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Wir im Süden

Montag, 15. März

Skikurs führt Kriegsversehrte zurück ins Leben

Skikurs führt Kriegsversehrte zurück ins Leben (OBERSTDORF/sz) Sie haben als britische Soldaten im Einsatz Gliedmaßen verloren -- während des Irakkonflikts oder am Hindukusch. Um die Kriegsversehrten moralisch wieder aufzurichten, bietet ihnen das Militär Skikurse in Oberstdorf an. Einer der Teilnehmer ist Schütze Andy Barlow. Er überlegt sogar, an den nächsten Paralympics teilzunehmen. weiterlesen

 
Sonntag, 14. März

Reisebus verunglückt bei Ulm -- zwei Tote

Zwei Tote und ein Dutzend Schwerverletzte forderte ein Unfall auf der Autobahn A8 bei Ulm. (Neu-Ulm/Kempten/dpa) Bei einem Bus-Unglück auf der Autobahn 8 nahe Neu-Ulm sind am Sonntagmorgen zwei Menschen getötet und 35 weitere verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nahe der Rastanlage Seligweiler direkt an der Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. weiterlesen

 
Freitag, 12. März

Nebel auf Autobahn: Massenkarambolage mit 17 Verletzten

Nebel auf Autobahn: Massenkarambolage mit 17 Verletzten (Augsburg/lby) Bei dichtem Nebel ist es am Freitagmorgen auf der Autobahn Stuttgart-München (A8) zu einer Massenkarambolage gekommen. Zwischen Augsburg und der Ausfahrt Dasing krachten nach Polizeiangaben 21 Lastwagen und 37 andere Autos ineinander. 17 Menschen wurden verletzt, aber keiner davon lebensgefährlich. Auf einer Länge von mehr als einem Kilometer steckten rund 170 Fahrzeuge zwischen den Unfallautos fest. weiterlesen

 
Freitag, 12. März

Schlachtabfälle umdeklariert - Haftstrafe gefordert

(Memmingen/lby) Im Prozess um den Ekelfleisch-Skandal von Illertissen hat die Staatsanwaltschaft drei Jahre und zehn Monate Haft für den Angeklagten verlangt. weiterlesen Kommentare

 
Donnerstag, 11. März

Neue Salem-Leiterin: Noch nicht angekommen und schon umstritten

Wird neue Schulleiterin des Elite-Internats in Salem: Monika Zeyer-Müller. (Salem/sz) Stabswechsel im Nobel-Internat: Monika Zeyer-Müller wird neue Leiterin der Schule Schloss Salem. Die bisherige Rektorin des Humboldt-Gymnasiums in Schweinfurt löst zum 1. September Eva-Marie Haberfellner ab. Zeyer-Müller ist umstritten – unter anderem wegen einer Protestaktion ihrer früheren Schüler. weiterlesen

 
Donnerstag, 11. März

Weitere Vorwürfe gegen Domspatzen-Vorschule

Weitere Vorwürfe gegen Domspatzen-Vorschule (Regensburg/dpa) In der Vorschule der Regensburger Domspatzen sollen nach Medieninformationen auch in der jüngeren Vergangenheit Kinder mit fragwürdigen Methoden schikaniert worden sein. weiterlesen Kommentare

 
Mittwoch, 10. März

Mord aus Wut: Lebenslang für Vater einer toten Türkin

Mord aus Wut: Lebenslang für Vater einer toten Türkin (Schweinfurt/lby) Aus Wut, verletzter Eitelkeit und Verlustangst hat ein türkischer Vater in Schweinfurt seine Tochter getötet und muss nun eine lebenslange Haftstrafe verbüßen. „Durch die furchtbare Tragödie hat die 15-jährige Büsra ihr Leben verloren“, sagte die Vorsitzende Richterin am Landgericht Schweinfurt, Elisabeth Ott, am Mittwoch. weiterlesen

 
Mittwoch, 10. März

Hantavirus breitet sich im Land aus

Hantavirus breitet sich im Land aus (Stuttgart/lsw) Das Hantavirus, das zu Grippe-Infekten und Nierenversagen führen kann, breitet sich in diesem Jahr im Südwesten besonders stark aus. Beim Regierungspräsidium in Stuttgart wurden seit Beginn des Jahres schon fast einhundert Fälle gemeldet. weiterlesen

