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Kultur

Ein böses Buch wird zum Bestseller

Ravensburger Ausstellung „Hexenwahn 1484“ beleuchtet ein düsteres Kapitel
Die Hexen-Thematik regte auch die Phantasie der Künstler an. Hier eine Hexenszene von Hans Baldung Grien aus dem Jahr 1510.
Die Hexen-Thematik regte auch die Phantasie der Künstler an. Hier eine Hexenszene von Hans Baldung Grien aus dem Jahr 1510.
Kunstsammlung der Fürsten von Waldburg-Wolfegg und Waldsee

Ravensburg bami Wenn es den Menschen schlecht geht, suchen sie die Schuld bei anderen, gern bei Schwächeren. Zum Beispiel Frauen. Im ausgehenden Spätmittelalter begann eine beispiellose Verfolgung von Frauen als Hexen. Ravensburg spielt in dieser Geschichte eine unrühmliche Rolle. Die Gebrauchsanweisung zur Hexenverfolgung lieferte Heinrich Kramer mit seinem 1486 verfassten Buch „Malleus Maleficarum“, auf deutsch „Der Hexenhammer“. Das Buch wurde ein Bestseller. Einige der Prozesse, die er beschreibt, hat Kramer, der auch unter seinem latinisierten Namen Henricus Institoris bekannt ist, zwei Jahre zuvor selbst in Ravensburg geführt.

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