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Kultur

„An diesen Dingen klebt Blut“

Kriminalarchäologe bestätigt: IS-Terror wird auch mit geraubten Antiken finanziert
Im Juli wurde Mossul von den Truppen des Islamischen Staates angegriffen. Auch das Grab des Propheten Jonas wurde getroffen. Ger
Im Juli wurde Mossul von den Truppen des Islamischen Staates angegriffen. Auch das Grab des Propheten Jonas wurde getroffen. Gerade in den zerstörten Städten ist die Gefahr, dass antike Kunstwerke gestohlen und auf dem freien Markt verkauft werden, bes
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Mainz dpa Der Handel mit illegalen Kulturgütern, mutmaßlich aus Terroristenhand, nimmt zu. Das sagt Kriminalarchäologe Michael Müller-Karpe im Gespräch mit Oliver von Riegen von der Nachrichtenagentur dpa: „Sie können in Deutschland völlig unbehelligt Antiken ohne jede Herkunftsangabe kaufen und verkaufen“, sagte der Experte vom Römisch-Germanischen Nationalmuseum in Mainz. Die Stücke könnten im Grunde nur aus Raubgrabungen stammen, denn archäologische Funde aus legaler Grabung kämen ins Museum. Die Strafverfolgungsbehörden übersähen oft die Gemeinschädlichkeit dieser Straftaten, kritisierte er. Der Forscher sieht erdrückende Indizien dafür, dass sich Terroristen wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit Raubkunst finanzieren. Jeder der heute antike Kunst kaufe, müsse wissen: „An diesen Dingen klebt Blut.“

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