, die Grünen müssen bang auf ihre Basis blicken, die am Ende Koalitionsverhandlungen zustimmen soll. Doch erste Kompromisse nehmen Gestalt an.

Die FDP wird den Einstieg in die Abschaffung des Soli erhalten, die Grünen können auf eine Art Stufenplan beim Ausstieg aus der Braunkohle hoffen. Schwieriger wird es mit dem Thema Verkehr. Sehr schwierig wird es bei der Frage Flucht und Asyl werden. Die Grünen wollen den Familiennachzug für Kriegsflüchtlinge, Union und FDP lehnen das ab. Hier müssen noch viele Brücken gebaut werden. Doch sieben Wochen nach der Wahl schwindet das Wohlwollen der Wähler für allzu umständliche Verhandlungen. Auch die europäischen Nachbarn werden langsam nervös. Deutschland braucht eine stabile Regierung. Die Unterhändler stehen unter Erfolgsdruck, die Sondierungen nächste Woche abzuschließen.

s.lennartz@schwaebische.de

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