Baden - Württemberg
Experten streiten über Geologie bei Stuttgart 21
(Stuttgart/dpa) Je länger die Diskussion um das Bahnprojekt Stuttgart 21 läuft, desto mehr gehen die Fragen dazu in die Tiefe - und das im Wortsinn. Denn bei dem Milliardenvorhaben wird nicht nur eine neue unterirdische Station gebaut, sondern auch 33 Kilometer Tunnel. An den neuen Bahnhof im Zentrum schließt sich eine 9,5 Kilometer lange Röhre in Richtung Flughafen an.
Thailand-Spezial auf Straßburger Europamesse
Straßburg (dpa/lsw) - Die Straßburger Europamesse (Foire Européenne de Straßburg) wird am Freitag um 11 Uhr vom französischen Umweltminister Jean-Louis Borloo eröffnet. Ehrengast der diesjährigen Verbrauchermesse bis zum 13. September ist Thailand, das Kostproben seiner Kunst, Küche und Kultur zeigt - wie etwa Thai- Boxen. Die Europamesse ist das erste Straßburger Großereignis nach der Sommerpause, erwartet werden etwa 200.000 Besucher. Mehr als 1100 Aussteller führen ihre Produkte vor, wobei Wein und kulinarische Genüsse aus der Region besonders gefragt sind.
Rund 50.000 Stuttgart-21-Gegner zu Demo erwartet
Stuttgart (dpa) - Zu einer weiteren Großdemonstration gegen das Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 erwarten die Organisatoren am Freitag um 19 Uhr rund 50.000 Teilnehmer. Nach dem «Schwabenstreich» - einer Minute Lärm - wollen die Gegner in einem Demozug vom Mittleren Schlossgarten aus über eine Hauptverkehrsstraße und vorbei am Landtag zurück zum Startpunkt marschieren. Dort soll dann um 20.30 Uhr bei einer Kundgebung unter anderem Gangolf Stocker vom «Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21» sprechen. Anschließend wollen die Demonstranten ein «Meer» aus Kerzen entzünden.
Bürgermeisterin: Baustopp als Geste an Stuttgart-21-Gegner
(Stuttgart/dpa) Die Stuttgarter Schulbürgermeisterin Susanne Eisenmann hat als erste CDU-Politikerin einen Baustopp vor dem geplanten Spitzengespräch zu Stuttgart 21 gefordert.
Stuttgart 21 - Alice Kaiser beantwortet Bürgerfragen
(Stuttgart/dpa) Auf welchen Strecken kann ich künftig durch den Schlossgarten joggen, wo kann ich in Stuttgart ohne Baustellenprobleme hinziehen, bleibt meine S-Bahnhaltestelle erhalten? Früher sind solche Fragen zum Bahnprojekt Stuttgart 21 im Verwaltungsapparat versickert.
Siebenjähriger bei Unfall lebensgefährlich verletzt
Schwäbisch Gmünd (dpa/lsw) - Eine Rentnerin hat in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) einen sieben Jahre alten Jungen angefahren und lebensgefährlich verletzt. Die 81-Jährige übersah den Jungen nach Polizeiangaben am Donnerstag an einem Fußgängerüberweg mit Ampel. Zeugenaussagen zufolge stand die Ampel für den Jungen auf grün und für die Rentnerin auf rot. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind ins Bundeswehrkrankenhaus in Ulm.
NDR: MVV Energie will zahlreiche Stellen streichen
Kiel/Mannheim (dpa/lsw) - Der Mannheimer Energieversorger MVV will laut einem Medienbericht bis 2020 konzernweit mehr als 500 Stellen streichen. Neben rund 170 Stellen bei den Kieler Stadtwerken seien im hessischen Offenbach weitere knapp 70 betroffen, berichtete am Donnerstag der NDR. Bis 2013 sollen in Kiel rund 170 der rund 1050 Stellen wegfallen. Bereits Mitte September sollen dem Sender zufolge erste Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern beginnen. Hintergrund dürften Pläne des Mehrheitsaktionärs MVV sein, die Kieler Stadtwerke um wichtige Bereiche zu beschneiden und quasi nur noch wie eine Filiale zu führen. Der Konzern hält 51 Prozent der Kieler Stadtwerke-Anteile.
Bewährungsstrafe für Sozialversicherungsbetrug
Lörrach (dpa/lsw) - Ein Spediteur aus dem Landkreis Emmendingen ist wegen Sozialversicherungsbetrugs zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Emmendingen sah es als erwiesen an, dass der Mann Sozialversicherungsbeträge von mehr als 48.000 Euro nicht ordnungsgemäß gezahlt hatte, teilte das Hauptzollamt Lörrach am Donnerstag mit. Der Unternehmer hatte von 2006 bis 2008 vier Fahrer als angebliche Subunternehmer eingesetzt. Sie waren aber Scheinselbstständige und ihm weisungsgebunden. Durch ihren Einsatz hatte er versucht, günstiger als seine Wettbewerber zu sein. Der Zoll hatte die Verstöße aufgedeckt.
