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Wahlhelfer sind im Aulendorfer Rathaus zugange

Aulendorf - Die Bundestagswahl 2017 hat das Rathaus in Aulendorf am Sonntag in Atem gehalten. Eine Nachlese des Wahlabends.Wahlleiterin Tanja Nolte verlässt um 17.55 Uhr ihr Büro und macht sich nochmals auf den Weg zum Briefkasten vor der Schloss. Bis 18 Uhr dürfen Briefwähler hier noch ihre Stimmen einwerfen. Und tatsächlich: sechs weitere fischt die Wahlleiterin Punkt 18 Uhr dort noch heraus. Ein paar Stockwerke höher im Schloss, im Wahlraum Rathaus 03 greift Wahlvorsteherin Brigitte Thoma zum Schlüssel und öffnet das Schloss an der grauen Wahlurne.Leises Zählgemurmel und stetes Papierrascheln: viel mehr ist nach 18 Uhr im Rathaus nicht zu vernehmen. Erstes Aufatmen um 18.15 Uhr: 588 noch zusammengefaltete Stimmzettel liegen auf dem Tisch, 588 Wähler sind es auch laut Wählerverzeichnis. Jetzt geht es für die Wahlhelfer ans detaillierte Auszählen: Stimmzettel auseinanderfalten, vorsortieren, auszählen. Stapel für Stapel wachsen die Stimmzettelberge in die Höhe. Ein halbes Stockwerk tiefer, im kleinen Sitzungssaal, sind die Wahlhelfer emsig dabei, Briefumschläge zu öffnen. Ritsch-ritsch-ritsch: im Sekundentakt fahren Brieföffner in die Kuverts und stapeln sich leere blaue Umschläge in den Sammelboxen.1458, so viele Briefwähler werden es am Ende sein. Auch wenn hier ein paar Wahlhelfer mehr als ein halbes Stockwerk höher zugange sind, die Chance, als erster Bezirk fertig ausgezählt zu haben, wie noch mancher dort hofft, scheint eher gering. Die spannendere Frage stellt dann einer der Wahlhelfer: „Was sagen denn die ersten Hochrechnungen?“Im Wahlraum Rathaus 03 im Aulendorfer Schloss wird der Platz trotz vierer Tische knapp. Die Wahlhelfer weichen auf den Boden aus und sortieren hoch konzentriert weiter. Nebenan in ihrem Büro wartet Wahlleiterin Tanja Nolte indes, dass das Telefon klingelt und ihr weitere Ergebnisse aus den Wahllokalen durchgegeben werden. „Blönried war am schnellsten. 18.40 Uhr. 370 Wähler insgesamt, vier ungültige Stimmzettel“, sagt sie. Um 19 Uhr klingelt es erneut. Der Wahlbezirk Grundschule meldet 674 Wähler. Nolte notiert dazu die ungültigen Stimmen und die Ergebnisse der einzelnen Kandidaten und Parteien, wiederholt nochmal, was sie aufgeschrieben hat und legt auf. „Die waren auch schnell“, sagt sie.

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