Schulden sinken - aber auch die Mitgliederzahl
Die Schuldenlast des SERC sank im vergangenen Jahr um 37 000 Euro. Somit betragen die Schulden, die nach dem Finanzdesaster 522000 Euro ausmachten, jetzt "nur" noch 228 000 Euro. Das gab Vorsitzender Stefan Thomè in der Jahreshauptversammlung bekannt "Wir sind in ruhigeren Fahrwassern angekommen", bestätigte Schatzmeisterin Sylvia Ferst-Bruck.
"Unser Catering bei den Spielen der Wild Wings war in der vergangenen Saison wieder Spitzenklasse und absolut erfolgreich, obwohl insgesamt weniger Zuschauer kamen", freute sich Thomè. Unerfreulich allerdings, dass der Verein Forderungen gegenüber dem ehemaligen Leiter der Lizenzspielerabteilung, Hans-Peter Valentin, und dem ehemaligen Schatzmeister Stephan Vogel, die laut dem zweiten SERC-Vorsitzenden Sammy Ostertag 50 000 Euro betragen, nicht eintreiben konnte. Ostertag: "Wir werden bei den beiden wohl nicht darum herumkommen, die Sache einem Anwalt zu übergeben. "
Der ehemalige zweite Vorsitzende des Vereins, Rolf Zuckschwerdt, will laut Ostertag hingegen seine Schulden zurückzahlen: "In den nächsten 14 Tagen erhalten wir die erste Rate über 3000 Euro." Zuckschwerdt hatte einst den Geschäftsbereich Stadiongaststätte "Eisbär" geführt. Die Prüfungskommission kam im vergangenen Jahr zum Resultat, dass er insgesamt 26 170,70 Euro dem Verein zurückzuzahlen habe.
Mit Sorge betrachtet der SERC die Mitgliederentwicklung. Waren im vergangenen Jahr noch 970 Personen beim Eis- und Rollsportclub, so sind aktuell nur noch 852 eingetragen. "Die Tendenz ist nicht gut, da müssen wir entgegensteuern", sagt Vorsitzender Thomè. Dabei setzt der Verein auch auf die umgebaute Helios-Arena, in der es ab dieser Saison nicht mehr kalt und zugig sein wird. "Das ist sicher auch ein Anreiz wieder für die Eltern, ihre Kinder ins Stadion zum Eishockey zu bringen, wenn man hier auch ohne zu frieren zuschauen kann", kalkuliert Jugendleiter Hans Stöhr. Für Jugend und Juniorenmannschaft gelte das Saisonziel Aufstieg in die Bundesliga.
Sylvia Ferst-Bruck berichtete für die Kunstlaufabteilung, dass diese noch immer auf der Suche nach einem Trainer ist. "Das Problem ist, ich kann keinen Vollzeittrainer für acht Stunden zahlen, wenn er nur drei oder vier Stunden auf dem Eis ist." Die Eisstockschützenabteilung, im SERC "besteht derzeit nur noch aus zweieinhalb Leuten und fällt auseinander", bedauert Vereinschef Thomè.
Vorstandschaft wiedergewählt
Die Wahlen brachten in der Vorstandschaft keine Veränderungen. Erster Vorsitzender bleibt Stefan Thomè, sein Stellvertreter Sammy Ostertag, Schatzmeisterin ist Sylvia Ferst-Bruck. Der Ältestenrat mit dem Vorsitzenden Dietmar Kohn besteht aus Sana Hassan senior, Dr. Joachim Aust, Dr. Hermann Benzing, Dr. Karl-Henning Lichte, Erich Schlenker und Erhardt Würthner. Neuer Kooperationspartner mit der Wild Wings GmbH ist Detlev Maier.
Dem Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon wurde unter großem Applaus der anwesenden 56 Vereinsmitglieder die Ehrenmitgliedschaft im SERC verliehen. Damit, so Thomè, seien vor allem die herausragenden Verdienste von Dr. Kubon für das Eisstadion, die jetzige Helios-Arena, gewürdigt worden. Dr. Kubon bekräftigte, dass der Ausbau der Helios-Arena die absolut richtige Entscheidung gewesen sei. Ebenso sei die Entscheidung, das Profi-Eishockey und den Vereinssport strikt zu trennen, vollkommen richtig. Der OB: "Dies könnte Vorbild für andere Vereine mit Spitzensport sein, für die Basketballer oder auch den FC 08 Villingen."
Langjährige Mitglieder wurden für ihre Vereinstreue geehrt. Seit 25 Jahren sind Armin Glatz, Sana Hassan junior, Sven Keidel, Alexander Lang, Detlev Maier, Ottmar Maier, Traude Maier und Bernhard Westphal im SERC. Sogar seit nunmehr 40 Jahren sind Heinz Fischerkeller, Walter Vogel und Rolf Weisbrod dabei.
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(Erschienen: 27.07.2009 00:07)







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