13-Jährige trinkt bis zur Bewusstlosigkeit
Biberach (dpa/lsw) - Ein 13-jähriges Mädchen hat in Biberach so lange Alkohol getrunken, bis es das Bewusstsein verloren hat. Das Kind leerte zusammen mit einem 18-Jährigen eine Flasche Wodka, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Anschließend musste das Mädchen sich übergeben und verlor das Bewusstsein. Die 13-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der 18-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz rechnen, weil branntweinhaltige Getränke nicht Minderjährigen überlassen werden dürfen.
AOK sieht Trendwende beim «Komasaufen»
Stuttgart (dpa/lsw) - Mehr als 800 Jugendliche im Südwesten kamen im ersten Halbjahr wieder mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus - die AOK sieht trotzdem eine Trendwende. Dass die Zuwachsrate beim «Komasaufen» nicht mehr - wie in den vergangenen Jahren - bei 20 Prozent, sondern nur noch bei 0,5 Prozent lag, sei «auf jeden Fall ein Hoffnungsschimmer», betonte AOK-Vorstandschef Rolf Hoberg am Donnerstag in Stuttgart. Zwar seien 835 Jugendliche immer noch 835 zu viel, der deutlich geringere Anstieg zeige aber, «dass die vielfältigen Maßnahmen zur Suchtprophylaxe der letzten Jahre endlich Früchte tragen». Sozialministerin Monika Stolz (CDU) sieht noch keinen Grund zur Entwarnung: «Wir müssen Kinder und Jugendliche stark machen gegen Gruppenzwang und stark dazu machen, Nein zu sagen.»
19-Jähriger stirbt bei Unfall auf Autobahn 6
Kupferzell (dpa/lsw) - Ein 19-Jähriger ist am Donnerstag bei einem Unfall auf der Autobahn 6 nahe Kupferzell (Hohenlohekreis) ums Leben gekommen. Er starb noch an der Unfallstelle. Der 18 Jahre alte Fahrer des Autos und zwei weitere 18- und 19-jährigen Mitfahrer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Polizei zufolge hatte der Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war auf den Grünstreifen geraten. Dabei streifte das Auto zwei Bäume. Der Autobahnabschnitt war mehr als eine Stunde lang gesperrt.
Straßenverkehr im Land nimmt leicht zu
Stuttgart (dpa/lsw) - Der Verkehr auf den Straßen im Land hat im vergangenen Jahr leicht zugenommen. Die Anstiege lagen zwischen 0,3 Prozent auf den Autobahnen und 0,8 Prozent auf den Bundesstraßen, teilte die Landesstelle für Straßentechnik mit. Die beim Regierungspräsidium Tübingen angesiedelte Stelle präsentierte am Donnerstag eine Broschüre mit den Straßenverkehrsdaten. Unterschiede gab es beim grenzüberschreitenden Verkehr: Während in den vergangenen Jahren immer weniger Fahrzeuge über die französische Grenze fuhren, wollten immer mehr in die Schweiz oder von dort nach Baden- Württemberg. Die Zahl der Fahrzeuge legte im vergangenen Jahr um 5,5 Millionen auf insgesamt 96 Millionen zu.
Neuer Marketing-Chef bei Porsche
Stuttgart (dpa) - Porsche wechselt den Marketing-Chef aus. Kjell Gruner übernimmt den Posten von Gerd Mäuser, der den Sportwagenbauer verlässt, wie Porsche am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Der 43 Jahre alte Gruner war zuvor Strategie-Chef bei Mercedes-Benz Cars. In seiner neuen Funktion wird er direkt an den Vertriebs- und Marketingvorstand der Porsche AG, Bernhard Maier, berichten. Vor seinem Engagement bei Daimler war Gruner bereits von 1999 bis 2004 bei Porsche tätig.
Mysteriöser Flaschenfund - Gewerbegebiet abgesperrt
Karlsruhe (dpa/lsw) - Wegen eines möglichen Sprengstofffundes ist am Donnerstag ein Teil eines Gewerbegebiets in Karlsruhe abgesperrt worden. Kurz später gab es Entwarnung: Sprengstoff sei nicht gefunden worden. Spezialisten des Landeskriminalamtes hatten die Flasche untersucht, aus der Drähte herausschauten, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst war unklar, ob es sich um Müll handelt oder um einen Molotowcocktail. Mitarbeiter einer Sammelstation für Wertstoffe hatten die Flasche gefunden und die Polizei gerufen. Das Gebiet um den Wertstoffhof war am Nachmittag großräumig abgesperrt, etwa 15 Beamte waren im Einsatz.
