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Star Wars: Es geht nur noch ums Geld

Kommentar sz Man muss sich nichts vormachen: „Star Wars“ war schon immer Kommerz. Das „Krieg der Sterne“-Universum bestand von Anfang an aus dunklen Löchern, die das Geld seiner Fans verschlangen. Es gibt Actionfiguren, Comics, Zeichentrickserien, Computerspiele – und Schlittschuhe mit dem Konterfei des Filmbösewichts Darth Vader.

Das war der Plan von George Lucas, dem Regisseur und geistigen Vater der „Star Wars“-Geschichte. Er verzichtete einst auf seine Gage und sicherte sich stattdessen die Merchandising-Rechte. Das machte ihn zum Multimilliardär. Lucas hatte sein Science-Fiction-Märchen auf insgesamt neun Teile ausgelegt, 2019 wäre mit Episode 9 Schluss gewesen. Das wäre gut gewesen. Die Erwartung an das große Happy End war immer Teil der Faszination. Mit dem Verkauf seiner Produktionsfirma Lucasfilm an Disney für vier Milliarden US-Dollar (!) im Jahre 2012 hat er die Erzählung aus der Hand gegeben. Disney ist finanziell angeschlagen, mit einer auserzählten Geschichte lässt sich weniger Geld verdienen. Die Ankündigung, die Disneys Aktienkurs prompt nach oben wandern lies, verwundert daher nicht. Das Disney-Imperium schlägt zurück.

Die Musik, die Bilder, die Figuren: Das ist Magie, die auch nach dem 100. Anschauen nicht versiegt. In keinen anderen Kosmos flüchten sich Erwachsene und Kinder gleichermaßen seit Jahrzehnten hinein wie in jenen von Luke, Leia, Han Solo und Darth Vader. Den Kommerz hat man „Star Wars“ immer verziehen. Die Liebe zur Story einte Regisseur und Publikum. Daraus ist endgültig eine Liebe zum Geld geworden. Die Magie wird endgültig zwischen den Kinokassen zerrieben.

d.hadrys@schwaebische.de

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