 
Dienstag, 9. März

Papst-Bruder beichtet Ohrfeigen

Papst-Bruder beichtet Ohrfeigen (REGENSBURG/mile/sz) Der Bruder des Papstes hat in einem Interview bekannt, dass er als Dirigent der weltberühmten Regensburger Domspatzen wiederholt Ohrfeigen ausgeteilt hat – allerdings in einer Zeit, zu der dies in Bayern noch nicht verboten war. weiterlesen Kommentare

 
Montag, 8. März

Auf Ladensterben folgt Gründerwelle

Auf Ladensterben folgt Gründerwelle (STUTTGART/anz) Fast jede fünfte Gemeinde sieht sich inzwischen mit Lebensmittelgeschäften unterversorgt. Das hat eine neue Umfrage des Einzelhandelsverbands ergeben. Doch auch ein Gegentrend wächst: Auf kleinen Flächen starten immer mehr unkonventionelle Läden – mit Erfolg. weiterlesen

 
Montag, 8. März

Schweizer Schüler wegen Mordversuchs vor Gericht

Die Stelle am Sendlinger Tor-Platz in München, an der eine Gruppe Schweizer Jugendlicher auf Klassenfahrt einen Geschäftsmann brutal zusammengeschlagen hat. (München/lby) Unter Ausschluss der Öffentlichkeit beginnt am heutigen Montag vor dem Landgericht München I der Prozess gegen drei Schüler aus der Schweiz wegen versuchten Mordes. Aus reiner Lust am Prügeln sollen die damals 16-Jährigen im vergangenen Sommer in München fünf Menschen zusammengeschlagen haben. weiterlesen

 
Montag, 8. März

Schweizer Schläger wegen Mordversuchs vor Gericht

Polizeibeamte bringen verpackte Akten in den Sitzungssaal des Landgerichts. (München/lby) Aus Spaß am Prügeln sollen sie fünf Menschen brutal zusammengeschlagen haben — seit Montag müssen sich die drei Schweizer Schüler vor dem Landgericht München I verantworten. Die Anklage wirft den damals 16-Jährigen Mordversuch und gefährliche Körperverletzung vor. weiterlesen

 
Sonntag, 7. März

Gemeinde wehrt sich gegen Google-Street-View

Die Kamera eines Fahrzeugs des Google-Projekts Street View, aufgenommen auf der Cebit. (Kernen/lsw) Die Gemeinde Kernen im Remstal (Rems-Murr- Kreis) will verhindern, dass Google Straßen und Gebäude für den Online-Dienst „Street-View“ ablichtet. weiterlesen

 
Samstag, 6. März

Der Winter ist zurück

Fußgänger auf der A8: Menschen laufen beim Drackensteiner Hang (Lkr. Göppingen) im Stau spazieren. (Stuttgart/München/sz/lsw/lby) Tief „Yve“ hat in Baden-Württemberg und Bayern für zahlreiche Unfälle und Verletzte gesorgt und den Verkehr an einigen Stellen lahmgelegt. Allein auf der Ostalb kam es zu drei Schwerverletzten. In Bayern starb ein Lieferwagenfahrer bei einem Frontalzusammenstoß. Besonders auf den Autobahnen kam es zu zahlreichen Unfällen. weiterlesen

 
Freitag, 5. März

Systematische Gewalt, systematisches Schweigen

Im Internat des Klosters Ettal ist es laut Sonderermittler in der Vergangenheit zu zahlreichen Fällen des physischen und sexuellen Mißbrauchs gekommen. (Ettal/Regensburg/mile) Brutale Quälereien, sexuelle Übergriffe und eine Kultur des Wegschauens: Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland nimmt immer größere Dimensionen an. weiterlesen Kommentare

 
Freitag, 5. März

Diese Städte machen mit bei „Wir helfen Afrika“

(Leutkirch/ume) 32 Städte aus Bayern und dem angrenzenden Baden-Württemberg machen mit bei der Spendenaktion „Wir helfen Afrika“ zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010. weiterlesen

 
Montag, 15. Februar

Narren haben den Süden im Griff

Narrensprung in Zwiefalten (Leutkirch/szon) Ob Narrengericht, Narrensprung oder Prunksitzung: Landauf, landab haben in den vergangenen Tagen die Narren die Macht übernommen. weiterlesen