Liselotte Jünger gestorben
Überlingen/Marbach (dpa/lsw) - Liselotte Jünger, Frau des Schriftstellers Ernst Jünger, ist tot. Sie starb am 31. August in Überlingen am Bodensee im Alter von 93 Jahren, wie das Deutsche Literaturarchiv am Donnerstag in Marbach am Neckar mitteilte. Die Germanistin und Historikerin war mit Jünger (1895-1998) seit 1962 in zweiter Ehe verheiratet gewesen. Von 1952 bis 1962 leitete sie das Archiv des Cotta-Verlags im Literaturarchiv. Außerdem verfasste sie eine Verlagsgeschichte (1959) und ein Bestandsarchiv (1965). Nach ihrer Heirat mit Ernst Jünger widmete sie sich als Lektorin und Archivarin dem Werk ihres Mannes. Dessen Nachlass hat das Marbacher Literaturarchiv erworben. Liselotte Jüngers Anliegen war es der Mitteilung zufolge zuletzt, das ehemalige Wohnhaus Ernst Jüngers im oberschwäbischen Wilflingen als Erinnerungsstätte zu erhalten. Im Frühjahr 2011 soll das Ernst-Jünger-Haus in dem Ortsteil von Langenenslingen (Kreis Biberach) nun nach Sanierung wiedereröffnet werden. An der großen Ernst-Jünger-Retrospektive, die das Literaturarchiv am 7. November eröffnen wird, nahm sie bis zuletzt regen Anteil.
Busfahrer mit Drogen in Blut und Gepäck
Karlsruhe (dpa/lsw) - Im Rausch von Drogen und Betäubungsmitteln ist der Fahrer eines Reisebusses mit 30 Fahrgästen von Berlin nach Karlsruhe gefahren und wollte noch weiter nach Frankreich. Fahrgäste hatten nach Angaben der Polizei vom Donnerstag über den Notruf die Beamten verständigt und gesagt, dass der 29-jährige Fahrer der internationalen Buslinie entweder betrunken sei oder unter Drogen stehe. Beim nächsten Halt des Busses in Karlsruhe gab der Mann gegenüber der Polizei zu, Cannabis konsumiert zu haben. Auch ein Urintest für Betäubungsmittel reagierte positiv. Im Gepäck hatte der Mann einen kleinen Vorrat Marihuana dabei. Ein Ersatzfahrer übernahm den Bus und brachte die Fahrgäste zu ihrem Ziel in Frankreich.
Straßburger Moschee erstmals zu besichtigen
Straßburg (dpa/lsw) - Die Bauarbeiten für die große Straßburger Moschee sind noch längst nicht abgeschlossen, doch die Straßburger können das Gotteshaus zurzeit erstmals näher in Augenschein nehmen. Noch bis zum 5. September seien Besichtigungen des Gebäudes mit der kupferfarbenen Kuppel möglich, sagte ein Sprecher. Eröffnet werden soll die Moschee mit ihrem 1050 Quadratmeter großem Gebetsaal Anfang des nächsten Jahres. Dort können sich dann bis zu 8000 Gläubige versammeln. Das fast 30 Meter hohe Minarett soll später errichtet werden. Mehr als die Hälfte der Gesamtkosten von 8,5 Millionen für das Bauwerk hat die muslimische Gemeinde bereits beisammen. In Straßburg leben etwa 40.000 Muslime, im gesamten Elsass sind es etwa 120.000.
Letzte Turbine im Windpark «Baltic 1» installiert
Rostock/Karlsruhe (dpa/lsw) - Im ersten kommerziellen Windpark in der Ostsee ist am Donnerstag die letzte der 21 Turbinen installiert worden. Damit seien die schwierigsten Arbeiten für «Baltic 1» vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst abgeschlossen, sagte Werner Götz, Geschäftsführer des Betreibers EnBW Ostsee Offshore GmbH, am Donnerstag bei einer Fachtagung in Rostock. In den kommenden Wochen und Monaten würden die weiteren Arbeiten folgen. Ende des Jahres werde der erste Strom aus dem rund 150 Millionen teuren Windpark ins Netz eingespeist. «Baltic 1» soll mit einer Gesamtleistung von rund 50 Megawatt jährlich 185 Gigawattstunden Strom produzieren.
Polizist überrascht Maskierten vor Bankautomat
Calw (dpa/lsw) - Ausgerechnet ein Polizist hat am Mittwochabend in Calw einen Maskierten vor einem Bankautomaten überrascht. Der Beamte ertappte den 26-Jährigen auf frischer Tat, als er mit einem Kollegen auf Streife war und Geld abheben wollte. Der 26-Jährige wollte nach Angaben der Polizei vom Donnerstag mit der gestohlenen Bankkarte eines Bekannten Geld aus dem Automaten ziehen. Die Polizisten nahmen den Mann fest, der eine Wollmütze mit Sehschlitzen und darüber eine Kapuze trug. In seiner Wohnung fanden die Beamten geringe Mengen Rauschgift und zwei verbotene Butterfly-Messer. Wegen seiner psychisch labilen Verfassung ist der Mann nun in ärztliche Behandlung.
