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Aus aller Welt

Königlicher Triathlon am Chiemsee

Radeln, Rudern und Spazierengehen auf den Spuren Ludwig II.
Mit einem Ruderboot wird Herrenchiemsee mit dem prächtigen Schloss angesteuert.
Mit einem Ruderboot wird Herrenchiemsee mit dem prächtigen Schloss angesteuert.
Pötsch-Ritter

Prien sz Zu den Eigenarten Ludwigs II. von Bayern gehörte, dass er gerne im Dunkeln ausfuhr, während sein Volk schlief. Auch die Reisen von seiner Münchener Residenz zum Schloss Herrenchiemsee hat der menschenscheue Monarch vorzugsweise bei Nacht unternommen. Hofkoch Theodor Hirneis servierte ihm derweil ein schönes Diner. Für den königlichen Sonderzug war in Rimsting am Chiemsee eigens eine Haltestelle mit „persönlichem Wartesaal-Pavillon“ eingerichtet worden. Hier pflegten seine Majestät noch eine heiße Schokolade zu trinken, bevor es sechsspännig mit der Kutsche nach Urfahrn weiterging. Am Seeufer wartete da schon der Fährmann, um den König zum Zwecke der Baustellenbesichtigung auf die Herreninsel hinüber zu rudern. Über sechs Jahre hinweg ging das so, und als Ludwig am 13. Juni 1886 unter nie geklärten Umständen am Starnberger See verstarb, war Herrenchiemsee noch längst nicht vollendet. „Schloß Chiemsee ist das Schmerzenskind seiner Schlösser!“, schrieb Theodor Hierneis, der immer ganz nahe dran war am Geschehen, in seinen Erinnerungen. „Es ist aber auch das gewaltigste, prunkvollste, alle Erwartungen übertreffende seiner Schöpfungen.“

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