 
Donnerstag, 28. Januar

Playmobil meldet zehntes Rekordjahr

Playmobil (Zirndorf/dpa) Playmobil wächst und wächst: Der größte deutsche Spielwarenhersteller spürt nichts von einer Krise und hat 2009 sein zehntes Rekordjahr in Folge hingelegt. «Es ist richtig rund gelaufen», sagte Geschäftsführerin Andrea Schauer am Mittwochabend in Zirndorf bei Nürnberg. weiterlesen

 
Montag, 25. Januar

Wieder brutale Schläger in Münchner S-Bahn

S-Bahnhof Solln (München/dpa) Erneut ist ein Mann mit Zivilcourage in einer Münchner S-Bahn von Jugendlichen zusammengeschlagen worden. Der 29-Jährige wurde am Samstag von vier 14- bis 16-Jährigen mit einem Holzknüppel bedroht, wie die Münchner Polizei am Montag mitteilte. weiterlesen

 
Donnerstag, 7. Januar

CSU will kämpferisch aus der Krise

Seehofer und Rüttgers (Wildbad Kreuth/dpa) Die CSU will mit neuem Selbstbewusstsein und kämpferischem Auftreten auf Bundesebene aus ihrer Krise kommen. Zugleich kündigte die Parteispitze einen engeren Kontakt mit Bürgern und eigenen Mitgliedern an. weiterlesen

 
Montag, 4. Januar

Sex in der Kirche: Polizist vom Dienst suspendiert

(Rennertshofen/dpa) Sex beim Rosenkranzgebet: Wegen eines Schäferstündchens mit seiner Freundin in einer Kirche muss ein junger Polizist um seinen Job bangen. weiterlesen Kommentare

 
Sonntag, 6. Dezember

Mitglieder der Pauli-Partei fordern Verbot

Gabriele Pauli Die als CSU-Rebellin bekanntgewordene bayerische Politikerin Gabriele Pauli muss um den Fortbestand ihrer Partei Freie Union bangen. Nach dem Rücktritt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Josef Brunner wenden sich auch andere von ihr ab. weiterlesen

 
Mittwoch, 16. September

Ökumenische Andacht nach S-Bahn-Mord

(MÜNCHEN/dpa) Vier Tage nach dem Münchner S-Bahn-Mord haben Bürger bei einer ökumenischen Andacht ihre große Trauer um den erschlagenen Geschäftsmann Dominik Brunner gezeigt. Rund 500 Menschen nahmen nach Polizeiangaben am Mittwochabend an dem Gedenken auf einem Parkplatz unweit des Tatorts in München-Solln teil. weiterlesen

 
Sonntag, 6. September

CSU will Attacken auf FDP fortsetzen

(MÜNCHEN/dpa) Die CSU will ihre massiven Attacken auf die FDP in den drei Wochen bis zur Bundestagswahl systematisch fortsetzen. Das wurde bei einem Treffen der CSU-Spitze am Samstagabend in München vereinbart, wie am Sonntag aus Teilnehmerkreisen verlautete. weiterlesen

 
Donnerstag, 13. August

Vermieter lenkt ein - 103-jährige darf bleiben

(STUTTGART/dpa) Ein Stuttgarter Vermieter hat einer 103 Jahre alten schwerbehinderten Frau wegen Eigenbedarfs gekündigt: Nach großer Aufregung darf die Dame nun doch in der Wohnung bleiben. weiterlesen

 
Donnerstag, 6. August

Wohnhaus explodiert: Hinweise auf Selbstmord

(INZELL/dpa) Nach der Explosion eines Wohnhauses im bayerischen Inzell verdichten sich die Hinweise auf eine Verzweiflungstat der Bewohner: Das möglicherweise verschuldete Ehepaar hat das Haus vermutlich selbst in die Luft gejagt. weiterlesen

 
Sonntag, 21. Juni

Polizei befreit Entführungsopfer in Bayern

(ROSENHEIM/dpa) Die Polizei hat ein 56-jähriges Entführungsopfer aus einem Haus im bayerischen Chieming befreit. Der Mann aus Speyer in Rheinland-Pfalz war bereits am vergangenen Dienstag gewaltsam verschleppt worden. Er wurde in der Nacht zu gestern befreit. Die mutmaßlichen Täter sind zwei Eheleute im Alter von 74 und 79 Jahren, sowie ein 60-jähriger Amerikaner. Die drei sowie ein weiteres tatverdächtiges Ehepaar wurden vorläufig festgenommen. Grund für die Entführung waren offenbar hohe Schulden des Opfers. weiterlesen