Nur noch 98.000 Erstklässler im Land
Stuttgart (dpa/lsw) - Ranzen auf und los: Nur noch rund 98.000 Kinder in Baden-Württemberg fiebern ihrem ersten Schultag an den Grundschulen, Sonderschulen und Freien Waldorfschulen entgegen. Damit ist die Zahl der Einschulungen nach Angaben des Statistischen Landesamtes am Donnerstag seit sieben Jahren rückläufig. Mitte und Ende der 90er Jahre waren jährlich noch deutlich mehr als 110.000 Kinder reif für den Ernst des Lebens. Zum vergangenen Schuljahr waren von damals knapp 95.000 Erstklässlern an den Grundschulen gut 82.500 «normal» eingeschult worden - sprich: mit sechs Jahren. Gut 3.200 wurden früh eingeschult und waren am ersten Schultag noch fünf. Knapp 8.600 galten als spät eingeschult, da sie zurückgestellt waren.
Wirbel um blockierten Krankenwagen und tote Frau
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart sieht derzeit keinen Anhaltspunkt für die Schuld von Stuttgart-21-Gegnern am Tod einer Frau. «Wir können derzeit keine Blockade nachweisen», bestätigte eine Sprecherin am Donnerstag. Die Behörde ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt. Eine Zeitung hatte berichtet, dass eine 62 Jahre alte Frau nach einem Herzinfarkt gestorben sei, weil ein Krankenwagen aufgrund der Blockaden und Staus am Mittwoch vergangener Woche eine halbe Stunde anstatt der üblichen zehn Minuten gebraucht habe. «Die Meldung ist in keiner Weise stichhaltig, es gab zu keinem Moment irgendwelche Verzögerungen», sagte Udo Bangerter vom Deutschen Roten Kreuz Stuttgart der Nachrichtenagentur dpa. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit nicht davon aus, dass die Meldung «böswillig» falsch verbreitet worden sei. Es habe im Lauf der Ermittlungen neue Erkenntnisse gegeben. Diese seien aber noch nicht abgeschlossen. Für die Gegner seien solche Vorwürfe «massiv rufschädigend», sagte Parkschützer-Sprecher Matthias von Herrmann. «Es gibt ungewöhnlich viele Fronten, an denen wir kämpfen.»
Lennart-Bernadotte-Medaille für Roman Herzog
Jagsthausen (dpa/lsw) - Altbundespräsident Roman Herzog ist am Donnerstag mit der Lennart-Bernadotte-Medaille für sein Engagement zugunsten der Lindauer Tagungen der Nobelpreisträger geehrt worden. Bettina Gräfin Bernadotte, Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger, überreichte die Auszeichnung auf Burg Jagsthausen (Kreis Heilbronn), wie das Kuratorium mitteilte. Die Adelige, zugleich Chefin der Blumeninsel Mainau im Bodensee, dankte Herzog für die Unterstützung der Treffen und die Anregung, die Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertagungen ins Leben zu rufen. Diese wurde 2000 gegründet, Herzog ist ihr Ehrenpräsident.
GEW: Unterrichtsversorgung bleibt unzureichend
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Lehrergewerkschaft GEW warnt zum neuen Schuljahr vor einer unzureichenden Unterrichtsversorgung an den Schulen in Baden-Württemberg. «Die Lehrer arbeiten am Limit. Es gibt kaum Spielräume für Arbeitsgemeinschaften oder individuelle Förderung», warnte GEW-Landeschefin Doro Moritz am Donnerstag in Stuttgart. Selbst sinkende Schülerzahlen führten in den Grund- und Hauptschulen nicht zur Entlastung und pädagogischen Verbesserung. Moritz warnte erneut vor der neuen Werkrealschule, die mit dem Schuljahr eingeführt wird: Sie sei keine Lösung für die Tatsache, dass Fast die Hälfte der Kinder im Land einen höheren Schulabschluss erzielten als den, der ihnen in der vierten Klasse zugetraut werde.
Stuttgart 21 - Absperrgitter vor Nordflügel abgebaut
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Polizei hat trotz andauernder Proteste der Gegner des Milliarden-Bahnprojekts Stuttgart 21 die vor dem Bauzaun am Nordflügel aufgestellten Absperrgitter teilweise abgebaut. «Das soll ein Signal sein und für Entspannung sorgen», sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. «Der Großteil der Leute führt nichts im Schilde und wir gehen von ihrer Vernunft aus». Am Mittwochabend waren bei einer spontanen Demonstration von rund 2.000 Gegnern zwei Stadträte der Fraktionsgemeinschaft SÖS/Die Linke über das Absperrgitter geklettert und hatten eine Sitzblockade vor dem Bauzaun gemacht. Nachdem sich die Meldung von der Festnahme unter den Demonstranten verbreitet hatte, kam es kurzzeitig zu Rangeleien mit der Polizei und einer Blockade einer angrenzenden Straße. Die beiden Aktivisten wurden einige Stunden später freigelassen. Sie erhielten einen Platzverweis.
Holzindustrie geht es wieder besser
Stuttgart (dpa) - Der deutschen Holzindustrie geht es wieder besser. Im ersten Halbjahr verbuchten die Herstellerbetriebe ein Umsatzplus von knapp 4 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro. Der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie, Johannes Schwörer, sagte am Donnerstag in Stuttgart, vor allem das Auslandsgeschäft habe in den ersten sechs Monaten für Rückenwind gesorgt. Für das Gesamtjahr rechnet die deutsche Holzindustrie, in der rund 150 000 Mitarbeiter in tausend Unternehmen beschäftigt sind, mit einem Anstieg der Erlöse von bis zu 6 Prozent. 2009 hatte die Branche noch minus 12 Prozent verbucht.
