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„Viel zu gefährlich, in den Wald zu gehen“

Biberach - Der Wintereinbruch hat vor allem deshalb für Chaos gesorgt, weil so viele Äste abgeknickt und Bäume umgestürzt sind. Was das für den Wald bedeutet? Redakteurin Tanja Bosch hat mit Forstdirektor Georg Jehle, dem Leiter des Kreisforstamts, gesprochen.Georg Jehle: Es sieht schlecht aus, wir haben große Sorge, dass die Schäden enorm sein könnten. Der Schnee ist richtig nass und lastet schwer auf den Bäumen. Vor allem die jungen Bäume biegen sich bis zum Boden durch und brechen ab. Momentan ist es viel zu gefährlich, in den Wald zu gehen. Den Schaden können wir deshalb noch nicht abschätzen. Wichtig ist uns, dass die Menschen derzeit nicht im Wald spazieren gehen. Wir haben erhöhte Bruchgefahr.Zum einen liegt es daran, dass die Blätter bei einigen Baumarten schon ausgetrieben sind und zum anderen liegt es an der Konsistenz des Schnees. Es ist ein richtig schwerer Pappschnee. Und dort, wo schon viele Blätter da sind, wie zum Beispiel bei Birken, Weiden und Lärchen, gibt es eine größere Fläche, wo der Schnee liegen bleiben kann. Wenn es in der Nacht gefriert und heute noch einmal schneit, dann sieht es schlimm aus. Dann gefriert der Schnee auf den Blättern und Ästen, er kann nicht abtauen und neuer Schnee kommt dazu. Die Schneelast ist dann extrem hoch, im schlimmsten Fall bricht dann auch der Baumstamm und die Bäume sind nicht mehr zu retten.


Georg Jehle
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