 
Samstag, 30. Mai

Kletterunfall: Vater tot, Tochter schwer verletzt

(OBERRIED/dpa) Bei einem Kletterunfall im Zastler- Tal in Oberried (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) ist am Freitagnachmittag ein Vater tödlich verunglückt und seine 15-jährige Tochter schwer verletzt worden. weiterlesen

 
Montag, 30. März

CSU drängt auf Korrektur der Gesundheitspolitik

(BERLIN/dpa) Die Union will in der nächsten Wahlperiode auf Betreiben der CSU Korrektoren an der Gesundheitspolitik vornehmen. «Es gibt da klare Absprachen mit der CDU. Auch die CDU möchte eine neue Gesundheitspolitik», sagte CSU-Vize-Generalsekretärin Dorothee Bär. weiterlesen

 
Mittwoch, 25. März

Ein Singener macht „Asiens beste Weißwurst“

(SIHANOUKVILLE/ume) Immer mehr Baden-Württemberger ziehen ins Ausland. Bevorzugtes Ziel ist die benachbarte Schweiz. Eine deutlich exotischere Wahlheimat hat sich der Metzger Rolf Lanzinger ausgesucht. Der Singener lebt in Kambodscha – und würde um nichts in der Welt tauschen wollen. weiterlesen

 
Samstag, 21. März

Zentrale Trauerfeier in Winnenden

(Winnenden/dpa) Zehntausende Menschen haben sich am Morgen zur Trauerfeier nach Winnenden bei Stuttgart aufgemacht. Die Polizei sperrte Straßen ab und leitete den Durchgangsverkehr weiträumig um die Innenstadt herum. Die Deutsche Bahn setzt zusätzliche S-Bahnen ein; Regionalbahnen werden mit weiteren Wagen verlängert. Rund 250 Journalisten aus mehreren europäischen Ländern wurden erwartet. Die Glocken aller Kirchen im Bistum Rottenburg-Stuttgart sollten vor Beginn der Trauerfeier läuten. Der Gottesdienst ab 11.00 Uhr mit dem evangelischen Bischof Frank Otfried July und dem katholischen Bischof Gebhard Fürst wird von der ARD übertragen. Anschließend ist ein Staatsakt mit Reden von Bundespräsident Horst Köhler und Ministerpräsident Günther Oettinger geplant. Auch Bundeskanzlerin Merkel wollte nach Winnenden kommen. Auf bis zu 15 Videoleinwänden sollte die Trauerfeier aus der Kirche St. Karl Borromäus in umliegende Hallen und Kirchen übertragen werden. Unterdessen haben Angehörige der Amoklauf-Opfer kurz vor Beginn der zentralen Trauerfeier Konsequenzen von der Politik gefordert. Sie meldeten sich in einem offenen Brief an Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) zu Wort. Darin verlangen sie, den Zugang für Jugendliche zu Waffen zu erschweren, Gewaltdarstellungen im Fernsehen einzuschränken, Killerspiele zu verbieten, den Jugendschutz im Internet auszubauen und die Berichterstattung der Medien über Amok-Täter zu reglementieren. Der 17 Jahre alte Amokläufer Tim K. hatte am 11. März an seiner ehemaligen Schule in Winnenden und auf der anschließenden Flucht nach Wendlingen 15 Menschen und danach sich selbst getötet. Seine Leiche wurde zwei Tage nach dem Massaker freigegeben, aber bisher nach Polizeiangaben nicht beigesetzt. «Wann und wo dies geschieht, wird nicht bekanntgegeben», sagte eine Polizeisprecherin in Waiblingen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Opfer des Amokläufers wurden bereits zu Grabe getragen. Vor dem Elternhaus von Tim K. in Leutenbach-Weiler zum Stein legten Unbekannte rund ein Dutzend Kerzen ab. Auf einem Zettel stand in einem Schreiben an Tim K.: «Egal was geschehen ist, Du wirst immer einen Platz in meinem Herzen haben. Farewell and rest in peace. (Leb wohl und ruh in Frieden)». Die Angehörigen schrieben in ihrem offenen Brief: «In unserem Schmerz, in unserer Hilflosigkeit und in unserer Wut wollen wir (...) nicht untätig bleiben.» Sie wollten «mithelfen, damit es kein zweites Winnenden mehr geben kann». weiterlesen