Abkratzprämie gegen Stuttgart 21 ein Erfolg
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Abkratzprämie für Aufkleber gegen Stuttgart 21 kommt gut an: Gut eine Woche nach Beginn der Aktion sind rund 850 Aufkleber in den Geschäftsstellen der Fraktionen von CDU und SPD abgegeben worden. Der Stuttgarter CDU-Stadtrat Dieter Wahl und der ehemalige SPD-Stadtrat Rainer Kußmaul hatten die Aktion ins Leben gerufen und zahlen aus eigener Tasche jeweils 20 Cent für die ersten 2000 Stuttgart 21-Aufkleber, die abgekratzt und abgegeben werden. «Wir sind bis jetzt sehr zufrieden, die Aktion wird auf jeden Fall weiterlaufen bis die 2000 voll sind», sagte Initiator Dieter Wahl am Donnerstag. Es sind sogar schon E-Mails eingegangen, in denen Spenden für eine Weiterführung der Aktion zugesagt werden.
Auto rammt Bus: Mann lebensgefährlich verletzt
Neuried (dpa/lsw) - Bei einem Zusammenstoß mit einem Bus ist in der Nacht zum Donnerstag in der Nähe von Neuried (Ortenaukreis) ein 42 Jahre alter Autofahrer lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Polizei in Offenburg mitteilte, war der Mann aus zunächst unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort stieß er mit dem Bus zusammen. Dessen Fahrer sowie die beiden Fahrgäste in dem Bus erlitten leichte Verletzungen. Der Autofahrer wurde in seinem Wagen eingeklemmt.
Zwei Motorradfahrer sterben bei Zusammenstoß
St. Märgen (dpa/lsw) - Zwei Motorradfahrer sind am Mittwochabend bei einem Frontalzusammenstoß ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, fuhren der 39-Jährige und der 79-Jährigen auf einer Landstraße zwischen St. Märgen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und der B 500 in entgegengesetzter Richtung. In einer unübersichtlichen Kurve geriet einer der Männer aus noch ungeklärter Ursache mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn. Die Motorräder stießen frontal zusammen. Beide Fahrer erlagen noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen.
DDR in schwarz und weiß - Fotos im Heuss-Haus
Stuttgart (dpa/lsw) - Mehr als 50 Fotos 20 Jahre danach: «Auferstanden aus Ruinen. Ostdeutschland vor und nach dem Mauerfall» ist der Titel einer neuen Sonderausstellung im Stuttgarter Theodor- Heuss-Haus. Zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit zeichnen die Schwarz-Weiß-Bilder des ostdeutschen Fotografen Harald Hauswald den Alltag der Menschen in der DDR nach. Gezeigt werden im ehemaligen Wohnhaus des ersten deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss (1884- 1963) vom 9. September an und bis zum 27. März 2011 Szenen aus der Spätphase der DDR, von der friedlichen Revolution sowie aus der Zeit danach. Eröffnet wird die Schau von Schriftsteller Lutz Rathenow.
Umfrage: Rot-Grün hat Mehrheit in Baden-Württemberg
(Stuttgart/Hamburg/dpa) Die langjährige Vorherrschaft der CDU in Baden-Württemberg steht auch wegen des Streits über das Bahnprojekt Stuttgart 21 auf der Kippe. Sieben Monate vor der Landtagswahl haben SPD und Grüne nach einer Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ mit 48 Prozent der Stimmen die Mehrheit.
CDU und FDP sehen in Umfrage «Momentaufnahme»
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Fraktionschefs von CDU und FDP, Peter Hauk und Hans-Ulrich Rülke, sehen in der Forsa-Umfrage mit schwachen Werten für die schwarz-gelbe Koalition nur eine «Momentaufnahme». Hauk kündigte aber an, die Umfrage gut eine halbes Jahr vor der Landtagswahl ernst nehmen zu wollen. «Die aktuellen Werte lassen sich auf die massiven Proteste gegen Stuttgart 21 in der nachrichtenarmen Zeit zurückführen und sind für uns ein deutliches Signal, dass wir unsere Argumente für Stuttgart-Ulm noch klarer kommunizieren müssen», sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.
weiterlesen KommentareUmfrage: Mehrheit im Südwesten gegen «Stuttgart 21»
Hamburg/Stuttgart (dpa/lsw) - Eine Mehrheit der Baden- Württemberger lehnt laut einer Forsa-Umfrage das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 ab. Auf die Frage, ob sie für das Großprojekt seien, antworteten 51 Prozent mit «Nein» und nur 26 Prozent mit «Ja», 23 Prozent waren unentschieden. Nach der repräsentativen Umfrage im Auftrag des «Stern» (Donnerstag) ist die Ablehnung in der Landeshauptstadt noch klarer: Zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Stuttgarter sind dagegen, 30 Prozent dafür und 3 Prozent unentschieden. Die Einstellung zum Bauprojekt könnte auch die Landtagswahl 2011 beeinflussen. 29 Prozent der Baden- Württemberger sagen, das Projekt sei für sie wahlentscheidend.
