Afrika-Hilfsaktion führt zu neuen Kontakten
Von unserem Redakteur Eric Zerm
8000 Euro der Spenden gehen direkt an den Verein „Wir helfen Afrika“ in Leutkirch. Die übrige Summe setzt der Deutsch-Namibische Hilfsfondfs mit Sitz in Trossingen für weitere Operationen ein. „58 Operationen sind schon geschafft“, weiß Georg Quandt, Vorsitzender des Hilfsfonds. Weitere 150 Kinder warten bereits in Oshakati im Norden Namibias auf eine Operation. Um die kümmert sich der Hilfsfonds in Zusammenarbeit mit der Ärzte-Organisation „Interplast“. „Die Kinder haben vor allem Verbrennungen“, erklärt Quandt. Durch offenes Feuer, das die Bevölkerung regelmäßig nutze, seien Verbrennungen keine Seltenheit, und wenn diese lange nicht behandelt werden, entstünden schlimme Wucherungen. „Diese Wucherungen sind auf der Zunge, im Gesicht, auf den Unterarmen und auch auf den Füßen. Das sieht zum Teil wirklich schlimm aus.“ Hier bringen sich die „Interplast“-Ärzte ein. In der Organisation sind erfahrene plastische Chirurgen, Anästhesisten und OP-Schwestern organisiert, die regelmäßig ihren Urlaub einsetzen und kostenlos in Entwicklungsländern operieren.
Den Kontakt zu „Interplast“ hat der Deutsch-Namibische Hilfsfonds der Aktion „Wir helfen Afrika“ zu verdanken. „Den Anstoß für unsere Zusammenarbeit gab die Afrika-Aktion“, freut sich Georg Quandt. Jetzt kann der Deutsch-Namibische Hilfsfonds bereits den nächsten Einsatz der „Interplast“-Ärzte finanzieren. „Wir bezahlen die Tickets für Ärzte-Mannschaft und finanzieren die Nachsorge.“ Inzwischen hat der Hilfsfonds einen Fünf-Jahres-Vertrag mit „Interplast“ abgeschlossen.
Die 23 314 Euro, die in Trossingen für die Afrika-Hilfe an Spenden zusammen gekommen sind, bezeichnet Wirtschaftsminister Ernst Pfister, Schirmherr der Aktion, als „grandiose Leistung“. Auch Bürgermeister Dr. Clemens Maier zieht eine sehr positive Bilanz. „Gespendet haben Einzelpersonen, Betriebe, Schulen und Vereine.“ So habe die Spielvereinigung Trossingen beispielsweise bei einem Turnier Geld gesammelt, das Gymnasium habe eine Spenden-Gala auf die Beine gestellt, Bläserbuben und Stadtkapelle hätten wiederum Afrika-Konzerte gegeben. Weitere Spenden kamen Beispielsweise durch spezielle Hirse-Brötchen der Bäckerei Link oder den Getränke-Verkauf beim Kesselhaustreiben zusammen. „Troll fand ich auch, dass sich viele auch thematisch mit Afrika beschäftigt haben“, freut sich Maier.
Minister Pfister ist sich sicher, dass die Fußball-WM viel für Afrika in Gang gebracht hat. „Mit der WM hat Afrika teilweise seinen Namen ,vergessener Kontinent‘ abgelegt.
(Erschienen: 30.07.2010 12:50)







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