 
Samstag, 21. März

Trauerfeier für Opfer des Amoklaufs

(Winnenden/dpa) In ganz Württemberg läuten seit 10.45 Uhr die Kirchenglocken. Die Kirchen wollen damit auf die zentrale Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs in Winnenden hinweisen. Nach dem Amoklauf mit 16 Toten werden bis zu 100 000 Trauergäste zur zentralen Trauerfeier erwartet. Anderthalb Wochen nach dem Massaker eines 17-Jährigen werden auch Bundespräsident Köhler und Bundeskanzlerin Merkel zu einem Staatsakt in dem 28 000-Einwohner-Ort erwartet. weiterlesen

 
Samstag, 21. März

Trauerfeier in Winnenden: «Ich habe einen Traum»

(Winnenden/dpa) Eine junge Frau geht über den Gang in der Kirche St. Karl Borromäus, ergreift die Hand ihres Banknachbarn und setzt damit das Signal für die gesamte Trauergemeinde. 900 Gäste bei der Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufes von Winnenden und Wendlingen stehen auf, fassen sich an den Händen und setzen der Verzweiflung und Fassungslosigkeit ein Zeichen der Hoffnung entgegen. Eine Geste der Zuversicht, die viele Menschen in Winnenden und Wendlingen eineinhalb Wochen nach der Tragödie dringend brauchen. Mit ihrer Anwesenheit zeigen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler, dass ganz Deutschland mit den Trauernden fühlt. Der neun Schüler, drei Lehrerinnen und drei Männern, die der Todesschütze wahllos erschoss, wird mit Kerzen und hellorangen Rosen gedacht. Die Namen der Opfer werden verlesen, jeweils zwei Schüler der Albertville-Realschule bringen Kerze und Blume zum Altar. Da ist ein Licht für Nina Mayer, die Lehrerin, die auf dem Flur ihrer Schule starb, als sie den Schützen aufhalten wollte. Da ist ein weiteres für die 17-jährige Nicole N., die selbst als Ministrantin in der Kirche tätig war und während des Unterrichts ermordet wurde. Ganz fest hält ihre Mitschülerin auf dem Rückweg vom Altar das Kreuz an ihrer Halskette, so als ob sie dadurch Kraft für den schweren Gang schöpfe. Sie trägt wie weitere 150 teilnehmende Schüler ein schwarzes T-Shirt mit dem Schullogo und dem Satz «Ich habe einen Traum». Diesen Satz zitiert auch Schulleiterin Astrid Hahn in Anspielung an die berühmte Rede von Martin Luther King («I have a dream») immer wieder. Mit den Schülern seien auch deren Träume zerstört worden. «Ich möchte nicht, dass sie in Vergessenheit geraten.» Von den Schülern entworfene Symbole - ein Herz, ineinander verschlungene Ringe, Fußabdrücke - stehen für Gefühle und Hoffnungen wie achtsames Zusammenleben, Hilfsbereitschaft, Vertrauen. Über ein Chiffon-Gewand in Blautönen sagt Hahn: «Das Tanzkleid steht für Lebensfreude. Ich habe einen Traum, dass uns geholfen wird, dass wir dem Leben wieder trauen und Freude daran spüren können.» Auch die vielen, die noch während des Amoklaufes und danach den Opfern und ihren Familien zur Seite standen, haben in dem Gottesdienst ihren Platz. Fürbitten werden unter anderem von einem Arzt, einem Polizisten, einer Seelsorgerin und einem Lehrer vorgetragen. Sie vertreten die, die durch ihre Hilfe das Leid unermüdlich zu mindern suchten. Eine der Bitten gilt dem Täter und seiner Familie. Auch die Eltern und die Schwester des 17 Jahre alten Täters, Tim K., sollten Menschen um sich haben, die ihnen beistehen, heißt es. Erinnert wird an Jesus' Worte am Kreuz: «Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.» Auch Landesbischof Otfried July erwähnt den Todesschützen: «Abgeschieden von den Opfern, wird auch dieses Bruchstück eines Lebens vor Gott gestellt.» Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) mahnte: «Nicht nur die Opfer kamen aus unserer Mitte, auch der Täter.» Durch alle Reden zieht sich die Frage «Warum?». Köhler bringt es auf den Punkt: «Solche Taten führen uns an die Grenze des Verstehens.» Sie machten aber deutlich, was Bedeutung habe im Leben. «Wirklich wichtig ist, dass wir uns umeinander kümmern. weiterlesen