Rot-Grün hat laut Umfrage Mehrheit im Südwesten
Stuttgart (dpa/lsw) - Die langjährige Vorherrschaft der CDU in Baden-Württemberg wackelt: Sieben Monate vor der Landtagswahl haben SPD und Grüne nach einer Forsa-Umfrage für das Magazin «Stern» (Donnerstag) mit 48 Prozent der Stimmen die Mehrheit. Wenn jetzt Wahl wäre, kämen die derzeit regierenden Parteien CDU und FDP nur auf 43 Prozent und müssten in die Opposition. Sensationell stark sind die Grünen, die mit 24 Prozent gleichauf sind mit der SPD. Die CDU von Regierungschef Stefan Mappus käme nur auf 37 Prozent - bei der Wahl 2006 hatte sie noch 44,2 Prozent geholt. Die Liberalen müssten sich mit 6 Prozent begnügen - 2006 hatten sie noch 10,7 Prozent erhalten. Die Linke würde mit 4 Prozent den Sprung in den Landtag verpassen.
Kleinflugzeug rollt über Landebahn hinaus
Mannheim (dpa/lsw) - Ein Kleinflugzeug ist am Mittwoch auf dem Regionalflughafen in Mannheim über die Landebahn hinausgeschossen. Die drei Insassen blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Maschine aus Ungarn vom Typ Cirrus SR 22 war rund 150 Meter nach Ende der Piste in eine Böschung geprallt. In dem Flugzeug saßen der 55- jährige Pilot, sein 41-jähriger Copilot und ein 57-jähriger Fluggast. Die Unfallursache war zunächst unklar. Das Flugzeug wurde bei dem Aufprall stark beschädigt. Die Polizei schätzte den Schaden auf 200 000 Euro. Der Flugbetrieb auf dem City Airport konnte nach eineinhalb Stunden wieder aufgenommen werden.
Auto prallt in Lastwagen - ein Toter
Ostrach (dpa/lsw) - Ein 23-Jähriger ist am Mittwoch auf der Bundesstraße 311 bei Ostrach (Kreis Sigmaringen) mit seinem Auto in einen Lastwagen geprallt und tödlich verletzt worden. Drei der vier Mitfahrer des Mannes und der 64 Jahre alte Lastwagenfahrer wurden bei dem Zusammenstoß schwer verletzt. Einer der Mitfahrer erlitt leichte Verletzungen. Einem Polizeisprecher zufolge hatte der Lastwagenfahrer den Wagen mit den fünf Insassen auf der Gegenfahrbahn übersehen, als er auf der Bundesstraße 311 nach links abbiegen wollte. Auto und Lastwagen erlitten Totalschaden in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Die Bundesstraße wurde für mehrere Stunden gesperrt.
Propeller-Maschine rollt über Landebahn hinaus
Mannheim (dpa/lsw) - Am Regionalflughafen in Mannheim ist am Dienstagabend eine Propeller-Maschine über die Landebahn hinaus gerollt und gegen den Zaun des Flughafengeländes geprallt. Die drei Insassen der Sportmaschine, der Pilot, der Copilot und ein Geschäftsreisender, wurden nach Angaben eines Polizeisprechers nicht verletzt. Der Flugplatz der Rhein-Neckar-Region wurde am Abend zunächst gesperrt. Bei dem Zusammenstoß war der Maschine ein Flügel abgerissen worden. Flugbenzin sickerte ins Erdreich. Die Mengen stand zunächst nicht fest. An dem Kleinflugzeug entstand nach Schätzungen der Polizei rund 200 000 Euro Schaden.
Segelflieger-Pilot bei Absturz schwer verletzt
Schwenningen (dpa/lsw) - Ein 20-Jähriger ist am Mittwoch bei Schwenningen (Kreis Sigmaringen) beim Absturz seines Segelflugzeugs schwer verletzt worden. Die Maschine war auf ein Stoppelfeld gestürzt. Rettungskräfte zogen den jungen Mann aus dem Wrack und brachten ihn in ein Krankenhaus. Die Ursache für den Absturz war einem Polizeisprecher zufolge zunächst unklar. Der junge Pilot ist Mitglied bei der Akademischen Fliegergruppe der Universität Tübingen. Am Segelflieger entstand ein Totalschaden in Höhe von 25 000 Euro. Ein Sachverständiger des Luftfahrtbundesamtes Braunschweig wird nun den Unfall untersuchen.
Landwirt verhindert Unfall an Bahnübergang
Ellwangen (dpa/lsw) - Geistesgegenwärtig hat am ein 79-jähriger Traktorfahrer am Mittwoch ein Bahnunglück in Ellwangen (Ostalbkreis) verhindern können. Der Landwirt befand sich mit seinem Gefährt auf den Gleisen eines Bahnübergangs, als sich die Schranken zwischen Traktor und Anhänger senkten. Aufgrund der tief stehenden Sonne hatte er das Stoppsignal nicht bemerkt. Um einen Zusammenstoß mit dem nahenden Personenzug zu verhindern, setzte er seinen Traktor gerade noch rechtzeitig zurück und beschädigte dabei die Schranke. Es entstand lediglich ein Sachschaden in Höhe von etwa 2000 Euro.
Haftbefehl gegen 19-Jährigen wegen versuchten Mordes
Waldbronn (dpa/lsw) - Knapp drei Monate nach einem brutalen Angriff auf eine Gruppe Partybesucher ist Haftbefehl gegen einen 19- Jährigen wegen versuchten Mordes erlassen worden. Drei weiteren jungen Männern werfen Staatsanwaltschaft Baden-Baden und Polizei Karlsruhe laut Mitteilung vom Mittwoch gefährliche Körperverletzung vor. Der 19-Jährige kam in Untersuchungshaft, die anderen wurden wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Verdächtigen im Alter von 18 und 19 Jahren sollen Anfang Juni in Waldbronn (Kreis Karlsruhe) mit einem Teleskopschlagstock und einem Baseballschläger drei Menschen verletzt haben, zwei davon schwer.
55-jähriger Motorradfahrer tödlich verunglückt
Friedrichshafen (dpa/lsw) - Ein 55-jähriger Motorradfahrer ist am Mittwoch in Friedrichshafen am Bodensee tödlich verunglückt. Der Mann war auf der Kreisstraße 7729 in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Der 55-Jährige fuhr in den Graben und wurde von seiner Maschine geschleudert. Dabei prallte er mit voller Wucht gegen einen Baum. Seine Verletzungen waren so schwer, dass er an Ort und Stelle starb. Die Unfallursache war zunächst nicht bekannt.
50-Jähriger im Neckar ertrunken
Mannheim (dpa/lsw) - Ein betrunkener 50 Jahre alter Mann ist am Mittwoch im Neckar in Mannheim ertrunken. Nachdem der Mann und einige Bekannte recht viel Alkohol getrunken hatten, zog der 50-Jährige seine Kleider aus und ging nach Polizeiangaben im Neckar schwimmen. Als einer seiner Begleiter bemerkte, dass er unterzugehen drohte, ging er ebenfalls ins Wasser. Er bekam den 50-Jährigen noch kurz zu fassen, es gelang ihm aber nicht, ihn ans Ufer zu bringen. Während der ebenfalls betrunkene Bekannte das Ufer erreichen konnte, ging der 50-Jährige nach Angaben weiterer Zeugen unter. Auch bei einer großen Suchaktion wurde der Vermisste nicht gefunden. Ihn noch lebend zu finden, sei aussichtslos, sagte ein Polizeisprecher. Die Schifffahrt auf dem Neckar war bis etwa 14.00 Uhr eingestellt.
Auftragsbücher der Maschinenbauer füllen sich
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Maschinenbauer in Baden-Württemberg ziehen dank der anziehenden Konjunktur immer mehr neue Aufträge an Land. Von Mai bis Juli legte der Ordereingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55 Prozent zu, teilte der Branchenverband VDMA am Mittwoch in Stuttgart mit. Vor allem die Werkzeugmaschinenbauer verbuchten ein sattes Plus von 87 Prozent. Im vergangenen Jahr war der Branchenumsatz wegen der Krise um rund 16 Milliarden auf 50,1 Milliarden Euro eingebrochen.
Stuttgart 21-Demonstration vor Amtssitz von Mappus
Stuttgart (dpa/lsw) - Laut trötend haben Stuttgart-21-Gegner am Mittwoch vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gegen das Milliarden-Bahnprojekt demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sich mehr als 1500 Menschen vor der Villa Reitzenstein. Genau eine Woche nach Beginn der Abrissarbeiten am denkmalgeschützten Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs schwiegen die Demonstranten um 14.25 Uhr zunächst für eine Minute und machten anschließend ihrem Ärger lautstark Luft. «Lügenpack!» und «Mappus raus» skandierten sie - Mappus selbst war zu dem Zeitpunkt allerdings am Bodensee auf seiner Sommertour. Nach der kurzen Demonstration zogen die Menschen wieder in Richtung Innenstadt.
Weggeworfene Zigarettenkippe verursacht Unfall
Calw (dpa/lsw) - Eine aus dem Autofenster geworfene Zigarettenkippe ist im offenen Visier eines Motorradfahrers gelandet und hat einen Unfall in Calw verursacht. Der 26-jährige Zweiradfahrer erschrak, als ihn die Zigarette traf, stieß nach Angaben der Polizei vom Mittwoch mit einem Auto zusammen und stürzte. Der Fahrer eines blauen Kleinwagens hatte die Zigarette zuvor aus dem Fenster geworfen. Nach seinem Sturz, bei dem er leicht verletzt wurde, versuchte der Motorradfahrer noch, den Autofahrer zu verfolgen - jedoch ohne Erfolg. Es entstand ein Schaden von 2000 Euro. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
Gefängnisse für Fußfessel-Versuche stehen fest
Stuttgart (dpa/lsw) - Am bundesweit einmaligen Modellprojekt mit elektronischen Fußfesseln werden sich die Gefängnisse in Ulm, Stuttgart, Heimsheim und Rottenburg beteiligen. Insgesamt 75 Gefangene erhalten vom 1. Oktober an eine Manschette mit einem Minisender - sie können damit metergenau geortet werden und sitzen damit in einer Art Hausarrest. Mit der Fußfessel lässt sich ein Bewegungsbild erstellen. Gleichzeitig wird gewährleistet, dass der Gefangenen bestimmte Zonen nicht betritt. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich nach Angaben des Justizministeriums vom Mittwoch in Stuttgart auf 95 000 Euro.
Ramsauer glaubt an Stuttgart 21
Berlin/Stuttgart (dpa/lsw) - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) setzt trotz massiver Proteste weiter auf das milliardenschwere Bahnvorhaben Stuttgart 21. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein solches Projekt abgeblasen wird», sagte Ramsauer am Mittwoch in Berlin. Das Vorhaben sei «nach allen Regeln rechtsstaatlicher Kunst» zustande gekommen. Er begrüße es ausdrücklich, dass es in der Region zu einer Aufweichung der verhärteten Fronten komme und man sich zusammensetze und darüber spreche. Bahnchef Rüdiger Grube bekräftigte, Stuttgart 21 werde realisiert. Bei dem 4,1 Milliarden Euro teuren Projekt soll unter anderem der Kopfbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umgebaut werden.
Oberndorfer Krankenhaus wird verkauft
Oberndorf (dpa/lsw) - Das städtische Krankenhaus in Oberndorf (Kreis Rottweil) wird nach jahrelangen Diskussionen an eine Holding verkauft. Bürgermeister Hermann Acker bestätigte am Mittwoch einen Bericht des SWR. Laut einstimmigem Beschluss des Gemeinderats vom Dienstag kann die Heidelberger Stiftung für Rehabilitation Holding (SRH) zum 1. Januar für 75 000 Euro einen Anteil von 75 Prozent übernehmen. Die SRH hatte sich zuvor unter anderem dazu verpflichtet, in den kommenden drei Jahren 15 Millionen Euro zu investieren sowie die Arbeitsplätze und das medizinische Angebot zu erhalten. Der Oberndorfer Gemeinderat hatte Ende Juli gegen eine Fusion mit den beiden anderen Kliniken des Landkreises votiert.
Neues Zentrum für Chemische Biologie in Konstanz
Konstanz/Stuttgart (dpa/lsw) - Das Ende eines jahrzehntelangen Provisoriums ist in Sicht: Die Universität Konstanz erhält bis 2012 eines neues Zentrum für Chemische Biologie und kann damit vier außerhalb des Campus liegende Chemie-Laborhäuser aus den 60er Jahren räumen. Der Neubau auf dem Campus mit einer Nutzfläche von 2700 Quadratmetern kostet 16 Millionen Euro, wie das Finanzministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten. Mit den Bauarbeiten soll Anfang 2011 begonnen werden. In dem neuen Gebäude werden die Fachbereiche Chemie und Biologie erstmals räumlich zusammengeführt. Die 1966 gegründete Hochschule ist seit 2007 Elite-Universität.
Mit vier Haftbefehlen gesuchter Mann festgenommen
Karlsruhe (dpa/lsw) - Ein gleich mit vier Haftbefehlen gesuchter Mann ist in der Nacht zum Mittwoch von der Bundespolizei in Karlsruhe festgenommen worden. Der 44-Jährige wurde nach Angaben der Beamten am Hauptbahnhof kontrolliert. Dabei stellten sie fest, dass gegen ihn Haftbefehle der Staatsanwaltschaften in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) und Baden-Baden vorlagen. Da er eine Geldstrafe nicht bezahlen konnte, sollte er eine Gefängnisstrafe von 170 Tagen absitzen. Außerdem wurde er wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Kennzeichenmissbrauchs gesucht. Der Mann wurde ins Gefängnis in Karlsruhe gebracht, wo er die nächsten Monate verbringen wird.
Frau von eigenem Auto überrollt
Bräunlingen (dpa/lsw) - Eine ältere Frau ist in Bräunlingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) von ihrem Auto überrollt und leicht verletzt worden. Sie war nach Angaben der Polizei vom Mittwoch aus ihrem Wagen ausgestiegen und hatte vergessen, den Wählhebel des Automatik-Fahrzeuges auf «Parken» zu stellen. Da auch die Handbremse nur leicht angezogen war und der Motor des Fahrzeugs lief, setzte es sich in Bewegung. Die Frau wurde durch die offene Fahrertür umgerissen, geriet mit einem Fuß unter das Fahrzeug und wurde von einem Hinterrad überfahren. Das Auto blieb anschließend an einer Hauswand stehen. Am Fahrzeug und am Gebäude entstand leichter Schaden.
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